Sarah ist mit ihrem kleinen Sohn Harvey alleine zu Hause. Sie liegt im Bett und arbeitet an einem Manuskript, als sie den Wagen ihres Mannes in der Einfahrt hört. Sie wundert sich, denn eigentlich ist er auf Kundenbesuch und wollte erst in 3 Tagen wieder zurück sein. Der Kofferraumdeckel gibt sein gewohntes quietschen von sich, der Schlüssel klimpert vertraut und alles ist wie immer. Auch das öffnen und schließen der Kühlschranktür, gehört zu Stephens Ritualen. Sarah geht die Treppe hinunter um ihrem Mann bei seinem Imbiss Gesellschaft zu leisten und um ihn zu fragen, warum er schon wieder zurück ist. Sie betritt die Küche und erstarrt, denn vor ihr steht ein wildfremder Mann in Stephens Anzug. Und der behauptet steif und fest ihr Mann zu sein. Für Sarah beginnt ein schlimmer Alptraum, denn ihr Mann ist spurlos verschwunden und der Fremde scheint einfach alles über sie zu wissen.
Als ich sah, dass es ein neues Buch von Wulf Dorn gibt wusste ich, dass ich das unbedingt lesen muss. Umso mehr freute ich mich als ich für die Leserunde bei WasLiestDu? ausgewählt wurde. Noch einmal herzlichen Dank dafür.
Das Buch beginnt sofort sehr spannend und man ist gleich mittendrin im Geschehen. Am Anfang war mir Sarah sehr sympatisch, doch das änderte sich mit der Zeit. Am Meisten mochte ich Sarahs Jugendfreund Mark, den sie nach vielen Jahren wieder trifft und der ihr zur Seite steht. Fans von Wulf Dorn kennen Mark schon aus dem Buch "Trigger"
Keine Frage, das Buch war sehr gut durchdacht und auch durchgehend spannend, aber mir fehlte nach dem ersten Teil das Psychospiel. Darauf hatte ich mich am Meisten gefreut aber da kam leider nichts mehr. Gruselig war das Buch auch nicht, aber trotzdem konnte ich es kaum aus der Hand legen und dass ich länger dafür brauchte lag nur daran, dass ich so wenig Zeit hatte. Vielleicht bin ich aber auch zu abgehärtet und andere Leser empfinden das anders. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und es gibt auch einen ganz bösen Cliffhanger. Der ganze Plot war sehr gut ausgearbeitet und die meisten Charaktere waren facettenreich erarbeitet.
Ich möchte sehr gerne noch meine Lieblingsstelle zitieren, denn diese Gedanken hatte ich schon sehr oft:
"Die Menschen jammern ständig über Nichtigkeiten. Sie sind immer unzufrieden. Sie streben nach Wohlstand und können den Hals nicht voll kriegen, und selbst wenn sie fett und gemästet sind, beschweren sie sich immer noch, dass andere vielleicht ein wenig mehr als sie abbekommen haben. Sie alle übersehen, was wirklich von Bedeutung ist. Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk, aber nur die Wenigsten begreifen das. Sie treten ihr Glück mit Füßen, weil sie es nicht erkennen." (Seite 311/312)
Ich vergebe für diesen, fast gänzlich gewaltfreien und absolut flüssig geschriebenen Thriller 4 von 5 Byrons und eine Leseempfehlung für alle die spannende Bücher lieben.
© Beate Senft
Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
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- 14. Challenges Marina
♥
Samstag, 28. September 2013
Samstag, 21. September 2013
Hope Cavendish - Zeitgenossen 1 Gemmas Verwandlung
Gemma, die junge Tochter eines
Apothekerehepaares wird beim Ausliefern von Medikamenten und Kräutern von ein
paar jungen Männern überfallen. Als sie wieder zu sich kommt liegt sie in einem
fremden Bett und ein junger Mann, Giles Arlington, erklärt ihr, dass sie von
Vampiren überfallen wurde und da sie so stark verletzt war und beinahe gestorben
wäre, hat Arlington, ebenfalls ein Vampir, sie zu einer Vampirin gemacht. Gemma
ist nicht sehr glücklich darüber doch Arlington erklärt ihr dass man sich sehr
gut von Tierblut ernähren kann und bringt ihr die wichtigsten Dinge dabei. Doch
dann ertappt Gemma ihn bei einem schweren Verrat und sie flieht aus London. In
Schottland kann sie auch nicht zur Ruhe kommen aber sie findet sich immer
besser in ihrer Rolle als Vampirin zurecht. Und sie merkt, dass man auch unter
ihren Artgenossen gute Freunde finden kann.
Ich bin so dankbar, dass ich dieses Buch in
einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte, denn gekauft hätte ich es mir dem
Klappentext nach eher nicht. Ich vermutete eine Liebesschnulze dahinter, was
ein großer Irrtum war. Im Vordergrund dieser Geschichte steht ganz klar Gemmas
Reise durch die Zeit. Die Autorin hat sehr gründlich recherchiert und wir
begleiten die Protagonistin durch geschichtlichen Höhepunkte und die
verschiedensten Länder. Einen historischen Fantasyroman hatte ich bisher noch
nicht gelesen und ich habe festgestellt, dass das genau mein Ding ist.
Auch wenn man erst so nach und nach vieles über
Gemma und ihre Begleiter erfährt sind die Charaktere liebevoll ausgearbeitet
worden und sind mir sehr ans Herz gewachsen. Mit ihren Gegenspielern sind Hope
Cavendish ein paar wirklich widerliche Gesellen gelungen über die wir
hoffentlich im zweiten Band noch mehr erfahren werden. Die Geschichte ist
wirklich sehr spannend und niemals flach. Ich bin total begeistert. Gemma und
ihre Begleiter kämpfen für die Schwachen, auch wenn sie dabei über Leichen
gehen müssen. Schließlich sind sie ja auch Vampire. Die Sexszenen die nur sehr
spärlich vorkommen, sind sehr geschmackvoll und die Liebesgeschichte hält sich
ganz dezent im Hintergrund. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll flüssig
und da Gemma uns ihre Geschichte selbst erzählt ist man auch mittendrin im Geschehen.
Ich bin total vom Gemma-Virus infiziert und kann
es kaum erwarten bis Band 2 erscheint. Ich hoffe so, dass es dieses Jahr noch
klappt, denn ich bin süchtig nach der Geschichte. Ganz herzlich bedanken möchte
ich mich noch bei Hope Cavendish, die die Leserunde so liebevoll betreut und
wirklich jede Frage beantwortet und mit vielen kleinen Anekdoten die Runde
bereichert hat.
Ich vergebe für Gemmas Verwandlung 10 von 10
Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung auch an Leute die
die klassischen Vampirgeschichten nicht unbedingt mögen. Zeitgenossen ist
anders. Und es ist überzeugend gut. Lesen! Los!
© Beate Senft
Dienstag, 17. September 2013
A.M. Arimont - Morgendämmerung
Ein kleiner Vorort wie er wohl überall auf der
Welt aussehen könnte. Eine ruhige Straße, in der Haus an Haus mit ihren kleinen
Vorgärten stehen. Der Wecker klingelt. Es ist noch sehr früh. Der Mann zieht
seinen Bademantel über und geht nach draußen um die Zeitung zu holen. Grüßt
freundlich die Nachbarin. Alles wie immer. Er hat noch viel Zeit bevor er zur Arbeit
muss, aber er hat auch noch einiges zu tun. Er öffnet die Tür zum Keller und
das Grauen und der Wahnsinn halten Einzug.
„Morgendämmerung“ ist eine tolle Kurzgeschichte
die leider nur 14 Seiten umfasst. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Der
Anfang der Geschichte hat mich in einen Film versetzt. Die Kamera fährt langsam
die Straße entlang, an der rechts und links Bäume stehen. Sie fährt auf eins
der ziemlich gleich aussehenden Häuser mit dem gepflegten Rasen zu. Die Haustür
wird herangezoomt, die sich dann öffnet und ein nicht mehr ganz junger Mann
tritt vor die Tür. In der Hand hält er eine Kaffeetasse. Ich fand es einfach
nur großartig. Doch so richtig beginnt die Geschichte erst, als der Mann,
zurück im Haus, die Kellertür öffnet.
Der Autor versteht es mit einfachen Sätzen das
totale Grauen zu beschreiben. Eben noch eine ganz alltägliche Szene und einen
Augenblick später stehen einem die Haare zu Berge. Die Geschichte hat mich
richtig gepackt obwohl sie sehr kurz war. Ich hätte gerne noch viel mehr
gelesen und bin mir ganz sicher, dass Herr Arimont da auch einen ganzen Roman daraus
hätte machen können. Besonders geschockt war ich, weil alles so ganz normal
anfing. So ging es mir bei Stephen King auch immer. Ich finde den realistischen
Horror viel schrecklicher als Monster, Dämonen oder Geister je sein können. Ich vergebe für diese tolle Kurzgeschichte 5
von 5 Byron und hoffe, der Autor ist schon wieder fleißig und belohnt uns
bald mit einer weiteren Geschichte. Und hoffentlich ist die etwas länger. Ich
freu mich schon drauf.
© Beate Senft
Dienstag, 10. September 2013
René Junge - Legenden aus der Zwischenwelt

Kurzgeschichten zu rezensieren fällt mir immer sehr schwer. Soll ich die Bewertung allgemein schreiben? Oder auf die einzelnen Geschichten eingehen? Da es hier nur 5 Geschichten sind, werde ich auf jede ganz kurz eingehen. Und eins kann ich euch sagen: Die Stories sind richtig böse. Genauso, wie ich mir Horrorkurzgeschichten wünsche.
Die erste Geschichte heißt „Animal inside“
Hier entdeckt der Protagonist Ben Leary im
Internet eine Werbung zu einem Mittel, das verspricht, das Tier aus jeder Frau
herauszuholen und sie zu einer sexhungrige Bestie zu machen. Ben bestellt das
Mittel und ist nicht so ganz zufrieden mit dem Ergebnis… Hier musste ich
feststellen, dass ich immer wieder vor mich hin grinste. Ich möchte gar nicht
darüber nachdenken, was das über mich aussagt.
Die Story ist aber auch absolut irre.
Danach folgt „Stan“
Stan hatte kein besonders gutes Verhältnis zu
seiner Mama, was sich auf sein ganzes Leben auswirkt. Die Geschichte fand ich richtig
krass, auch wenn ich schon vermutete auf was das alles rausläuft. Trotzdem
machte es richtig Spaß das Geschehen zu verfolgen. Manchmal konnte ich mich
sogar ein wenig in Stan hineinversetzen, denn es werden immer wieder kurze
Sequenzen seiner Vergangenheit beschrieben.
Die dritte Geschichte heißt „Dreamdevil
Der kleine Harry leidet unter schrecklichen
Alpträumen. Der Psychologe Dr. Spencer soll ihm helfen. Doch es passiert etwas,
mit dem Dr. Spencer nie gerechnet hätte . Dreamdevil hatte es absolut in sich.
Was so ganz normal mit einem Jungen, der schreckliche Alpträume hat anfing,
entpuppte sich ganz schnell zu einem richtigen Mega Alptraum. In dieser Geschichte fließt auch ein wenig
Blut.
Nach „Dreamdevil“ folgt „Unberührbar“
Die Geschichte hat es in sich. Mitch Dunn steht
am Busbahnhof und wartet auf seinen Anschluss nach Vegas. Plötzlich taucht ein
Mann in der Menge auf und tötet alle Leute um ihn herum. Dann nimmt er Kurs auf
Mitch und der denkt, sein letztes Stündchen hätte geschlagen. Aber es kommt
noch viel schlimmer. Das war für mich die blutigste und brutalste Geschichte.
Ich mag sie.
Die letzte Geschichte heißt „Die Weltlosen“
Norah Parcs hat sich den Traum von einem kleinen Antiquariat
erfüllt, doch die Geschäfte gehen nicht gerade gut und immer mehr Geschäfte und
Wohnungen in der Straße stehen leer. Selbst ihr bester Kunde Mr. Keeper zieht
aus und hinterlässt ihr einen Karton voller seltsamer Notizen und Geschichte.
Ob etwas davon wahr ist? Klasse Story. Wir kommt man nur auf solche Ideen?
Alle 5 Geschichten haben eins gemeinsam: Sie konnten mich
absolut begeistern. René Junge hat mich mit seinen Storys total erwischt, denn
sie sind richtig böse. Einfach herrlich wie der Autor hier mit unseren Ängsten spielt.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sehr bildhaft. Auch
wenn ich die eine oder andere Szene nicht unbedingt vor meinen Augen haben
wollte. Der Autor kommt auch immer sofort auf den Punkt und es gibt kein Geschwafel
oder lange Erklärungen. Das nervt mich nämlich total bei Kurzgeschichten. Wenn
erst lang und breit erklärt wird und dann ist die Geschichte zu Ende. Hier gibt
es wirklich absolut nichts zu meckern, außer vielleicht, dass ich gerne noch
weitere Geschichte gelesen hätte. Darum gibt es für dieses Debüt von
Kurzgeschichten 5 von 5 Byrons und den Wusch nach mehr. Vielleicht ja auch einen Horrorroman.
© Beate Senft

Montag, 2. September 2013
Joelle Charbonneau - Die Auslese Nur die Besten überleben
Cia lebt mit ihrer Familie in der Five Lakes Colony und wird jetzt die Schule beenden um dann als Erwachsen zu gelten. Die Welt hat sich stark verändert, nachdem Krieg ausgebrochen war und nach den 7 Stadien des Krieges ist das Leben nicht einfach. Ihr Vater war auf der Universität und arbeitet jetzt als Biologe um Pflanzen zu züchten die auf dem verseuchten Boden überleben können und die Menschheit ernähren. Ihre Brüder helfen ihm dabei. Cia möchte unbedingt auch auf die Universität wie ihr Vater, aber aus ihrer kleinen Gemeinschaft wurde schon ewig niemand mehr für die Auslese zugelassen. Und auch dieses Jahr ist niemand von Five Lakes dabei. Cia ist sehr enttäuscht. Doch am nächsten Tag kommt ein Offizieller aus Tosu City, der Hauptstadt, um 4 Leute aus ihrer Gemeinschaft auszuwählen. Sehr bald muss sie feststellen, dass sie niemandem vertrauen kann und dass die Auslese eher einem Alptraum gleicht. Waren die schrecklichen Träumen ihres Vaters vielleicht doch verschüttete Erinnerungen?
Ja es stimmt. In diesem Buch gibt es einige Parallelen zu der Panemreihe und der Reihe "Die Bestimmung", aber wen das nicht stört bekommt hier eine absolut spannende und fesselnde Geschichte präsentiert. Sie enthält auch sehr viele neue Ideen, so dass man wirklich Seite für Seite liest und das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Während die meisten Charaktere ziemlich blass bleiben wurde Cia sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich sofort mit ihr identifizieren und oft musste ich feststellen, dass ich während der Auslese gnadenlos versagt hätte. Eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, die aber nur am Rande der Geschichte existiert und keinen großen Raum einnimmt. Ohne sie, wäre das Buch wohl zu düster und beklemmend geworden.
Die Autorin hat eine Welt entworfen, die nach einem Weltkrieg so durchaus möglich ist. Die Erde und Flüsse sind verseucht und müssen erst entgiftet werden. Manche Städte sind so schwer vergiftet dass sie wohl für immer nackt und kahl bleiben werden. Die Menschen versuchen zu überleben und die Erde wieder fruchtbar zu machen. Warum das erst nach einem totalen Zusammenbuch geschehen muss, fragte ich mich häufiger beim Lesen. Immer muss erst alles zu Grunde gehen, damit die Menschen erkennen, was wirklich wichtig ist. Die Beschreibungen sind sehr plastisch ohne jemals langweilig zu werden und lassen erschreckende Bilder im Kopf entstehen.
Es gibt auch eine Kleinigkeit die mich gestört hat. Und zwar gibt es nicht mehr sooo viele Menschen auf der Erde. Zur Auslese werden nur die schlausten und intelligentesten Menschen zugelassen und dann lässt es die Regierung zu, dass einige davon einfach sterben? Das empfand ich als sehr unlogisch, war aber für die Geschichte wohl einfach notwendig.
Ich vergebe für den 1. Teil dieser Trilogie 4 von 5 Byrons und hoffe, dass Band 2 ganz schnell erscheint, denn ich muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Band 1 endet an einer ganz fiesen Stelle, die das Warten zur Qual werden lässt. Ich gebe eine Leseempfehlung für alle die Jugendbücher und spannende Dystopien mögen. Wem Panem und die Bestimmung gefallen hat wird begeistert sein. Ich war es jedenfalls.
© Beate Senft
Ja es stimmt. In diesem Buch gibt es einige Parallelen zu der Panemreihe und der Reihe "Die Bestimmung", aber wen das nicht stört bekommt hier eine absolut spannende und fesselnde Geschichte präsentiert. Sie enthält auch sehr viele neue Ideen, so dass man wirklich Seite für Seite liest und das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Während die meisten Charaktere ziemlich blass bleiben wurde Cia sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich sofort mit ihr identifizieren und oft musste ich feststellen, dass ich während der Auslese gnadenlos versagt hätte. Eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, die aber nur am Rande der Geschichte existiert und keinen großen Raum einnimmt. Ohne sie, wäre das Buch wohl zu düster und beklemmend geworden.
Die Autorin hat eine Welt entworfen, die nach einem Weltkrieg so durchaus möglich ist. Die Erde und Flüsse sind verseucht und müssen erst entgiftet werden. Manche Städte sind so schwer vergiftet dass sie wohl für immer nackt und kahl bleiben werden. Die Menschen versuchen zu überleben und die Erde wieder fruchtbar zu machen. Warum das erst nach einem totalen Zusammenbuch geschehen muss, fragte ich mich häufiger beim Lesen. Immer muss erst alles zu Grunde gehen, damit die Menschen erkennen, was wirklich wichtig ist. Die Beschreibungen sind sehr plastisch ohne jemals langweilig zu werden und lassen erschreckende Bilder im Kopf entstehen.
Es gibt auch eine Kleinigkeit die mich gestört hat. Und zwar gibt es nicht mehr sooo viele Menschen auf der Erde. Zur Auslese werden nur die schlausten und intelligentesten Menschen zugelassen und dann lässt es die Regierung zu, dass einige davon einfach sterben? Das empfand ich als sehr unlogisch, war aber für die Geschichte wohl einfach notwendig.
Ich vergebe für den 1. Teil dieser Trilogie 4 von 5 Byrons und hoffe, dass Band 2 ganz schnell erscheint, denn ich muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Band 1 endet an einer ganz fiesen Stelle, die das Warten zur Qual werden lässt. Ich gebe eine Leseempfehlung für alle die Jugendbücher und spannende Dystopien mögen. Wem Panem und die Bestimmung gefallen hat wird begeistert sein. Ich war es jedenfalls.
© Beate Senft
Freitag, 30. August 2013
Martin S. Burkhardt - Seelentausch
Peter Heyde lebt mit seiner Freundin Maren auf dem Bauernhof seiner Eltern und führt ein ganz normales Leben. Bis ihn plötzlich seltsame Visionen überfallen, die ihn mitten in den 2. Weltkrieg katapultieren. Diese Visionen sind so echt, dass er sogar starke Schmerzen spüren kann. Auch noch, wenn er wieder in der Realität angelangt ist. Er macht sich auf zu seiner Oma, mit der die Familie schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hat und da wird ihm klar, dass alles mit seinem, vor Jahren verschollenen Opa zu tun haben muss. Und mit dessen Freund Lackner, der sich täglich auf dem Hof seiner Eltern herumtreibt und sich immer seltsamer benimmt. Zusammen mit Maren versucht er herauszubekommen, was mit ihm passiert und vor allen Dingen warum es passiert.
Ein ganz herzliches Danke schön an Carmen von Horror and more und den SWB-Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Ohne sie wäre ich wohl niemals auf das unscheinbare Buch aufmerksam geworden und hätte eine tolle Story verpasst.
Die Geschichte, die sich Martin S. Burckhardt hier ausgedacht hat ist richtig klasse. Und was ich so gar nicht vermutet hätte, auch ziemlich blutig. Sie führt uns in die Vergangenheit, in die Zeit des 2. Weltkrieges nach Finnland, wo eine kleine Gruppe deutscher Soldaten gemeinsam mit ein paar Finnen gegen die Russen kämpfen. Die Soldaten sind verzweifelt, ausgehungert und verletzt, als sich Peter plötzlich mitten unter ihnen befindet. Die Soldaten kennen ihn und ihm wird irgendwann klar, dass er sich im Körper seinen Großvaters aufhält. Wie und warum? Davon hat er keine Ahnung, aber er versucht es herauszufinden. Ganz besonders gut hat mir der Charakter des alten Lackners gefallen. Absolut unsympathisch und ein richtiger Idiot, aber absolut authentisch. Immer wieder reist man mit Peter in die Vergangenheit und erfährt so nach und nach was vor vielen Jahren in dem finnischen Wald, nahe der russischen Grenze passiert ist. Was sich dort in einer Höhle versteckt und was das mit Peter und seinem Großvater zu tun hat.
Hätte der Autor nicht mit unfreiwillig komischen Wortschöpfungen für Lacher gesorgt, hätte das Buch auch 5 Byrons verdient.
Hier mal ein paar Beispiele:
Dahinter schlürfte Lackner, dicht gefolgt von Wolfgang, der seinen Blick nicht von Lackners Nacken nahm. (Seite 159)
Konnte man seine Eltern mit so einem tollwutsüchtigen Alten allein lassen? (Seite 185)
Von der Empfindung her schien sich der Marsch schon den halben Tag dahinzustrecken.
Ansonsten ist der Schreibstil flüssig und gut zu lesen und das Buch macht richtig Spaß. Darum vergebe ich 4 von 5 Byrons und hoffe auf weitere Bücher des Autors.
© Beate Senft
Ein ganz herzliches Danke schön an Carmen von Horror and more und den SWB-Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Ohne sie wäre ich wohl niemals auf das unscheinbare Buch aufmerksam geworden und hätte eine tolle Story verpasst.
Die Geschichte, die sich Martin S. Burckhardt hier ausgedacht hat ist richtig klasse. Und was ich so gar nicht vermutet hätte, auch ziemlich blutig. Sie führt uns in die Vergangenheit, in die Zeit des 2. Weltkrieges nach Finnland, wo eine kleine Gruppe deutscher Soldaten gemeinsam mit ein paar Finnen gegen die Russen kämpfen. Die Soldaten sind verzweifelt, ausgehungert und verletzt, als sich Peter plötzlich mitten unter ihnen befindet. Die Soldaten kennen ihn und ihm wird irgendwann klar, dass er sich im Körper seinen Großvaters aufhält. Wie und warum? Davon hat er keine Ahnung, aber er versucht es herauszufinden. Ganz besonders gut hat mir der Charakter des alten Lackners gefallen. Absolut unsympathisch und ein richtiger Idiot, aber absolut authentisch. Immer wieder reist man mit Peter in die Vergangenheit und erfährt so nach und nach was vor vielen Jahren in dem finnischen Wald, nahe der russischen Grenze passiert ist. Was sich dort in einer Höhle versteckt und was das mit Peter und seinem Großvater zu tun hat.
Hätte der Autor nicht mit unfreiwillig komischen Wortschöpfungen für Lacher gesorgt, hätte das Buch auch 5 Byrons verdient.
Hier mal ein paar Beispiele:
Dahinter schlürfte Lackner, dicht gefolgt von Wolfgang, der seinen Blick nicht von Lackners Nacken nahm. (Seite 159)
Konnte man seine Eltern mit so einem tollwutsüchtigen Alten allein lassen? (Seite 185)
Von der Empfindung her schien sich der Marsch schon den halben Tag dahinzustrecken.
Ansonsten ist der Schreibstil flüssig und gut zu lesen und das Buch macht richtig Spaß. Darum vergebe ich 4 von 5 Byrons und hoffe auf weitere Bücher des Autors.
© Beate Senft
Samstag, 24. August 2013
M.C. Beaton - Agatha Raisin und der tote Richter
Agatha Raisin verkauft ihre PR-Firma in London und erfüllt sich einen Jugendtraum. Sie kauft sich ein gemütliches Cottage in den Cotswolds und zieht dort ein. Doch leider entpuppt sich das Landleben nicht so wie von ihr vorgestellt denn die Bewohner begegnen ihr mit Zurückhaltung und Misstrauen. Um schneller Anschluss zu finden beschließt sie an einem Backwettbewerb teilzunehmen, aber da sie noch nie in ihrem Leben irgendetwas gebacken hat, kauft sie sich einfach eine Quiche in London und gibt sie als ihre Eigenen aus. Aber ausgerechnet ihre Quiche ist vergiftet. Wer will ihr den fiesen Mord anhängen? Und warum? Agatha beginnt zu ermitteln.
Ich bin so froh, dieses Buch zum rezensieren bekommen zu haben, denn es hat mir großen Spaß gemacht. Agatha ist nicht gerade ein Charmebolzen oder besonders nett, aber gerade deshalb hat sie mir so gut gefallen. Sie ist es gewohnt ihren Willen zu bekommen und Menschen unter Druck zu setzen, aber in den Cotswolds ticken die Uhren anders und so beginnt sich Agatha langsam zu verändern und merkt, dass sie hier mit ihrem Dickkopf nicht unbedingt weiter kommt.
Die Dorfbewohner waren herrlich verrückt und skurril und haben mir sehr gut gefallen. Hier gab es nicht die schöne Dorfidylle und Friede, Freude, Eierkuchen, sondern fast jeder hatte seine kleinen, schmutzigen Geheimnisse. Einfach herrlich.
Der Schreibstil ist wundervoll flüssig und ich flog regelrecht durch die Seiten. Ich fand es auch total klasse, dass sich die Landschaftsbeschreibungen in Grenzen hielten. Es gab gerade so viel wie nötig um das Kopfkino in Gang zu setzen. Mir gefielen die kleinen Läden, das Pub und dass jeder sofort wusste, was dieser oder jener getan hat. Alles verbreitete sich in Windeseile. Aber es war auch ein spannender Krimi und ich tappte lange Zeit im Dunkeln, was den Mörder betrifft.
Auf dem Buchrücken steht "Die deutschen Leser werden M.C. Beatons Krimis lieben" (Ann Granger) und bei mir trifft das voll und ganz zu. Ich vergebe volle 5 von 5 Byrons und kann es kaum erwarten, bis ein weiterer Teil um Agatha Raisin erscheint. Es sieht so aus, als hätte ich eine neue Lieblingsreihe. Absolut lesenswert!
© Beate Senft
Freitag, 23. August 2013
Markus Heitz - Totenblick
Kriminalhauptkommissar Peter Rhode wird zu einem Tatort gerufen. Dort findet er einen Mann in einer Badewanne, in einem halb renovierten Zimmer. Sehr schnell kommen er und seine Kollegen dahinter, dass als Vorlage des Mordes ein Bild von 1793 des Malers Jacques-Louis David mit dem Titel "Der Tod des Marat" diente. Der Tote sieht dem Mann auf dem Bild unglaublich ähnlich. Wurde das Opfer deshalb ausgesucht? Als immer mehr Morde nach Vorlagen alter Bilder begangen werden, ist sich die Polizei sicher, dass sie den Mörder schnellstens stoppen müssen, denn von alleine wird er niemals aufhören. Und was hat es mit dem Totenblick auf sich? Ist er wirklich Schuld am Tod eines Polizisten?
Auch der Personaltrainer Ares Löwenstein hat so seine Probleme. Nach einer Rückführung, die ihm seine Schwester zum Geburtstag schenkte, hat er immer wieder Flashbacks. Dabei hatte er doch bei der "Expertin für Rückführung" nur ein 2 Stunden langes Nickerchen gehalten. Oder etwa doch nicht?
Endlich mal ein Ermittler der unter keinem total verkorksten Leben leiden muss. Er war weder in der Hand eines Serienkillers, noch Alkoholiker oder Drogenabhängig. Nein, hier gibt es etwas neues. Rhode leidet unter ADHS. Er vergisst ständig die Namen seiner Gegenüber und muss sich auspowern, weil er sonst nicht für 5 Minuten Ruhe im Hintern hat. Und wer könnte dafür besser geeignet sein als sein alter Freund Ares Löwenstein. Leider wurde ein paar mal zu oft erwähnt, dass Rhode an einer sehr speziellen Form von ADHS erkrankt ist, und das hat mich dann doch ein klein wenig genervt.
Am besten gefallen haben mir allerdings Bestatter Korff und Ares Löwenstein, auch wenn ich es am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig fand, dass dieser breitschultrige und muskulöse Mann genauso heißt wie mein erster Hund, ein Schäferhund-Schnauzer-Mischling. Na, ja. Wenigstens hatte ich keinen Zwergschnauzer oder Chihuahua.
Der Plot ist unglaublich spannend und toll ausgearbeitet. Es bleiben keine Fragen mehr offen und mit dem Ende war ich mehr als zufrieden. Der Schreibstil ist typisch für Markus Heitz. Geradlinig, sprachlich einwandfrei und super flüssig zu lesen. Da flogen die gut 500 Seiten geradezu an mir vorbei. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, so einem intelligenten Killer zuzuschauen. Kein Tölpel der hirnlos metzelt, sondern ein Psychopath der sich jeden Schritt genau überlegt und lieber etwas auf sein nächstes Opfer wartet, als sein Vorhaben zu gefährden.
Alles in allem war das wirklich ein ganz toller und sehr spannender Thriller, der mit toll ausgearbeiteten Charakteren zu überzeugen wusste. Ich vergebe 4 von 5 Byrons und hoffe, wir bekommen noch mehr Geschichten über Rhode, Korff und Löwenstein zu lesen. Auf jeden Fall werde ich mir jetzt so bald wie möglich das Buch "Oneiros" schnappen, in dem Korff eine große Rolle spielt. Lesen Leute!!! Es lohnt sich auf jeden Fall!
© Beate Senft
Auch der Personaltrainer Ares Löwenstein hat so seine Probleme. Nach einer Rückführung, die ihm seine Schwester zum Geburtstag schenkte, hat er immer wieder Flashbacks. Dabei hatte er doch bei der "Expertin für Rückführung" nur ein 2 Stunden langes Nickerchen gehalten. Oder etwa doch nicht?
Endlich mal ein Ermittler der unter keinem total verkorksten Leben leiden muss. Er war weder in der Hand eines Serienkillers, noch Alkoholiker oder Drogenabhängig. Nein, hier gibt es etwas neues. Rhode leidet unter ADHS. Er vergisst ständig die Namen seiner Gegenüber und muss sich auspowern, weil er sonst nicht für 5 Minuten Ruhe im Hintern hat. Und wer könnte dafür besser geeignet sein als sein alter Freund Ares Löwenstein. Leider wurde ein paar mal zu oft erwähnt, dass Rhode an einer sehr speziellen Form von ADHS erkrankt ist, und das hat mich dann doch ein klein wenig genervt.
Am besten gefallen haben mir allerdings Bestatter Korff und Ares Löwenstein, auch wenn ich es am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig fand, dass dieser breitschultrige und muskulöse Mann genauso heißt wie mein erster Hund, ein Schäferhund-Schnauzer-Mischling. Na, ja. Wenigstens hatte ich keinen Zwergschnauzer oder Chihuahua.
Der Plot ist unglaublich spannend und toll ausgearbeitet. Es bleiben keine Fragen mehr offen und mit dem Ende war ich mehr als zufrieden. Der Schreibstil ist typisch für Markus Heitz. Geradlinig, sprachlich einwandfrei und super flüssig zu lesen. Da flogen die gut 500 Seiten geradezu an mir vorbei. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, so einem intelligenten Killer zuzuschauen. Kein Tölpel der hirnlos metzelt, sondern ein Psychopath der sich jeden Schritt genau überlegt und lieber etwas auf sein nächstes Opfer wartet, als sein Vorhaben zu gefährden.
Alles in allem war das wirklich ein ganz toller und sehr spannender Thriller, der mit toll ausgearbeiteten Charakteren zu überzeugen wusste. Ich vergebe 4 von 5 Byrons und hoffe, wir bekommen noch mehr Geschichten über Rhode, Korff und Löwenstein zu lesen. Auf jeden Fall werde ich mir jetzt so bald wie möglich das Buch "Oneiros" schnappen, in dem Korff eine große Rolle spielt. Lesen Leute!!! Es lohnt sich auf jeden Fall!
© Beate Senft
Donnerstag, 22. August 2013
Gastrezension von Betty Najdek zu B.C. Bolt - Drachenmord
Der ehemalige Drachentöter Anjûl lebt im fast undurchdringlichen Evlingstann. Bis er eines Tages von dem Jungdrachen Lynfir aufgestöbert und zum Nistplatz gebracht wird. Dort wird er jedoch weder gefoltert noch getötet. Vielmehr verlangt die Drachendame Veshira von ihm Wiedergutmachung. Einst tötete Anjûl ihren Onkel, ihren Vetter und ihren Schwager. Nun soll er dafür den Mörder des mächtigen Drachen Nyredd, der Silberne, und die verschwundene Phiole der Unterwerfung finden. Ein Drachentöter, der den Mörder eines Drachen finden soll? Doch Anjûl bleibt wohl nichts anderes übrig. Denn Veshira lässt ihm den Sirtâsh auf die Stirn setzen. Damit ist er magisch an die Drachen, allen voran Veshira, gebunden. Lynfir soll ihn bei seiner Suche unterstützen. Doch wo beginnen?
Verdächtige gibt es viele, Möglichkeiten eher weniger und Nyredds Leichnam weist keinerlei Verletzungen auf. Bei seinen Nachforschungen trifft Anjûl auf alte Bekannte - ob Freund oder Feind weiß meist nicht einmal er selbst genau - und neue Feinde. Und wem er vertrauen kann weiß er sowieso schon mal gar nicht. Ein Mädchen in einem abgelegenen Wald, dass den Drachen Lynfir doch tatsächlich 'Onkel' nennt; der bösartige Drache Niflingyr; dessen Tochter Mygra, die nicht nur sämtliche männlichen Drachen betört sondern sogar Anjûl; die schöne Drachenjungfer Nerade, aus der er nicht schlau wird; sagenumwobene Drachenritter; ein ausgestorben geglaubtes Elfenvolk; drei Drachenkinder und seine älteste Vergangenheit... Anjûl weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Sein großes Mundwerk ist allerdings auch nicht unbedingt dazu angetan, alles leichter zu machen.
Einmal begonnen konnte ich dieses amüsante und spannende Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch verschlungen. Drachen, Zwerge, Elfen, Menschen... Ja, ja. Alles schon einmal dagewesen. Na und? Anjûl und seine Freunde... äh, Feinde?... sind einfach erfrischend. So manches mal musste ich schmunzeln, laut lachen oder eine bestimmte Stelle einfach ein zweites mal lesen, weil sie mir so gut gefiel.
Die Autorin legt stark gezeichnete Charaktere und Umgebungen vor, ohne sich im Detail zu verlieren. Und sie versteht sich darauf, für jede gelöste Frage neue aufzuwerfen, ohne dass man die Lust verliert, Anjûl auf seiner Suche zu folgen. Anjûl und die Drachen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sogar den griesgrämigen und bösartigen Niflingyr. B. C. Bolt hat hier einen humorigen und spannenden Fantasykrimi geliefert, dessen Fortsetzung ich kaum erwarten kann. Ich vergebe für dieses tolle Buch 5 von 5 Punkten.
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