Rachel Walsh ist eine erfolgreiche Kriminalreporterin des Senders NNN.
Sie wird von ihrem Chef zu einer Pressekonferenz geschickt, ohne zu
wissen um was es geht. In letzter Minute kommt sie dort an und als sie
den Raum betritt, lacht ihr ihre allerbeste Freundin Clara von einem
Plakat entgegen. Sie wird vermisst, ist einfach verschwunden. Rachel
fällt in ein tiefes Loch und versucht so viel wie möglich über Claras
Verschwinden herauszufinden. Warum tauchte die Freundin erst in dem Pub
auf, als sie selbst schon gegangen war? Sie waren doch verabredet
gewesen. Rachel wollte sogar die Nacht bei Clara verbringen? Rachel
beginnt zu ermitteln und muss dabei auch ganz tief in die Vergangenheit
reisen. Zu den Anfängen ihrer Freundschaft. Und was sie dort findet,
gefällt ihr nicht immer.
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, denn
Rachel, die Ich-Erzählerin spricht direkt Clara an und erzählt die
Geschichte aus ihrer Sicht. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen.
Aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, so spannend
war es. Sehr oft reist Rachel in Gedanken in die Vergangenheit. Erzählt
alles über die Freundschaft der Beiden. Erzählt von ihrer Mutter Niamh,
zu der sie überhaupt kein gutes Verhältnis hatte und von Claras Papa,
den sie so toll fand. Sie erzählt von der tollen Freundschaft und was
die beiden Mädchen alles gemeinsam erlebt hatten. Aber sie erzählt auch
wie Clara sich langsam veränderte. Dazwischen kommen immer wieder
Sequenzen aus dem hier und jetzt, von den Ermittlungen der Polizei und
Rachels Leben als beliebte Reporterin.
"Zorneskalt" ist der Debütroman der Autorin Colette McBeth und er
ist wirklich außergewöhnlich gut und spannend. Der Leser erfährt alles
nur aus Rachels Sicht und muss sich die frage stellen, ob wirklich alles
so ablief, wie in Rachels Erinnerung. Was trieb Clara an? Wieso
verschwand sie? Was hatte sie so verändert? Der Schreibstil ist zwar
ungewöhnlich, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, auch sehr flüssig.
Es gab überhaupt keine Längen und ich musste einfach immer weiter lesen
um zu erfahren wie alles endet. Und das war ein Ende. Ich kann euch
sagen. Die Person der Rachel hat unglaublich viel Tiefe, spricht immer
wieder über ihre Emotionen und warum sie sich so oder so verhielt.
Claras Beweggründe werden uns nur von Rachel erzählt.
Ich vergebe für dieses tolle Buch 5 von 5 Byrons und da das Buch
nicht blutig ist sondern ein fieses Psychospiel kann ich eine absolute
Leseempfehlung an alle aussprechen. Thrillerfreunde sollten das Buch
wirklich lesen. Es lohnt sich.
Ihr sitzt ja immer noch vorm PC. Los, geht das Buch kaufen.....
© Beate Senft
Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
Kategorien
- 01. Rezensionen
- 02. ♥ Meine Fellnasen ♥
- 03. Gelesen Beate
- 04. Gelesen Marina
- 05.1 Bettys Lese-Rückblick
- 06. Challenges
- 07. Challenges auf Claudes Schatzkiste
- 08. Handarbeiten
- 09. Nicos Computerecke
- 10. Randnotizen
- 11. SuB-Abbau-Jahreschallenge
- 12. (Droemer) Knaur - Challenge
- 13. Wunschliste Marina
- 14. Challenges Marina
♥
Montag, 16. Dezember 2013
Sonntag, 8. Dezember 2013
Dennis Lehane - In der Nacht
Joe, steht auf einem Boot, die Füße in einem Eimer mit Beton. Ob sein letztes Stündlein geschlagen hat? So beginnt der Roman von Dennis Lehane. Und dann wird die Uhr zurückgedreht und der Leser erfährt wie es so weit kommen konnte.
Joe, ein kleiner Gauner in Boston verliebt sich ausgerechnet in die Geliebte des Mafiabosses Albert White. Der ist nicht besonders begeistert darüber. Als Joe mit 2 Kumpels eine Bank überfallen will, werden sie verraten. Joe muss in den Knast und einer seiner Kumpels stirbt, der andere verschwindet spurlos. Im Knast kann Joe wichtige Verbindungen knüpfen, aber er ist total am Boden zerstört, weil seine geliebte Emma von Albert getötet worden sein soll.
Nach seiner Entlassung geht Joe nach Florida. Er soll dort den Rumschmuggel ausweiten und neue Beziehungen knüpfen. Endlich scheint es das Leben gut mit ihm zu meinen. Aber wie der Leser weiß, wird er trotzdem auf diesem Boot, mit den Füßen im Beton landen. Wie konnte das nur passieren? Was ging da schief? Ist das wirklich Joes Ende?
Ich dachte, ich hätte noch kein Buch von Dennis Lehane gelesen und als bei Lovelybooks Teilnehmer für eine Leserunde zu "In der Nacht" gesucht wurden, habe ich mich beworben. Der Klappentext klang richtig toll und dann erinnerte ich mich auch schon "Shutter Island" von dem Autor gelesen zu haben. Das Buch gefiel mir sehr gut und als ich dann bei der Leserunde dabei sein durfte, freute ich mich sehr. Aber so ein tolles Buch hatte ich dann doch nicht erwartet.
Die Figuren haben sehr viel Tiefe. Obwohl sie es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen, muss man sie einfach mögen. Klar, gibt es auch die Bösewichte, aber die Meisten haben auch noch eine andere Seite. Die des Familienvaters, das sie sehr menschlich erscheinen lässt. Der Schreibstil ist phantastisch. Er ist so plastisch und lebhaft, dass man direkt einen Film vor Augen hat. Der Plot ist stimmig und absolut logisch. Man fühlt und leidet mit Joe und hofft einfach nur, dass alles gut geht. Einfach toll wie es der Autor schafft, seine Leser zu fesseln, mit Worten zu spielen und den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Keine Seite war langweilig oder uninteressant-
Ich bin wahnsinnig froh, dieses Buch gelesen zu haben. ich weiß nicht, ob ich es mir gekauft hätte. Wahrscheinlich hätte ich es in der Masse der Neuerscheinungen einfach übersehen. Das wäre wirklich schade gewesen, denn diese Mafiageschichte hat mich wirklich gepackt. Ich war sehr traurig, als die letzte Seite gelesen war. Über das Ende war ich nicht so glücklich, aber es passt perfekt zur Geschichte. Ich vergebe für dieses tolle, spannende, interessante und unglaublich gut geschriebene Buch 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. Dieses Buch MUSS man einfach gelesen haben.
© Beate Senft
Joe, ein kleiner Gauner in Boston verliebt sich ausgerechnet in die Geliebte des Mafiabosses Albert White. Der ist nicht besonders begeistert darüber. Als Joe mit 2 Kumpels eine Bank überfallen will, werden sie verraten. Joe muss in den Knast und einer seiner Kumpels stirbt, der andere verschwindet spurlos. Im Knast kann Joe wichtige Verbindungen knüpfen, aber er ist total am Boden zerstört, weil seine geliebte Emma von Albert getötet worden sein soll.
Nach seiner Entlassung geht Joe nach Florida. Er soll dort den Rumschmuggel ausweiten und neue Beziehungen knüpfen. Endlich scheint es das Leben gut mit ihm zu meinen. Aber wie der Leser weiß, wird er trotzdem auf diesem Boot, mit den Füßen im Beton landen. Wie konnte das nur passieren? Was ging da schief? Ist das wirklich Joes Ende?
Ich dachte, ich hätte noch kein Buch von Dennis Lehane gelesen und als bei Lovelybooks Teilnehmer für eine Leserunde zu "In der Nacht" gesucht wurden, habe ich mich beworben. Der Klappentext klang richtig toll und dann erinnerte ich mich auch schon "Shutter Island" von dem Autor gelesen zu haben. Das Buch gefiel mir sehr gut und als ich dann bei der Leserunde dabei sein durfte, freute ich mich sehr. Aber so ein tolles Buch hatte ich dann doch nicht erwartet.
Die Figuren haben sehr viel Tiefe. Obwohl sie es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen, muss man sie einfach mögen. Klar, gibt es auch die Bösewichte, aber die Meisten haben auch noch eine andere Seite. Die des Familienvaters, das sie sehr menschlich erscheinen lässt. Der Schreibstil ist phantastisch. Er ist so plastisch und lebhaft, dass man direkt einen Film vor Augen hat. Der Plot ist stimmig und absolut logisch. Man fühlt und leidet mit Joe und hofft einfach nur, dass alles gut geht. Einfach toll wie es der Autor schafft, seine Leser zu fesseln, mit Worten zu spielen und den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Keine Seite war langweilig oder uninteressant-
Ich bin wahnsinnig froh, dieses Buch gelesen zu haben. ich weiß nicht, ob ich es mir gekauft hätte. Wahrscheinlich hätte ich es in der Masse der Neuerscheinungen einfach übersehen. Das wäre wirklich schade gewesen, denn diese Mafiageschichte hat mich wirklich gepackt. Ich war sehr traurig, als die letzte Seite gelesen war. Über das Ende war ich nicht so glücklich, aber es passt perfekt zur Geschichte. Ich vergebe für dieses tolle, spannende, interessante und unglaublich gut geschriebene Buch 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. Dieses Buch MUSS man einfach gelesen haben.
© Beate Senft
Dienstag, 3. Dezember 2013
Susannah Calahan - Feuer im Kopf Meine Zeit des Wahnsinns
Alles fängt ganz harmlos an. Sussanah Calahan entdeckt
morgens 2 kleine rote Punkte an ihrem Arm und ist überzeugt davon, dass sie
Wanzen im Bett hat. Der herbeigerufene Kammerjäger kann das nicht bestätigen,
doch Susannah besteht darauf, dass ihre Wohnung ausgeräuchert wird. Und auch
danach ist sie sich noch sicher, dass alles voller Wanzen ist. Dabei führte
Susannah bis dahin ein sehr glückliches Leben. Sie arbeitet bei der New York Post als Journalistin, hat einen
tollen Freund und eine kleine Wohnung. Es könnte alles so schön sein. Doch dann
beginnt die junge Frau Dinge zu vergessen und ihre linke Hand und der Fuß
werden taub. Diverse Untersuchungen bringen kein Ergebnis. Als sie anfängt
Dinge zu sehen, die sonst niemand sehen kann ist es nur noch ein kleiner
Schritt bis in die Psychiatrie. Ohne die Hartnäckigkeit ihrer Eltern hätte
Susannah wohl den Rest ihres Lebens dort verbracht.
Was für eine Geschichte. Der Alptraum schlechthin. Man
erkrankt an einer unbekannten Krankheit die keiner diagnostizieren kann und
landet für immer in der Psychiatrie. Wie muss das für Susannah und die Familie
gewesen sein? Eine Zeit lang hat Susannah ja überhaupt nichts mehr um sich
wahrgenommen. Sie lag vollgepumpt mit Medikamenten in der Psychiatrie,
abgeschoben als nicht heilbar. Doch ihre Eltern geben nicht auf. Konsultieren
den bekannten Neurologen Souhel Nijjar, der schließlich entdeckt, dass die
junge Frau an einer sehr seltenen Autoimmunerkrankung leidet. Mit den
entsprechenden Medikamenten kann sie wieder ein ganz normales Leben führen.
Das Buch hat mich tief bewegt und ich habe sehr mit
Suannah Calahan gelitten. Hatte Angst um sie und konnte nicht fassen, wie
schnell jemand nur noch mit Medikamenten ruhig gestellt wird. „Feuer im Kopf“
ist ein Sachbuch, aber spannender als jeder Roman. Ich war gefesselt von dieser
schrecklichen Geschichte und hoffte auf ein gutes Ende. Das Buch ist nicht
einfach zu lesen. Es kommen sehr viele medizinische Ausdrücke vor, aber ohne
sie geht es eben nicht. Ein authentischer Bericht einer Frau, die sich an viele
Dinge in ihrem Leben nicht mehr erinnern kann. Die sich auf die Aussagen
Anderer verlassen muss. Ich vergebe für dieses Buch 5 von 5 Byrons und kann
nur hoffen, dass niemand den ich kenne so etwas durchmachen muss.
© Beate Senft
Alan Bradley - Flavia de Luce 5 Schlussakkord für einen Mord
Als Flavia hört, dass aus der Gruft der Kirche, ihr Schutzheiliger St. Tancred geborgen werden soll, muss unsere neugierige Lieblingsdetektivin natürlich mit dabei sein. Nur was sie in der Gruft finden ist nicht der Heilige, sondern die Leiche des verschwundenen Organisten Mr. Collicutt. Aber er liegt nicht einfach nur tot auf dem Sarkophag, sondern er trägt auch noch eine Gasmaske. Was hat das nur zu bedeuten? Flavia beginnt sofort mit ihren Ermittlungen und erhält unerwartete Hilfe. Aber auch auf Buckshaw läuft nicht alles rund. Ein "Zu Verkaufen" Schild versetzt die Familie in große Aufregung. Müssen sie jetzt wirklich bald ihr geliebtes Heim verlassen?
Ich habe wieder sehnsüchtig auf den neuen Band um Flavia de Luce gewartet und schon ist er wieder gelesen. Alan Bradley hat hier wieder eine phantastische Geschichte geschrieben, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jede freie Minute musste ich weiter lesen.
Flavia ist großartig wie immer. Alleine der Satz:"Mit noch einem Kriminalisten in der Familie hätten wir an langen Winterabenden wenigstens was zu erzählen. Blut, Gedärm und Tee mit Plätzchen." (Seite 44) brachte mich wieder zum Lachen. Flavia ist so herrlich morbide. Man muss sie einfach lieben.
Duffy und Feely überraschen Flavia in diesem Band und ihr Vater zieht sich durch die Geldsorgen noch mehr zurück. Aber es gibt ja noch den guten Dogger, der Flavia wieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich mag dieses Faktotum, der sich in allem auszukennen scheint und der immer für Flavia da ist.
Der Kriminalfall ist wieder richtig kniffelig. Bis zum Ende hatte ich absolut keine Ahnung wer der Mörder sein könnte. Nur das Warum konnte ich mir denken. Es war wieder spannend bis zur letzten Seite. Natürlich spielt Flavias Labor wieder eine große Rolle. Und am Ende wartet ein ganz böser Cliffhanger auf den Leser, der mich daran zweifeln lässt, dass ich die Zeit des Wartens auf Band 6 ohne schwere psychische Schäden überstehen werde.
Alan Bradley hat es einfach drauf. Mit seinem warmen und wundervollen Schreibstil und seiner plastischen Sprache vermittelt er dem Leser Bilder und Gefühle der Protagonisten. Seine Charaktere sind so liebenswert skurril, dass man sie einfach mögen muss. Ich vergebe für Schlussakkord für einen Mord 5 von 5 Byrons, eine Leseempfehlung für Jung und Alt und den absoluten Favoritenstatus. Flavia muss man einfach kennen lernen.
© Beate Senft
Die Bücher sollte man unbedingt der Reihe nach lesen:
1. Mord im Gurkenbeet
2. Mord ist kein Kinderspiel
3. Halunken, Tod und Teufel
4. Vorhang auf für eine Leiche
5. Schlussakkord für einen Mord
Samstag, 30. November 2013
D. Evilll - Das Säuseln im Wald
Klaus freut
sich sehr auf seinen Urlaub auf den Malediven. Den hat er sich auch redlich verdient.
Nur noch schnell, auf dem Weg zum Flughafen, im Wochenendhaus seiner Eltern nach
dem Rechten sehen, und dann tschüss Regen und hallo Sommer, Sonne, Stand und
Meer. Beim Haus mitten im Wald angekommen, muss er nur noch schnell in den
Keller um das Wasser über den Winter auszudrehen. Er öffnet die Bodenluke,
steigt die Treppe hinunter und da fällt die Klappe hinter ihm zu. Das darf doch
wohl nicht wahr sein. Alle seine Versuche, die Klappen zu öffnen, scheitern. Und
dann merkt er plötzlich, dass er nicht mehr alleine ist……
Wow. Was für
ein Buch. Es war ein reiner Glücksfall, dass ich das eBook auf Amazon
entdeckte. Schnell auf den Reader geladen und losgelesen. Die perfekte
Nachttischlektüre für mich. Dachte ich. Und schon nach wenigen Seiten hatte es
mich total gepackt. Der Autor schafft es mit seiner bildhaften Sprache, einen
Film in meinem Kopf entstehen zu lassen. Und der war nicht gerade schön. Sein
flüssiger Schreibstil hat das übrige dazu getan, dass ich das Buch auf einen Rutsch
durchlesen musste.
Am Anfang
tat mir Klaus so schrecklich leid. Der arme Kerl. Hoffentlich wird er bald
gefunden. Aber nach und nach änderte sich meine Meinung und ich wünschte ihm
alles Schlechte der Welt. Auch seine Eltern waren bei mir ganz schnell unten
durch. Ihr müsst unbedingt das Buch lesen um zu erfahren, was Klaus alles so
getrieben hat. Denn das werde ich euch mit Sicherheit nicht verraten.
Ich vergebe
für dieses spannende eBook 5 von 5 Byrons und eine Leseempfehlung für alle,
die es mystisch und ein wenig brutal und blutig mögen. Ich bin mal wieder total
begeistert. Ein ganz großes Danke schön an den Autor für die herrliche
Unterhaltung.
© Beate Senft
Dienstag, 26. November 2013
Thomas Williams - Weird Trip
Wie viele von euch wissen mag ich Horrorkurzgeschichten sehr
gerne. Am Liebsten als Nachttischlektüre. Als mir „Weird Trip“ angeboten wurde
freute ich mich sehr, denn so langsam gehen mir die Kurzgeschichten aus. Ohne
große Erwartungen ging ich an das Buch heran, da ich von dem Autor noch nichts
kannte und……. es hat richtig Spaß gemacht. Jede Geschichte ist anders, jede
zeigt eine andere Form des Horrors auf. Aus der ursprünglich geplanten
Geschichte am Abend, wurde 2 Nachmittage, denn ich wollte das Bücherlein gar
nicht mehr aus der Hand legen. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich es auf
einen Rutsch gelesen. Kommen wir zu den einzelnen Geschichten:
„Die Mitternachtstür“ heißt die erste Geschichte und sie
handelt von einem Mann der verzweifelt seine Frau zurück möchte, das ist aber
gar nicht so einfach, denn sie verschwand durch eine Tür ins Nichts. Bei dieser
Geschichte war ich ein klein wenig enttäuscht, denn sie hätte Potenzial für
einen Roman gehabt. Für mich wurde sie dann richtig interessant, als sie zu
Ende war. Das wäre wirklich Stoff für ein ganzes Buch gewesen. Aber wer weiß.
Vielleicht überlegt es sich ja der Autor und schreibt einen Roman davon ;o)
Danach kommt „Ein Tag wie jeder andere“. Der Reporter eines Schundblattes
wird zu einem alten Mann geschickt, der jede Nacht etwas sehr seltsames
beobachtet. Die Geschichte hatte es echt in sich und hat mir unglaublich gut
gefallen. Ich darf nur nicht zu viel verraten, sonst nehme ich euch die Spannung.
Die nächste Geschichte heißt „Nur für ihn“ und ist meine
absolute Lieblingsgeschichte. Sie handelt von einem Mann der sich in eine
Sängerin verliebt hat und ihre gemeinsame Zukunft plant. Ob sie will oder
nicht. Die Story fand ich so richtig schön böse und sie hat mir großen Spaß
gemacht. Einfach klasse.
Weiter geht es mit „Eine Abkürzung.“ Das ist auch eine
wirklich fiese kleine Story. Sarah muss jeden Abend nach der Arbeit an einem
Bettler vorbei, der eine Gasse versperrt. Sie ist wütend auf ihn, denn die
Gasse wäre eine Abkürzung für sie, aber sie hat Angst vor dem Mann und geht
deshalb den langen Weg. Bis sie schließlich irgendwann die Schnauze voll hat.
Nach dieser Geschichte sollte man vielleicht keine Abkürzungen mehr nehmen. ;o)
„Duelo del monstruo“ hat mich richtig überrascht. Auf der
Erde tauchen immer wieder riesige Ungeheuer auf und manche Menschen haben
nichts anderes im Sinn als ihr Geld auf die Kämpfe zwischen 2 Monstern zu
verwetten. Eduardo ist einer davon. Sein
ganzes Leben besteht nur aus einer einzigen großen Wette und er kann überhaupt
nie genug davon bekommen. Wirklich fies und gut. Ich fand die Geschichte echt
klasse.
Auch sehr schön fand ich „Zu seinem eigenen Besten.“ Ein
Mann war mit dem Auto unterwegs. Irgendwann erwacht er und liegt in einem
Keller. Er wurde eingesperrt und hat absolut keine Ahnung warum und von wem. Aber
er erfährt es schneller als ihm lieb ist. Richtig schön böse und blutig und
ganz anders als gedacht.
„Gestohlener Fluch“ fand ich ein wenig schwächer. Aber trotzdem
hat die Geschichte Spaß gemacht. Katja bringt immer wieder gestohlene Gegenstände
zu ihrem Hehler, aber der hat nicht wirklich lange Freude an dem Schmuckstück,
das sie ihm an diesem Abend vorbei bringt. Kurz, knackig und blutig.
Die vorletzte Geschichte heißt „Black Cadillac“ und handelt
von Phil. Er ist begeisterter Sammler von Dingen, die früher bekannten
Serienmördern gehörten. Doch dann beginnt er plötzlich tote Menschen zu sehen.
Hat mir auch großen Spaß gemacht.
Den Abschluss macht die Story „Der letzte Luchador.“ Die Geschichte
hat mich richtig traurig gemacht. Der Wrestler und Schauspieler Captain Inferno
hat durch einen dummen Fehler alles verloren. Seine Familie, sein Haus, seine
Arbeit und seine Freunde. Alle hassen ihn, doch dann kann er beweisen was
wirklich in ihm steckt. Ich fand diesen Menschen einfach nur traurig. Niemand
verzieh ihm, alle hackten immer nur auf ihm herum. Er war sehr einsam. Ich bin
froh, die Geschichte nicht abends vor dem Einschlafen gelesen zu haben, denn
sie ging mir noch den ganzen Tag im Kopf herum.
Eins haben alle Geschichten gemeinsam. Sie sind in einem
lockeren und flüssigen Schreibstil gehalten und es macht wirklich Spaß sie zu
lesen. Sie Seiten flogen geradezu an mir vorbei. Und trotzdem bleiben mir alle
Geschichten im Gedächtnis. Darum vergebe ich 4 von 5 Byrons und werde die Augen
nach weiteren Büchern des Autors Thomas Williams offen halten.
© Beate Senft
Samstag, 23. November 2013
Lutz C. Frey - Blue
Ricky ist ein Außenseiter an seiner Schule. Das würde ihm eigentlich
nicht so viel ausmachen, wenn er sich nicht gerade in das beliebteste
Mädchen der Schule verliebt hätte. Deshalb kann er sein Glück kaum
fassen, als sie sich mit ihm treffen möchte. Doch an dem Treffpunkt
geschieht etwas Unglaubliches und danach ist Ricky nicht mehr der Selbe.
Auch Rickys Mutter ist verzweifelt. Sie hat sich bei der Mafia Geld geliehen um die Raten für ihr Haus zu bezahlen. Und jetzt kann sie das Geld nicht zurückzahlen. Außerdem gehen in der Kleinstadt Port plötzlich seltsame Dinge vor sich. Hier kann wohl nur noch Jake Sloburn helfen.
Das erste Wort das mir nach der Lektüre von „Blue“ einfällt ist WOW! Nachdem mir bei dem Vorgänger „Nest“ noch etwas zu viel Sex vorkam hat „Blue“ total bei mir eingeschlagen. Das Buch ist absolut nach meinem Geschmack und ich konnte es erst wieder aus der Hand legen, nachdem ich es beendet hatte. Lutz C. Frey hat hier noch eine gute Schippe draufgelegt und ich bin wirklich richtig geplättet.
Der Schreibstil ist genauso klasse wie bei dem Vorgänger. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet. Jake Sloburn bekommt einen Assistenten der es mir besonders angetan hat. Ein Mann von der Straße, der redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist und den man einfach gern haben muss. Sloburn selbst bleibt wieder sehr geheimnisvoll, aber das gehört einfach zu ihm. Der Plot ist super ausgearbeitet und lässt absolut keine Wünsche offen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Egal ob Liebhaber der härteren Gangart oder Freunde des stillen Gruselns, hier ist alles vertreten. Das Lesen hat einfach richtig Spaß gemacht und ich hoffe, dass es ganz schnell eine Fortsetzung um den mysteriösen Jake Sloburn geben wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn sein Assistent jetzt einen festen Platz in der Reihe bekommen würde, denn er lässt Jake menschlicher erscheinen und bringt einfach frischen Wind mit sich.
Es gibt beim eBook noch etwas ganz Besonderes: Manche Worte sind unterstrichen und wenn man sie antippt kommt man automatisch zum Glossar, wo dann die Worte oder Sätze erklärt werden. Danach einfach den Pfeil „Zurück“ antippen und schon ist man wieder auf der aktuellen Seite angelangt. Das hat mir richtig gut gefallen. Aber ich habe jetzt gelesen, dass das Taschenbuch eine besonders schöne Aufmachung hätte und mit viel Liebe gestaltet worden wäre. Darum überlege ich ernsthaft mir auch noch die Printausgabe zu kaufen. Ich kann gar nicht anders als für dieses Buch 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung zu geben. Und an den Autor die Aufforderung sich doch bitte mit dem Schreiben zu beeilen, damit die Fans von Jake Sloburn bald wieder in den Genuss einer neuen Geschichte kommen.
Ganz großes Kino. Weiter so!
© Beate Senft
Auch Rickys Mutter ist verzweifelt. Sie hat sich bei der Mafia Geld geliehen um die Raten für ihr Haus zu bezahlen. Und jetzt kann sie das Geld nicht zurückzahlen. Außerdem gehen in der Kleinstadt Port plötzlich seltsame Dinge vor sich. Hier kann wohl nur noch Jake Sloburn helfen.
Das erste Wort das mir nach der Lektüre von „Blue“ einfällt ist WOW! Nachdem mir bei dem Vorgänger „Nest“ noch etwas zu viel Sex vorkam hat „Blue“ total bei mir eingeschlagen. Das Buch ist absolut nach meinem Geschmack und ich konnte es erst wieder aus der Hand legen, nachdem ich es beendet hatte. Lutz C. Frey hat hier noch eine gute Schippe draufgelegt und ich bin wirklich richtig geplättet.
Der Schreibstil ist genauso klasse wie bei dem Vorgänger. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet. Jake Sloburn bekommt einen Assistenten der es mir besonders angetan hat. Ein Mann von der Straße, der redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist und den man einfach gern haben muss. Sloburn selbst bleibt wieder sehr geheimnisvoll, aber das gehört einfach zu ihm. Der Plot ist super ausgearbeitet und lässt absolut keine Wünsche offen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Egal ob Liebhaber der härteren Gangart oder Freunde des stillen Gruselns, hier ist alles vertreten. Das Lesen hat einfach richtig Spaß gemacht und ich hoffe, dass es ganz schnell eine Fortsetzung um den mysteriösen Jake Sloburn geben wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn sein Assistent jetzt einen festen Platz in der Reihe bekommen würde, denn er lässt Jake menschlicher erscheinen und bringt einfach frischen Wind mit sich.
Es gibt beim eBook noch etwas ganz Besonderes: Manche Worte sind unterstrichen und wenn man sie antippt kommt man automatisch zum Glossar, wo dann die Worte oder Sätze erklärt werden. Danach einfach den Pfeil „Zurück“ antippen und schon ist man wieder auf der aktuellen Seite angelangt. Das hat mir richtig gut gefallen. Aber ich habe jetzt gelesen, dass das Taschenbuch eine besonders schöne Aufmachung hätte und mit viel Liebe gestaltet worden wäre. Darum überlege ich ernsthaft mir auch noch die Printausgabe zu kaufen. Ich kann gar nicht anders als für dieses Buch 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung zu geben. Und an den Autor die Aufforderung sich doch bitte mit dem Schreiben zu beeilen, damit die Fans von Jake Sloburn bald wieder in den Genuss einer neuen Geschichte kommen.
Ganz großes Kino. Weiter so!
© Beate Senft
Montag, 18. November 2013
Patrizia Prudenzi - Verdammt zur Ewigkeit Ich komme wieder Teil 2
Olaf fällt es sehr schwer zu glauben, dass er seinen Vater
nie mehr wieder sehen soll. Mit seinem Freund Jürgen zusammen fährt er
schließlich nach Polen um den Leichnam seines Vaters abzuholen. Doch dort ist
scheinbar einiges schief gelaufen. Wütend und entsetzt machen sich die Beiden
wieder auf die Heimfahrt, aber vorher fahren sie noch an den Campingplätzen
vorbei, auf denen Olafs Vater geschlafen hatte und letztendlich auch
verschwunden war. Aber leider erfahren sie auch dort nichts neues. Olaf versucht
mit der Hilfe seiner beiden Freunde herauszufinden, was da eigentlich vor sich
geht. Doch je tiefer er wühlt, desto unverständlicher wird alles. Und dann wird
er auch noch selbst angegriffen und es gibt eine weitere Leiche.
Der 2. Teil schließt sich nahtlos an den ersten an. Ohne
Pause geht es weiter. Ich empfand den 2. Teil nicht mehr als so gruselig, aber
er war sehr spannend und interessant. Ich konnte es kaum fassen, als ich auch
hier schon wieder am Ende angelangt war. Und das gerade in einem Moment, wo ich
dachte es wird etwas aufgelöst. Nur dieses Mal kann ich mir nicht einfach den
nächsten Teil herunterladen. Dieses Mal muss ich warten bis er erscheint. Das
wird sehr, sehr hart werden.
Von diesem Teil war ich genauso gefesselt. Die Spannung wird
sogar noch aufgebaut, auch wenn die gruseligen Szenen weniger wurden. Jürgen
und Michael stehen Olaf weiterhin zur Seite und es gibt noch eine neue
Verbündete. Der Schreibstil ist wie auch im ersten Teil sehr bildhaft,
langweilige Stellen sucht man hier vergebens. Ganz im Gegenteil. Ich kann es
kaum noch erwarten, bis endlich etwas Licht ins Dunkel kommt. Hier gibt es so
viele Geheimnisse. Wir lernen hier auch einen Teil der Familie von Klorken kennen.
Das ist die Familie des Mannes, der im Kreuzzug verflucht wurde. Auch hier gibt
es Geheimnisse und Probleme innerhalb der Familie.
Leider gab es auch in diesem Teil wieder einige Fehler, aber
ich hoffe, dass die bei einer Neuauflage beseitigt werden. Ansonsten gibt es
wirklich gar nix zu meckern und darum vergebe ich auch für diesen Teil volle 5
von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung und hoffe, ich muss nicht mehr
so lange warten, bis Teil 3 erscheint. Vielen Dank Patrizia, dass ich die
Bücher lesen durfte. Mir wäre sonst wohl eine tolle Story durch die Lappen
gegangen.
© Beate Senft
Abonnieren
Posts (Atom)











