Montag, 29. Juni 2015

Neue Fotos von meinem Lieblingen






































































Mia Morgowski - Die Nächste bitte [Marina]




Verlag: ro ro ro
Autor: Mia Morgowski
Titel: Die Nächste bitte
Seiten:  368 Seiten
ISBN: 
978-3499256370 

ASIN:  B0058D54KK 
Sprache: Deutsch 
Medium: Taschenbuch
Genre: Liebesroman









Über die Autorin:
Mia Morgowski ist gebürtige Hamburgerin. Viele Jahre hat sie als Grafik-Designerin in verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet, bevor 2008 ihr Debütroman erschien: «Kein Sex ist auch keine Lösung», war ein Bestseller und wurde erfolgreich fürs Kino verfilmt. Es folgten zahlreiche weitere Romane, die sich alle ihrem größten Hobby widmen: dem modernen Mann und seinen Macken. Denn Mia kennt sich aus mit Männern. Einen hat sie sogar geheiratet.


Zum Inhalt:
Paul Rosen will Karriere machen: als Anti-Aging-Doc. Da stimmt das Geld, und die Frauen ziehen sich freiwillig aus. Nur Nella nicht. Die findet ihren neuen Hausarzt zwar ungeheuer attraktiv, aber auch ganz schön unverschämt. Und vor allem total unfähig. Denn das von ihm empfohlene Mittel gegen ihre Flugangst entpuppt sich zwei Tage später als wirkungslos. Der Trip nach Genf ist die Hölle. Und der einzige Arzt an Bord – Dr. Paul Rosen! Doch der Halbgott in Weiß hat ganz andere Sorgen: Sein zukünftiger Chef denkt, er sei verheiratet. Nur wo kriegt Paul so schnell eine Ehefrau her?


Hauptprotagonisten:
Nella: hat unheimliche Flugangst - sucht deshalb ihren Hausarzt auf und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Dr. Paul Rosen: übernimmt von seinem Vater die allgemeinmed. Praxis obwohl er sich zu Höherem geboren fühlt. Alle Frauenherzen liegen ihm zu Füßen.


Meine Meinung:
Das Buch ist, wenn man nicht mehr als etwas lustige Unterhaltung erwartet, durchaus in Ordnung.
Der Plot ist witzig und unterhaltsam ausgearbeitet, die Protagonisten sind sympathisch und etwas chaotisch. Es braucht in der Geschichte eine Weile bis eines zum anderen findet aber wenn man den Einstieg geschafft hat, wird man auf jeden Fall kurzzeitig gut unterhalten.
Die Hauptprotagonistin Nella war mir anfangs sehr sympathisch, begann aber nach einer Weile fast nervig zu sein.


Das Buch ist in zwei Sichtweisen unterteilt. So wird der Part von Dr. Paul Rosen in Romanform eines Ich-Erzählers geschrieben und der Teil von Nella in Form eines Tagebuchs. Leider scheinen sich hier ab und an Fehler bei der Zeitangabe eingeschlichen zu haben. Optisch ist der Teil von Dr. Rosen ganz in Romanform gehalten, während sich der Teil von Nella auch optisch durch Schnörkel und Ringeinband - ganz im Tagebuchstil abhebt.



Durch die abwechselnde Schreibweise wird der Lesefluss allerdings in keinster Weise gestört oder unterbrochen. Im Gegenteil, es ist eine erfrischende Weise, ein Buch mal so zu schreiben und der Autorin gelingt der Spagat zwischen diesen beiden Stilen.
Das Buch hat leider auch eine Schwachstelle, und das ist absolut der Schluss. Lange Zeit plätschert es vor sich hin, und dann wenn man erwartet, noch gewisse Dinge zu erfahren und noch etwas mehr in dieser Geschichte zu bleiben, legt es plötzlich an Tempo zu und schwupps ist es auch schon zu Ende.
Schade, denn es hätte der Story auf jeden Fall noch etwas Potenzial verliehen.


Mein Fazit:
Etwas Unterhaltung für Zwischendurch ohne große Ansprüche ... ein Buch das man ewig lang weglegen kann und dann doch sofort wieder hinein findet.
Ich vergebe 3 von 5 Byrons dafür.



© Marina                              

Hannah Kaiser - Der Kuss von Vergissmeinnicht [Marina]




Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Autor: Hannah Kaiser
Titel: Der Kuss von Vergissmeinnicht
Seiten:  298 Seiten
ISBN:  978-1497401587
ASIN:  B00J5V369W
Sprache: Deutsch 
Medium: Taschenbuch
Genre: Liebesroman









Zum Inhalt:
Junes Leben besteht vor allem aus einem – nämlich aus Arbeit. Doch eines Tages fällt ihr das Schicksal geradezu vor die Füße. Und zwar in Form eines Mannes, der vom Mountainbike gestürzt ist und sich nun an nichts mehr erinnern kann.
Allerdings verschwindet er nach ein paar Tagen genauso abrupt wieder aus ihrem Leben, wie er darin aufgekreuzt ist. Und das, obwohl June gerade dabei war, sich in ihn zu verlieben …

Vorstellung der Hauptprotagonisten:
JUNE, weiblich, Single, arbeitet in einem Anwaltsbüro. Vom Typ her recht bodenständig. Sie kommt finanziell gut über die Runden, große Reichtümer besaß sie allerdings noch nie. Im Gegenteil, mit dem bisschen, das sie verdient, hilft sie sogar noch ihren Eltern über die Runden. Sie lebt in einer verarmten Gegend im Haus ihrer Großeltern

THOMAS, gefallener Engel ohne Gedächtnis. Eigentlich sehr sehr wohlhabender Firmenchef mit großartigem Ruf, böser Exfrau und schrecklicher, versnobter Mutter. Er ist reicher als reich, bildet sich darauf jedoch nichts ein. Er ist auf dem Bosen geblieben und verkörpert im Roman wohl den perfekten Schwiegersohn. Er sieht zudem noch hinreißend aus, und weiß wie man Frauen erobert.  :-)

Cover:  Sehr verspielt, wirkt romantisch, passt aber nun nicht wirklich zu dem, was der Leser in der Geschichte präsentiert bekommt. Die Farben sind harmonisch und es ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert!

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ging recht schnell und man hatte das Gefühl sofort vertraut mit June zu sein. 
Schreibstil der Story war immer recht flüssig ohne unnötige Textpassagen oder Seitenfüller. Die Geschichte plätschert schön vor sich hin, ohne langweilig zu sein. 
Der Plot an sich war jetzt nichts tiefsinniges, aber das erwartet man bei dieser Art von Liebesroman ja auch nicht. 
Jedoch muss ich gestehen, dass mir die anderen Bücher etwas besser gefallen haben. In dieser Geschichte hat irgendwie der große Knaller gefehlt. Man wird gut unterhalten, allerdings hat man das Buch wohl auch schnell wieder vergessen, wenn man es mal zu Ende gelesen hat.

Ich habe natürlich trotzdem mit June mitgefiebert, mich mit ihr gefreut und auch mit ihr gelitten. Sogar die eine oder andere Träne kam mir dann doch noch. Die Autorin schafft es auch hier ihre Leser/innen mit auf eine emotionale Berg- und Talfahrt zu nehmen. Und das ist ihr auch in diesem Buch wieder gut gelungen!

Mein Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte zum Mitleiden und dahin schmachten, mit einem romantischen, wenn auch vorhersehbaren, Happy End. 
Aber was erwartet man auch anderes?
Ich mag die Bücher der Autorin, auch wenn dieses nicht ihr Bestes war. Ich vergebe 4 von 5 Byrons für eine romantische Balkon-Lektüre!

© Marina                             

Linda Castillo - Blutige Stille [Marina]





Verlag: Fischer
Autor: Linda Castillo
Titel: Blutige Stille
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3596184514
ASIN: B0052XWNKU
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: Pray for silence







Zum Inhalt:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?

Hauptprotagonisten:

KATE BURKHOLDER - früher selbst Angehörige der amischen Gemeinde, heute Polizeichefin des kleines Ortes Painters Mill

John Tomasetti: Er wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Er ist anfangs sehr zurückgezogen und schwer einzuschätzen. Kate und er haben einen besonderen Draht zueinander.

Cover: Das Cover passt recht gut in die Handlung, es wirkt alles sehr ruhig, einzig und allein ein Pferdefuhrwerk ist zu sehen. Dies ist das hauptsächliche Fortbewegungsmittel der Amischen. 

Wer Blutige Stille liest, sollte vorher "Die Zahl der Toten" gelesen haben. Die Bücher haben nicht unmittelbar mit einander zu tun, es hilft aber die Rückblenden und Querverweise besser zu verstehen.

Was das Buch so interessant macht, ist dabei das Milieu in dem die Geschichte spielt. Kate Burkholder ist Polizei Chefin in einer Gemeinde, in der viele amische Zuhause sind. Sie hat es nicht nur mit einem brutalen Mord an einer siebenköpfigen Familie zu tun, sondern auch mit dem Kampf der Kulturen... der Amischen gegen die Englischen mit all ihren vorbehalten und Missverständnissen.
Schon die Idee der Story, dass in einem amischen Dorf gemordet wird und man so diese Religion näher kennenlernt, ist absolut faszinierend. Bis kurz vor Schluss ist sich der Leser nicht sicher, wer der wahre Mörder ist und es erwarten einen immer wieder Überraschungen im Handlungsverlauf, die für Spannung und einen sehr guten Lesefluss sorgen. Diesmal hält sich die Spannung bis kurz vor Ende auf konstant hohem Niveau, indem sie immer wieder neue Verdächtige ins Geschehen wirft und man nicht "so wirklich" den Täter erahnen kann. Die einzelnen Charaktere erscheinen recht sympathisch, bleiben aber doch nur vage umzeichnet, sodass man höchstens von Kate Burkholder und John Tomasetti, ein zweiter Ermittler mit eigenen Problemen, mehr erfährt. Das ist einerseits schade, tut der gesamten Geschichte allerdings keinen Abbruch. 

Der Plot ist spannend und nachvollziehbar. Ich war wie auch beim ersten Teil unheimlich gefesselt von der Geschichte.
Sehr gut gefällt mir, dass die Fälle der amischen Gemeinde auch immer wieder etwas neues aus Kates Vergangenheit preisgeben und man so auch immer mehr über sie erfahren kann!

Mein Fazit:
Die Geschichte ist sehr gut erzählt und konnte mich extrem fesseln, deshalb gibt es 5 Byrons!
Ich habe jede Seite des Buches genossen und freue mich bereits jetzt auf mehr von Kate und den Geschichten der Amisch!
© Marina                              







Linda Castillo - Die Zahlen der Toten [Marina]





Verlag: Fischer
Autor: Linda Castillo
Titel: Die Zahlen der Toten
Seiten:  432 Seiten
ISBN: 978-3596184408

ASIN: B006IZM84C
Sprache: Deutsch   
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: Sworn to Silence







Zum Inhalt:Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück? 
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.


Hauptprotagonistin:
Kate Birkholder - Polizistin in der kleinen Gemeinde Painters Mill, in den aktuellen Fall wohl nicht nur dienstlich verwickelt ;-)

Cover: Passend zum Titel. Man kann erahnen was man zu lesen bekommt, ist aber alles in allem trotzdem überrascht!

Meine Meinung:Ein gnadenloses Debüt mit schockierenden Morden, bizarren Szenen und psychologischen Verwicklungen ist der Schriftstellerin Linda Castillo mit ihrem Roman "Die Zahlen der Toten" gelungen.

In der Kleinstdt Painter`s Mill wird in einer kalten Winternacht auf einer Wiese eine grausam zugerichtete Frauenleiche gefunden. Die Art der Verletzungen, der Frau wurde die Kehle durchgeschnitten,erinnert die Polizeichefin Kate Burkholder an einen Serienmörder, der vor 16 Jahren sein Unwesen in der Gegend trieb und die Leute in Angst und Schrecken versetzte.Ist der "Schlächter" etwa zurückgekehrt?
Kate dachte dieser Mann sei längst tot und sieht sich bei der Auflösung des Falles mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Als dann in Abständen weitere Frauenleichen gefunden werden, gerät Kate immer mehr unter Druck. 

Superspannend von Anfang an startet das Debüt der Schriftstellerin Linda Castillo.Es wird eine atmosphärische Stimmung heraufbeschworen, die durch die winterliche Landschaft, in der die Morde geschehen, unterstrichen wird.Die Person der ermittelnden Kommissarin und ihre Vergangenheit werden interessant beschrieben. Die ständig vorhandende Angst der Protagonisten kommt gut rüber. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend und man erfährt viel über die Amischen, die in dieser Gegend leben. 

Ich wünsche allen Lesern gute Nerven und einen guten Magen, denn das werden sie bei diesem genialen Thriller sicherlich brauchen.

Mein Fazit:
Ich bin süchtig geworden und freue mich auf die nächsten Teile dieser Reihe :-)
Ich vergebe 5 von 5 Byrons!!!

© Marina                                
 

Dienstag, 23. Juni 2015

♥ Happy Birthday liebe Bea ♥




Happy Birthday, liebe Bea. ♥

Im November bist du bei uns eingezogen und ich hatte Angst, dass dich die Gruppe nicht akzeptiert, weil du einfach anders bist. Aber warum habe ich mir eigentlich Gedanken gemacht? Nach einer Woche war es so, als wärst du schon immer da und in Miley hast du deinen besten Freund gefunden. Wenn du nicht gerade auf meinem Schoß liegst, kuschelst du mit unserem Babybären, wirst von Cookie geputzt, oder du tobst mit Alice durchs Haus. Sogar mit Merlin kuschelst du mittlerweile gerne.
Ich weiß noch genau wie es war, als wir dich das erste Mal sahen. Marina​ hatte dich gerade mit nach Hause gebracht und du hast noch in der Transportbox gesessen. Jürgen und ich haben dich gesehen und es war um uns geschehen. Ich fragte Marina, ob wir dich haben könnten und sie lachte und meinte, ob sie dich erst mal noch ein wenig bei sich haben dürfte. Natürlich durfte sie das, wir wollten nur nicht, dass du uns von jemanden weg geschnappt wirst. Du warst so ein schüchternes Mäuschen und wir freuten uns immer darauf, dich mal wieder zu sehen. Marina versorgte uns regelmäßig mit neuen Fotos und Geschichten von dir. Und dann nach 2 Jahren war es plötzlich soweit. Marina erzählte uns, dass du für die Zucht zu klein und zart bist und sie kein Risiko eingehen möchte. Ob wir dich noch zu uns nehmen wollten? Natürlich wollten wir. Wir konnten es kaum noch erwarten. Schon auf dem Heimweg fingst du an mit mir zu kuscheln, du kleine Schmusemaus. Und von zierlich kann jetzt auch keine Rede mehr sein, mein kleines Pummelchen. Wir sind so unendlich glücklich mit dir und wenn wir in deine wunderschöne Augen schauen, verzauberst du uns noch wie am ersten Tag. Happy Birthday, süße Bea. Bleib immer wie du bist, denn du bist etwas ganz besonderes. Wir lieben dich alle so sehr

Montag, 22. Juni 2015

Sönke Hansen - Unmensch





Verlag: Amrûn
Autor: Sönke Hansen
Titel: Unmensch
Seiten:  198 Seiten
ISBN:
978-3944729572 
ASIN:  B00P1G4MXY
Sprache: Deutsch   
Medium: Brochierte Ausgabe
Genre: Thriller









Der berühmte Journalist Mark Dorn, dem keine Reportage zu gefährlich ist, hat die einmalige Gelegenheit einen Serienmörder zu begleiten und zu filmen. Das könnte seine nächste große Reportage werden. Doch ziemlich schnell läuft die ganze Sache aus dem Ruder und Mark weiß nicht mehr, ob er den Killer lieber stoppen oder ihm helfen soll.....
 

Vor einiger Zeit durfte ich die Rohfassung dieses Buches lesen, aber der Autor wollte noch so einiges ändern und ich war sehr gespannt, was am Ende aus der Geschichte werden würde. Und nachdem ich jetzt zwei wirklich seichte und langweilige Bücher gelesen hatte, brauchte ich unbedingt etwas Aktion und die bekam ich hier zu Genüge.
 

Mark Dorn ist ein Reporter ohne Angst. Er schleuste sich schon in eine Gruppe von Leuten ein, die Snuff-Videos drehten und sogar bei einer Satanssekte mischte er mit um eine gute Story zu bekommen. Seine Frau verließ ihn mit der gemeinsamen Tochter, weil ihm seine Reportagen immer wichtiger waren und alles was ihm bleibt sind sein bester Freund Kim und sein großer roter Kater. Mark versinkt im Alkohol. Gerade als er darüber nachdenkt, ob sein Leben noch einen Sinn macht, kommt er einem Serienkiller auf die Spur und der macht ihm das seltsame Angebot, ihn doch auf seinen Touren zu begleiten.
 

Was für eine verrückte Idee. Ich war sofort Feuer und Flamme. Am Anfang des Buches gibt es zwar eine Szene, die ich nur überfliegen konnte, weil es um ein Tier geht, aber die ist einfach wichtig für diese Geschichte. Später kommen noch andere Szene, die man an Brutalität kaum übertreffen kann. Aber nicht das Gemetzel fand ich wirklich schlimm, sondern der Grund dazu hob mir den Magen. Mehr kann ich leider nicht darüber schreiben, denn ich will nicht zu viel verraten. Nur, dass es wirklich so schlimme Dinge gibt und dass ich diesen Typen gerne einen Killer auf den Hals hetzen würde.
 

"Unmensch" war das einzige Buch von Sönke Hansen, das ich nach der Fertigstellung noch nicht gelesen hatte und ich wusste, dass das jetzt genau das Richtige für mich ist. Ich lechzte nach Blut und Spannung, und das bekam ich beides in rauen Mengen. Dazu kommt noch der tolle und bildhafte Schreibstil des Autors, der das Kopfkino in Gang setzte. Ganz schnörkellos und ohne viele Umschweife kommt er zur Sache und das war mir nach dem Rumgeschnulze in den Mainstreamthrillern, die ich in letzter Zeit las, auch wirklich wichtig. Es ging knallhart zur Sache und auf Liebesgedöns wurde komplett verzichtet. Aber dennoch wird hier nicht nur abgeschlachtet, sondern es gibt auch eine absolut stimmige Handlung.
 

Ich vergebe für dieses Buch, das mich total überzeugen konnte, 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und bin wirklich traurig, dass ich jetzt wieder lange warten muss, bis es etwas Neues von Sönke Hansen gibt. Bis jetzt war jedes seiner Bücher ein absoluter Volltreffer für mich. Sensiblen Leuten mit schwachem Magen rate ich eher ab, denn hier wird nichts umschrieben sondern knallhart auf den Punkt gebracht. Da sollte man schon etwas härter im Nehmen sein. Allen anderen wünsche ich ganz viel Spaß bei der Lektüre.
 

© Beate Senft













Paula Hawkins - Girl on the train




Verlag: blanvalet
Autor: Paula Hawkins
Titel: Girl on the train
Seiten:  448 Seiten
ISBN:
978-3764505226
ASIN:  B00TOFDJTG

Sprache: Deutsch   
Medium: Brochierte Ausgabe
Genre: Roman









Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht. Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse... (Text Amazon)

Die ganze Zeit ging ich davon aus, dass es sich bei dem Buch um einen Thriller handelt und war richtig enttäuscht, dass mich diese Mainstream-Thriller nicht packen können. Doch jetzt sah ich zu meinem Erstaunen, dass auf dem Buchdeckel Roman steht. Darum muss ich jetzt meine Meinung noch einmal überdenken. 

Die Erwartungen an einen Roman sind ganz andere als die an einen Thriller. Bei einem Thriller wäre ich enttäuscht gewesen, ob der fehlenden Spannung und der fehlenden Wendungen. Aber kann ich das auch so auf einen Roman anwenden? Eigentlich nicht. Trotzdem kann ich mich den vielen guten Rezensionen nicht anschließen, denn auch ein Roman muss es verstehen mich zu fesseln. Das gelang dem Buch "Girl on the train" aber nur in geringem Maße. 

Der Charakter der Rachel wurde gut ausgearbeitet, auch wenn ich ihre Gedanken und Handlungen oft nicht nachvollziehen konnte. Aber ich bin ja auch keine Alkoholikerin und weiß nicht, wie man handelt, wenn man die ganze Zeit betrunken ist.  Die anderen Charaktere blieben eher flach, aber ich denke, das ist auch für diese Geschichte vollkommen ausreichend. 

Der Schreibstil ist schnörkellos und flüssig, aber mir fehlte es mal wieder an Spannung. Ich fand die Geschichte sehr vorhersehbar und hätte nach 100 Seiten schon sagen können wie es enden wird. Das macht es für mich jetzt sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Andererseits hat es mir 2 Tage lang die Zeit vertrieben, was ja auch die Aufgabe eines Buches ist. 

Ich tue mir wirklich sehr schwer, denke aber, dass 3 von 5 Byrons gerecht sind. Vielleicht liegt es ja an den falschen Voraussetzungen, mit denen ich an das Buch heran ging, oder ich bin im Moment übersättigt von Mainstream-Romanen. Vielleicht war es auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt, aber das ändert eben nichts daran, dass mich diese Geschichte nicht wirklich begeisterte. Darum sollte jeder, der Interesse an diesem Buch hat, selbst herausfinden wie das Buch auf ihn wirkt. Ich kann da leider nicht weiter helfen und werde jetzt wohl mal das Genre wechseln müssen, um mal wieder so richtig mit Begeisterung ein Buch lesen zu können. 

© Beate Senft               

Donnerstag, 18. Juni 2015

Luana Lewis - Lügenmädchen





Verlag: Goldmann  
Autor: Luana Lewis
Titel: Lügenmädchen
Seiten: 316 Seiten
ISBN: 978-3442313846

ASIN:  B00QZEKYEW  
Sprache: Deutsch   
Medium: Brochierte Ausgabe
Genre: Psychothriller









Nach einem traumatischen Erlebnis zieht sich die junge Stelle komplett zurück. Sie verlässt das luxuriöse Haus überhaupt nicht mehr, denn sie bekommt sofort Panikattacken und kann den Tag nur mit verschiedenen und viel zu vielen Medikamenten überstehen. Gut, dass ihr Mann Max sie so umsorgt und als Leiter einer Klinik immer neue Tabletten mitbringen kann. Eines Abends, Stella ist alleine zu Hause weil der Schnee so hoch liegt, klingelte es an der Tür. Stella versucht das Geräusch zu ignorieren, aber die Person vor der Tür scheint sehr hartnäckig zu sein und gibt einfach nicht auf. Also bleibt der verängstigten Frau nichts anderes übrig, als vorsichtig die Tür zu öffnen. Dort steht ein total durchgefrorenes junges Mädchen und bittet um Einlass. Da von dem Mädchen keine Gefahr auszugehen scheint, bittet Stella sie schließlich herein. Doch das war ein großer Fehler.......

Der Klappentext hörte sich sooo super an und ich freute mich sehr auf dieses Buch. Endlich mal wieder so was richtig spannendes. Ich fing an zu lesen und war auch sofort in der Geschichte drin. Aber ganz ehrlich? Bedrohlich fand ich das Mädchen Blue eigentlich keine Sekunde lang. Vielleicht wirkte sie auf Stella mit ihren Ängsten so, aber auf den Leser sprang das nicht über. Auch konnte ich Stella nicht wirklich ihre Ängste abnehmen und auch Blue wirkte irgendwie zu statisch auf mich.

Es kommen einige unschöne Sachen zur Sprache, die mich aber eher ärgerten statt mir eine Gänsehaut zu bescheren. Vielleicht bin ich aber auch nur schon zu abgehärtet. Zwischendurch erfährt man immer wieder in Rückblenden was aus Stella diese kaputte Frau gemacht hat und auch  von Blues Leben erfährt man einiges. Das war schon interessant.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Bildhaft, flüssig zu lesen und ohne große Schnörkel erzählt die Autorin  diese Geschichte. Aber mir fehlte einfach die Spannung und die Bedrohung die von einem Psychothriller ausgehen sollten. Ich werde mir mal andere Rezensionen durchlesen um zu sehen, wie andere Leser das empfanden. 

Ich vergebe 3 von 5 Byrons, weil mich die Geschichte nicht wirklich fesseln konnte und ich von einem Psychothriller einfach mehr erwarte. Und wenn auf dem Buchrücken damit geworben wird, dass man das Buch nicht alleine zuhause lesen soll, weil es wahnsinnig spannend und unheimlich ist, dann erwarte ich das halt auch einfach. Trotz guter Geschichte, kann ich da nicht mehr Punkte vergeben. 

© Beate Senft                         


Dienstag, 16. Juni 2015

Der kleine Secret und noch ein Drachenschal




Ein neuer Drachenschal für die liebe Melisa.
Gehäkelt wurde er mit dem Garn in der Farbe "Im Rausch der Sinne" von Lady Dees Traumgarnen. Ich habe 200g von dem 3-fädigen Garn verbraucht. Die LL beträgt 1000m. Ich habe NS 3,5 verwendet.
http://www.traumgarne.de/products/im-rausch-der-sinne-200-g-49-/

Die Anleitung ist aus dem Buch "Drachenschals effektvoll gehäkelt" von Veronika Hug und er heißt stiller Ozean.
http://www.amazon.de/Drachenschals-effektvoll-geh%C3%A4kelt-Veronika-Hug/dp/3841063616/ref=sr_1_1_twi_1_per?s=books&ie=UTF8&qid=1430243630&sr=1-1&keywords=drachenschals+effektvoll+geh%C3%A4kelt


Die Größe beträgt 1,60m x 0,48m.


                                         ✿☠☠☠✿☠☠☠✿☠☠☠✿

Den kleinen Secret habe ich für meine süße Michelle gehäkelt. Die Anleitung ist von Babsie's Hook und ihr findet sie hier:
http://de.dawanda.com/product/82743139-haekelanleitung-die-secrets-kleine-geheimniskraemer

Gehäkelt habe ich den kleinen Kerl mit NS 2,5 und dem Baumwollgarn von Catania.










Wie immer, habe ich schon wieder ganz viele angefangene Sachen hier liegen und kann mich kaum entscheiden, wo ich weiter machen soll. Ich häkle noch einen stillen Ozean für eine Freundin (ich habe immer noch keinen für mich ;-) ), habe noch einen anderen Drachenschal angefangen, zwei Dreiecktücher, ein Tangamädel, das ich mit meinen verrückten Mädels häkle und einen Teddy. Ich bin so froh, das Häkeln für mich entdeckt zu haben. Es macht mir so viel Spaß und ist eine tolle Abwechslung zum Lesen.







Montag, 15. Juni 2015

Stefanie Kasper - Das Haus der dunklen Träume




Verlag: Goldmann
Autor: Stefanie Kasper
Titel: Das Haus der dunklen Träume

Seiten: 416 Seiten
ISBN:
978-3442474028
ASIN:
B00I9Y9NV6

Sprache: Deutsch 
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman









Ein altes Pfarrhaus, böse Träume und eine schreckliche Wahrheit

Nach sieben Jahren in der Großstadt zieht die junge Annika Burgdorfer wieder in ihr altes Heimatdorf in Oberbayern, wo sie einen alten Pfarrhof kauft und eigenhändig restauriert. Als sie eines Nachts seltsame Geräusche hört, glaubt sie zunächst, die alten Dielen des Hauses würden ächzen. Doch die Geräusche werden zunehmend bedrohlicher. Außerdem verfolgen Annika immer häufiger seltsame Träume, in denen ihr eine Magd namens Maria erscheint, die Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Hof lebte. Zusammen mit dem Weltenbummler Victor Rautenstein kommt Annika einem grausamen Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur … (Amazon)


Vor kurzer Zeit hatte ich von Stefanie Kasper das Buch "Das verlorene Dorf" gelesen und war sooo begeistert. Ich konnte und wollte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und als ich dann sah, dass "Das Haus der dunklen Träume" auch von der Autorin ist, musste ich es unbedingt lesen. 

Hier ein herzliches Danke schön an das randomhouse Bloggerportal, die mir das Buch zur Verfügung stellten. 

Leider kommt die Autorin mit diesem Buch nicht im entferntesten an "Das verlorene Dorf" heran. Während mich dort alles fesselte, von den Charakteren, über den Schreibstil und die Handlung, war ich bei diesem Buch einfach nur froh, als ich es beendet hatte. Ich kann noch nicht mal genau sagen, an was es eigentlich lag, außer dass ich die Rückblenden im altbayrischen Dialekt als sehr anstrengend und ermüdend empfand. Da hätte man sich vielleicht auf wenige Sätze beschränken und nicht alle Rückblenden komplett im Dialekt schreiben sollen.

Ich denke mal so verschieden kann ja der Schreibstil nicht gewesen sein, aber bei mir wollte sich einfach keine Spannung einstellen. Auch die Charaktere des Buches blieben in meinen Augen ziemlich blass. Die Handlung konnte mich nur stellenweise fesseln. Natürlich kann es sein, dass es einfach der falsche Zeitpunkt für das Buch war. Das habe ich schon öfter erlebt, dass mir ein Buch bei einem erneuten Lesen nach einiger Zeit richtig gut gefiel. Das weiß ich jetzt aber natürlich noch nicht. 

Ich hatte mir ja schon etwas Gänsehaut erwartet, denn ich finde, das verspricht uns der Klappentext. Aber bekommen habe ich eine Liebesgeschichte. Und wer mich kennt weiß, dass ich die nicht besonders bis gar nicht leiden kann.  Darum kann ich für mich auch nur 3 von 5 Byrons vergeben und jedem den der Klappentext interessiert raten, es doch einfach selbst einmal zu versuchen. Ich werde mir einfach das nächste Buch schnappen und hoffentlich wieder einen Volltreffer landen. 

© Beate Senft                 


Moe Teratos - Die Anstalt der Toten




Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
Autor: Moe Teratos
Titel: Die Anstalt der Toten

Seiten: 328 Seiten
ISBN:
978-1508599777
ASIN: B00URTEQ2C

Sprache: Deutsch 
Medium: eBook
Genre: Geister-Horror









Yannick Gerlach ist ein junger Mann mit vielen Problemen. Obwohl seine Eltern wohlhabend sind und es ihm an nichts fehlt, plagen ihn Seltbstmordgedanken, schwere Depressionen und Angstzustände. Als er dann auch noch denkt, sein jüngerer Bruder sei durch seine Schuld ums Leben gekommen, lässt ihn sein Vater in die Seelenheilklinik einweisen. Dort soll Yannick vor sich selbst geschützt werden und mit Hilfe von Therapien wieder auf die Beine kommen. Doch statt Hilfe zu bekommen, wird er von Geistern geplagt und als er ein Tagebuch findet, weiß er, dass er nicht der Einzige ist, auf den es die Geister abgesehen haben. 

Mir war mal wieder nach so richtig schönem Horror und wessen Bücher  könnten da besser geeignet sein, als die von Moe Teratos. Bisher hatte sie mich noch nie enttäuscht und auch mit "Die Anstalt der Toten" konnte sie mich wieder so richtig begeistern. 

Der Leser lernt zuerst Yannick und seine beiden Freunde kennen, die wie er unter Depressionen leiden. Die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. Es ist darum auch kein Wunder, dass die Beiden Yannick in der Klinik besuchen, nachdem seine eigenen Eltern nicht einmal aufgetaucht sind, und ihn auch jetzt nicht im Stich lassen. Doch besonders gut ist das nicht für die Freunde. 

Yannick beginnt einen dunklen Schatten zu sehen, Therapien bekam er nicht ein einziges Mal und ständig wird er mit Medikamenten ruhig gestellt. Es werden immer mehr Geisterwesen, die sich ihm zu erkennen geben und die Gefahr in der Yannick steckt wird mit jedem Tag größer. Er weiß nicht mehr wem er noch trauen kann und befürchtet den Verstand zu verlieren, was er laut der Anstaltsleiterin und den Pflegern ja sowieso schon lange hat. 

Moe hat eine Art zu schreiben die einfach unglaublich ist. Als Leser wird man sofort in die Geschichte gezogen und muss hautnah miterleben, was mit dem armen Yannick passiert. Alles ist so plastisch und wirkt so echt, dass ich nicht in der Lage war, das Buch aus der Hand zu legen. 

Aber auch für die Freunde der härteren Gangart gibt es ein paar sehr "nette" Stellen in der Geschichte. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Sehr gut gelungen fand ich übrigens das Ende der Geschichte. Kein großer Schmalz sondern ein Ende das jedem Horrorfreund Spaß macht. 

Ich kann gar nicht anders als 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine Leseempfehlung für alle Horrorfreunde zu vergeben. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Buch der Autorin und hoffe, dass sie mich damit genauso begeistern kann. Alle, die noch nichts von der Autorin gelesen haben, sollten dies unbedingt ändern. 

© Beate Senft                   
 

Im FABLYON-VERLAG gibt es bis zum 31.10.2015 die Werkausgabe in zwei Bänden von Ernst Vlcek zum Sonderpreis

Das Bundle kostet  zusammen  € 22,00 statt € 29,80.

Bestellbar nur im Fabylon-Shop, Auslieferung umgehend nach Lieferbarkeit (ab August)






























GIB MIR MENSCHEN Ernst Vlcek hat die deutschsprachige Science Fiction über 40 Jahre lang geprägt. Vor allem ist er durch seine Exposéarbeit als Chefautor bei der Weltraumserie Perry Rhodan bekannt, aber er hat auch im Bereich von Horror und Fantasy eigene Reihen und Serien kreiert, die teils heute noch ungebrochenen Anklang finden.
Ernst Vlcek hat aber auch hervorragende Science Fiction Storys geschrieben, die neben kreativen, fantasievollen Vorstellungen über die Gegenwart und die (so durchaus mögliche) Zukunft vor allem gesellschaftskritisch sind und tief in die Seele des Menschen tauchen.
Der erste Band der umfassenden zweiteiligen Werkausgabe bringt seine besten, serienunabhängigen Geschichten.
Mit einem Vorwort von Klaus N. Frick (Chefredakteur Perry Rhodan)






 DER KOSMISCHE VAGABUND
Der »kosmische Vagabund« ist ein einsamer Planet, der verloren und sonnenlos durch das Universum taumelt. Bei seiner Entdeckung können die Menschen zunächst nicht ahnen, dass Vagabund ein gewaltiges Geheimnis birgt, das Auswirkungen auf das gesamte Leben auf der Erde hat ...
Der zweite Band der umfassenden zweiteiligen Werkausgabe beinhaltet die leicht überarbeitete Fassung des ersten publizierten Romans von Ernst Vlcek, die vollständige Bibliographie, Interviews, in denen er einiges über sich erzählt, und Worte der Familie, was uns alles viel über den Menschen Ernst Vlcek hinter seinen Werken verrät.


Freitag, 5. Juni 2015

Slimane Kader - Ocean King Was einer unter Deck erleben kann




Verlag: Droemer
Autor: Slimane Kader
Titel: Ocean King - Was einer unter Deck erleben kann

Seiten: 227 Seiten
ISBN:
978-3426300732

ASIN: B00PJBVNL0
Sprache: Deutsch 
Medium: Brochierte Ausgabe
Genre: Erlebnisse









Slimane Kader träumt von einem Leben jenseits der Tristesse der Pariser Vorstädte. Deshalb heuert er auf der Ocean King, einem Kreuzfahrtriesen, an. Es geht in die Karibik: Auf dem Sonnendeck genießen 6000 Touristen die Aussicht und das Leben – unter Deck schuften 2000 Arbeitskräfte für deren Wohlergehen. Kader beginnt seine Karriere ganz unten als Handlanger. Doch er lernt schnell. Mit einer gehörigen Portion Glück und Unverfrorenheit ergattert er gegen Ende der Reise einen Job, der ihn aufs Sonnendeck bringt. Jetzt ist er der Ocean King! Kaders Erlebnisse sind eine freche, temporeiche und humorvolle Begegnung mit den Auswüchsen des Massentourismus. (Amazon)

Wir sitzen alle im selben Boot – aber die einen auf einem Liegestuhl, die anderen auf der Ruderbank.

Als ich das Buch angeboten bekam, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich hatte schon einiges über Kreuzfahrtschiffe und den Zuständen der unteren Decks gehört und es interessierte mich brennend, was uns Slimane Kader zu diesem Thema zu erzählen hat. 

Das Buch ist in einer sehr flapsigen und direkten Sprache geschrieben. Kader nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht aus, was ihm gerade durch den Kopf geht. Dabei ist er teilweise ziemlich rassistisch und voller Vorurteile. Aber das ist eben seine Art. Nur eins konnte ich wirklich nicht gut heißen. Er nannte ein an Trisomie 21 erkranktes Kind ständig Mongo. Da hab ich leider kein Verständnis für und das hat mich wirklich geärgert.  Die Passagiere sind für ihn nur Fatties mit Crocs. Er ist voller Verachtung für sie und alle anderen Menschen um ihn herum. Wenn er so im wirklichen Leben ist, wundert es mich überhaupt nicht, dass er keine Freunde hat.

Das Buch liest sich super und ich hatte es sehr schnell durch. Ich hätte gerne noch viel mehr über die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff gelesen und das Buch war keine einzige Sekunde langweilig. Die Seiten flogen regelrecht dahin und ich wechselte ständig zwischen Lachen und ungläubigem Kopfschütteln. Kader ist absolut respektlos und hält sich selbst für den Nabel der Welt.

Wam, so nennt sich der Autor, heuert auf dem Kreuzfahrschiff an und weil er sich gleich mal daneben benimmt, wird er nicht als Hilfskellner, sonder als Joker eingestellt. Er muss überall einspringen wo Not am Mann ist und fängt wirklich gaaaanz unten als Swiffer an. Aber nach und nach arbeitet er sich nach oben. Geschlafen wird in winzigen Kabinen und zwar nicht alleine, sondern zu viert. Es sind unzumutbare Zustände. Gearbeitet wird 10 bis 15 Stunden am Tag und im Schichtbetrieb. Darum reichen auch die Minikabinen, da man nach der Arbeit sowieso ins Koma fällt. Den Passagieren soll es an nichts fehlen und damit alles reibungslos läuft, muss auch die niedrigste Arbeit perfekt ausgeführt werden. Die Meisten der Angestellten sehen nie das Sonnenlicht, weil sie immer im Bauch des Schiffes arbeiten.Unvorstellbar finde ich das. Während oben die Leute eine ständige Party feiern, schuften die Angestellten wie Sklaven.

Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen. Obwohl ich manchmal richtig sauer auf Wam war, habe ich mich doch sehr gut unterhalten. Darum vergebe ich für "Ocean King" 4 von 5 Byrons und werde meine Augen nach weiteren Büchern des Autors offen halten. Mal sehen, was er sich noch so einfallen lässt. 

© Beate Senft                   



Mittwoch, 3. Juni 2015

Jenny Blackhurst - Die stille Kammer




Verlag: Bastei Luebbe
Autor: Jenny Blackhurst
Titel: Die stille Kammer

Seiten: 445 Seiten
ISBN:
978-3404172191
ASIN: B00TYER7UO
Sprache: Deutsch 
Medium: Taschenbuch
Genre: Psychothriller









Susan Webster saß 3 Jahre in der Forensischen Psychiatrie, weil sie ihren 12 Wochen alten Sohn Dylan umgebracht haben soll. Aber sie kann sich weder an die Nacht, noch an die Tat erinnern. Nach ihrer Entlassung nimmt sie einen neuen Namen an und zieht in eine fremde Stadt. Nur ihre Freundin Cassie, die sie in der Psychiatrie kennen lernte, hält zu ihr und unterstützt sie. Susan versucht trotz allem ihr Leben zu leben, doch dann bekommt sie einen Brief, in dem sie das Foto eines kleinen Jungen findet. Auf der Rückseite steht Dylan Januar 2013. Und dann wird sie auch noch bedroht. Susan versteht gar nichts mehr. Warum tut man ihr das an? Wer steckt dahinter?
 

Psychothriller finde ich ja richtig gut und der Klappentext zu "Die stille Kammer" hat sich auch sehr interessant gelesen. Die ersten Seiten waren auch richtig spannend. Besonders auch der zweite Handlungsstrang hat mich richtig fasziniert. Aber die Geschichte allgemein ließ sich ziemlich lange Zeit bis sie in Fahrt kam.
 

Am Anfang wusste ich absolut nicht, wie ich Susan einschätzen soll, aber ziemlich schnell dachte ich, dass ich sie mir nicht als Mörderin vorstellen kann. Ich meine, wer ermordet sein Baby und kann sich dann an gar nichts mehr erinnern? Das ist doch mehr als seltsam. Ihre Freundin Cassie war mir sofort sympathisch, auch oder vielleicht gerade weil sie niemandem vertraut außer Susan. Mit Nick hatte ich am Anfang auch so meine Probleme und hoffte einfach, dass Susan nicht von ihm verarscht wird.
 

Die ersten Kapitel waren unglaublich interessant, aber dann flaut die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr ab und braucht viel zu lange bis sie wieder richtig an Fahrt aufnimmt. Dann konnte ich das Buch allerdings nicht mehr aus der Hand legen. Zum Ende hin wirkte die Geschichte dann sehr konstruiert und von viel zu vielen Zufällen abhängig. So was mag ich gar nicht, auch wenn es im wahren Leben auch genügend Zufälle gibt, war mir das im Buch einfach zu viel und zu unglaubwürdig.

Da die Geschichte wirklich sehr gute Ansätze hatte und mich über weite Strecken faszinieren und fesseln konnte, vergebe ich 3 von 5 Byrons. Ich weiß, dass ich mit dieser Bewertung von der breiten Masse abweiche, aber die Geschmäcker sind eben verschieden. 


© Beate Senft