Erst einmal vielen dank an den LUZIFER-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich habe das Buch bereits im November 2013 gelesen. Seitdem habe ich über der Rezension gebrütet, die mir hier wirklich nicht leicht fiel.
Das Buch beginnt ein paar Jahrzehnte in der Zukunft. Haley Rutledge - Tochter Gordon van Zandts - wird um ein Interview über ihren Vater gebeten, der maßgeblich an an der Neuentstehung Amerikas beteiligt war.
Rückblende ins Leben ihres Vaters: Gordons Erfahrungen und Erlebnisse im Irankrieg 2004.
Und schon befinden wir uns im Jahre 2014. Gordon ist nicht mehr im Marine Corps. Verheiratet, zwei Kinder (Sohn und Tochter), die Familie lebt in einer gesicherten Siedlung.
Als Gordon eines Morgens seine übliche Joggingrunde dreht, fällt plötzlich sämtliche Elektronik aus. Autos, Handys, Ampeln, Flugzeuge, Fernseher...
In meinen Augen hat das Buch leider nicht gehalten, was der Klappentext (der mir gut gefiel) versprach.
Gordon ist ein ehemaliger Soldat des Marine Corps. Wie auch der Autor selbst. Und das merkt man. Immer und überdeutlich, wie ich finde. Amerika und die Marines über alles - so kam es bei mir an.
Da hätte ich vielleicht drüber wegsehen können. Scheinen doch viele Amerikaner wirklich so zu denken und das Szenario klang interessant genug.
Was mich aber wirklich gestört hat - im Folgenden etwas überspitzt ausgedrückt - waren die überzogene Cleverness Gordons und die extrem dargestellte Dämlichkeit der anderen. Gordon, der Supersoldat, wie ihn einer seiner Freunde im Verlauf der Geschichte einmal bezeichnete.
Gordon begreift während der ersten fünf Minuten, dass es sich um einen Elektromagnetischen Puls (EMP) handelt. Weitere fünf Minuten später überlegt er auf dem Rückweg zu seiner Familie schon, dass er ja gar nicht gut genug vorbereitet ist. Aha. Er hat jede Menge Waffen in seinem Haus. Eine sehr, wirklich sehr große Summe an Bargeld im Haus versteckt. Das Nötigste ist natürlich sowieso schon vorhanden. Kaum zu Hause angekommen, vergisst er natürlich nicht, sofort sämtliche Gefäße mit Wasser zu füllen. Und schon ist mit Fahrrad, Anhänger, Waffe und Bargeld unterwegs, um alles zu besorgen, was sie in den nächsten Wochen brauchen werden.
Außer ihm kommt eine Weile niemand auf die Idee, dass es sich um einen EMP handelt, und kaum jemand glaubt ihm. Alle anderen gehen es locker an und kümmern sich um gar nichts. Und egal, was Gordon tut, immer denkt er, es ist nicht gut genug, da geht noch was. Mehr Waffen, mehr Munition, mehr Nahrung, mehr Verbandszeug, etc. Irgendwie hat mich das an die überspitzten Filme erinnert, in denen sich Kriegsrückkehrer und paranoide Waffennarren mit allem Drum und Dran in einer Berg- oder Waldhütte verschanzen und hinter jedem Schatten und Vogelgezwitscher den Feind vermuten. Der natürlich nie aus dem eigenen Land stammt.
Letztendlich kamen bei mir eigentlich nur Patriotismus, die Cleverness von (Ex)Marines und Amerika-über-alles an, wurde man doch ständig mit der Nase darauf gestoßen. Mehr blieb bei mir beim Besten Willen nicht hängen.
Der Klappentext verprach einen guten Auftakt eines Mehrteilers. Leider wird dieses Versprechen in meinen Augen nicht gehalten.
Aber das ist nur meine Meinung. Wer den Klappentext interessant findet, sollte das Buch auch lesen und sich seine eigene Meinung bilden.
Ich vergebe für "The End - Die neue Welt" 2 von 5 Byrons.
© Betty Najdek
Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
Kategorien
- 01. Rezensionen
- 02. ♥ Meine Fellnasen ♥
- 03. Gelesen Beate
- 04. Gelesen Marina
- 05.1 Bettys Lese-Rückblick
- 06. Challenges
- 07. Challenges auf Claudes Schatzkiste
- 08. Handarbeiten
- 09. Nicos Computerecke
- 10. Randnotizen
- 11. SuB-Abbau-Jahreschallenge
- 12. (Droemer) Knaur - Challenge
- 13. Wunschliste Marina
- 14. Challenges Marina
♥
Sonntag, 12. Januar 2014
Donnerstag, 9. Januar 2014
Constantin Dupien - In Blut und Liebe

Der Autor des Buches,
Constantin Dupien, ist mir auch als Verleger der tollen Anthologie
„Mängelexemplare – und andere makabre Geschichten“ bekannt, bei der er wirklich
ein tolles Händchen bei der Auswahl der Autoren und Geschichten bewies. Auch die eine oder andere Story habe ich von
diesem Allrounder schon gelesen. „In
Blut und Liebe“ ist seine erste Sammlung eigener Geschichten. Demensprechend
gespannt war ich darauf.
Die Geschichte „Auge um
Auge“ war mir schon bekannt und gefiel mir wahnsinnig gut. Sie ist bedrückend,
unheimlich und düster. Genau wie „Verloren im Nichts“. Anfangs bereitete mir
diese Story kleine Schwierigkeiten, aber dann hatte sie mich so richtig
gepackt. Sie erinnerte mich sehr stark an Geschichten von Edgar Allan Poe, den
der Autor sehr verehrt. Ich empfand sie als sehr beklemmend und verstörend. Also
richtig gut und genau meinen Geschmack treffend. Dazu passt auch „Der Anfang
und das Ende“, denn auch diese Geschichte ist sehr verstörend. „Metoritenfeuer“
kam mir sehr bekannt vor. Ob der Autor sie schon in einer Anthologie
veröffentlich hatte? Ich weiß es nicht. Sie war so ganz anderes und gefiel mir
auch richtig gut.
Aber nicht nur die
Geschichten sind außergewöhnlich, sondern das ganze Buch. Es gibt wundervolle
Illustrationen und vor jeder Story eine kleine Einführung des Autors Vincent
Voss. Leider konnten mich aber nicht alle Geschichten so begeistern. Einige waren
mir zu philosophisch und schwer. Andere hatten zu viel von Liebesgeschichten.
Nicht umsonst heißt das Buch ja „In BLUT und LIEBE.“ Das Vorwort von Carmen
Weinand, Bloggerin und jetzt auch Autorin, fand ich sehr erfrischend. Sie hat eine
unglaublich gute Art zu schreiben. Als würde ihr einfach alles locker aus der
Feder fließen. Auch Gedichte hat Constantin Dupien in dieses Buch integriert,
die mir gut gefallen haben. Zwischendurch findet man immer wieder kurze
Gedichte von Merten Mederacke. So gesehen ist das Buch schon ein kleines
Kunstwerk für sich.
„In Blut und Liebe“ ist
sicherlich kein Buch für die breite Masse. Es wird eher ein kleines aber feines
Publikum ansprechen. Der große Teil der Geschichten hat mir gut gefallen. Ein
kleiner Teil sprach mich nicht an. Aber das macht nichts. Ich bin trotzdem
froh, das feine Buch gelesen zu haben, denn es ist etwas ganz besonderes. Ich
habe lange darüber nachgedacht, wie viele Punkte ich für das Buch vergeben
soll. Rein nach den Geschichten hätte ich wohl 3 Byrons gewählt. Aber ich
denke, man muss auch die Aufmachung würdigen und die finde ich mehr als
gelungen. Deshalb bekommt diese Geschichtensammlung letztendlich 4 von 5 Byrons von mir. Ich wünsche mir, dass Constantin Dupien ein entsprechendes Publikum
für sein Buch findet, die es zu würdigen wissen. Und so schließe ich mit den
Worten des Klappentextes:
In Blut geschrieben –
Herzensblut
Ist jedes Wort Gedankengut
Das mit Liebe wurd‘
gewählt
Das mit Liebe uns erzählt
Von Gefahren und von Leid
Von dem was geht
Und dem was bleibt
© Beate Senft
Mittwoch, 8. Januar 2014
Zeitgenossen-Blogtour Tag 3
Zeitgenossen-Blogtour | Tag 3:
Stationen der Blogtour:
- 06.01. Bookrecession: Interview mit Gemma
- 07.01. Meine kleine Welt: Jean-Marc führt durch das Paris des 17. Jahrhunderts
- 08.01. Lord Byrons Buchladen: Reale Ereignisse:
Die Große Pest und der Große Brand von London - 09.01. Mein Leben: Vorstellung der Nebenfiguren
- 10.01.Süchtig nach Büchern: Vorstellung der Schauplätze
- 11.01. Hope Cavendish: Momboisse stellt die Sybarites vor
- 12.01. Thoughts of Moon: Interview mit Hope Cavendish
Ich hatte vor einiger Zeit großes Glück an einer tollen
Leserunde teilnehmen zu dürfen. Und zwar ging es um das Buch von Hope Cavendish – „Zeitgnossen
1 Gemmas Verwandlung“. Es handelt sich hierbei nicht, wie man vielleicht denken könnte,
um einen schnulzigen Vampirroman, sondern um eine eindrucksvolle historische
Reise zu großen Momenten der Geschichte. Natürlich gibt es auch eine kleine
Liebesgeschichte, die sich aber dezent im Hintergrund hält. Als ich von Hope zu
dieser Blogtour eingeladen wurde dachte ich, das sei die perfekte Gelegenheit,
euch zwei historische Begebenheiten, die Bestandteil des Buches sind,
näherzubringen.
Am Ende meines Beitrages wird es auch ein Gewinnspiel geben. Einfach den Text aufmerksam lesen und die Frage beantworten. Am Ende der Blogtour warten tolle Preise auf euch.
Viel Spaß dabei.
Die große Pest von London 1665 - 1666
In London brach im Jahre 1665 die große Pest aus, die bis
zum Jahre 1666 andauern sollte. In der Hauptstadt gab es ca. 70.000 Todesopfer.
Insgesamt in England waren es ca. 100.000 Menschen, die der Pest zum Opfer
vielen. Man
vermutet, dass die Yersinia-pestis-Bakterien mit einem niederländischen Schiff
nach England eingeschleppt wurden, das mit Baumwolle
aus Amsterdam
kam. Denn die Pest war seit 1654 immer wieder in den Niederlanden
aufgetreten. In den Hafengebieten traten die ersten Erkrankungen auf.
Am Anfang dachte man noch, dass es nur die Armen treffen
würde, die zusammengepfercht in schrecklichen Verhältnissen leben mussten.
Einen Zusammenhang zwischen der Pest und der Verbreitung durch die Ratten sah
man noch nicht. Als die Pest die City of London erreichte, reiste König Karl II
mit seiner Familie und seinem Hofstaat nach Oxford. Dort wollte er bleiben, bis
die Gefahr vorüber war. Viele wohlhabende Familien schlossen sich der Königsfamilie
an und verließen London. Nur wenige Ärzte und Apotheker blieben um das Leid zu
mildern.
Jeder konnte als Pestarzt durch die Straßen ziehen. Viele
hatten keine Ausbildung. Aber die Symptome waren nicht zu übersehen. Fieber,
Übelkeit, Erbrechen, starke Schmerzen und die schwarzen Beulen waren typisch
für diese schlimme Krankheit. Meistens starben die Betroffenen schon nach
kürzester Zeit. Es wurde angeordnet Tag und Nacht Feuer brennen zu lassen und
stark riechende Substanzen zu verbrennen um die Luft zu reinigen. Ansonsten
wurde angeordnet Tabak zu rauchen. Selbst die kleinen Kinder sollten dies tun.
Das sollte die Ausbreitung verhindern. Die Pestärzte trugen lange Mäntel und
sogenannten Pestmasken. Das waren Schnabelmasken, in die im vorderen Teil, dem
Schnabel, in Essig getränkte Schwämme gesteckt wurden. Das sollte den „Arzt“
vor einer Ansteckung schützen.
Der große Brand von London 02. – 05. September 1666
Wer weiß, wie lange die Pest noch gewütet hätte, wenn am 02.
September 1666 nicht ein verheerendes Feuer ausgebrochen wäre, das bis zum 05. September
wütete und große Teile Londons in Schutt und Asche legte. Bei dem Brand starben
auch die Ratten mit ihren Flöhen, die verantwortlich für die Ausbreitung der
Pest waren.
Das Feuer brach am frühen Morgen des 02. September in einer
Bäckerei in der Pudding Lane, nahe dem Themseufer aus. Die Gassen waren damals
sehr schmal, die Häuser größtenteils aus Holz und die Dächer mit Reet gedeckt.
Dadurch verbreitete sich das Feuer rasend schnell. Selbst die große St. Pauls
Cathedral brannte vollkommen ab.
Die Pest war bekämpft, aber nun wurden die
Menschen obdachlos. Doch trotz des verheerenden Feuers gab es kaum Tote. Dafür
wurden rund 13.200 Häuser, 400 Straßen und 87 Kirchen zerstört. Das Feuer
konnte erst am 05. September durch die Sprengung ganzer Häuserblocks gelöscht werden.
Dadurch wurde das Gesicht Londons für immer verändert.
Ich bedanke mich ganz herzlich für euer Interesse und dass ihr heute meinen Blog besucht habt. Viel Glück beim Gewinnspiel und vergesst nicht, dass ihr die Fragen aller Tourstationen beantworten müsst.Das Gewinnspiel läuft bis zum 31.01.14. Falls ihr also einmal einen Beitrag verpasst, ist das überhaupt kein Problem.
Freitag, 3. Januar 2014
Sabine Kornbichler - Das Verstummen der Krähe
Kristina Mahlo war mitten in ihrem Jurastudium als ihr 2 Jahre jüngerer Bruder spurlos verschwand. Sie zog mit ihren Eltern auf einen alten Hof und arbeitete vorübergehend als Nachlassverwalterin. Der Beruf gefiel ihr so gut, dass sie sich ein Büro einrichtete und sich selbstständig machte. Mit auf dem Hof leben nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre gute Freundin Henrike, die einen Trödelladen führt und ihr Freund Simon, der hier eine kleine Weinhandlung eröffnet hat. An dem Tag, an dem sie eine neue Hilfe bekommt, bekommt sie auch einen seltsamen Auftrag. Sie soll herausfinden, ob einer der früheren Freunde ihrer Klientin einen Mord begangen hat, für den ihr Mann verurteilt wurde, obwohl er immer behauptete unschuldig zu sein. Wenn nicht, würden sie ihnen ihr Vermögen vermachen. Soll Kris den Auftrag annehmen? Oder kann es gefährlich für sie werden? Aber als sie erfährt, dass der Mord eine Verbindung zum Verschwinden ihres Bruders haben könnte, weiß sie was sie tun muss.
Der Klappentext von "Das verstummen der Krähe" hörte sich sehr gut an und ich musste das Buch unbedingt haben. Na, ja. So gut gefiel es mir dann leider doch nicht. Keine Frage, die Charaktere sind facettenreich und sehr gut erarbeitet. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren und sie sind absolut authentisch. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, auch daran gibt es nichts zu meckern. Aber ich finde, dem Buch fehlt etwas die Spannung.
Als Kris hört, dass in der Mordnacht der Name ihres Bruders fiel, beginnt sie mit ihren Ermittlungen. Aber was soll sie denn finden, das die Polizei noch nicht herausgefunden hätte. Sie wühlt immer mehr Dreck auf, aber für mich plätscherte das alles eher so dahin. Die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln, trotz aller positiver Punkte.
Vielleicht habe ich in letzter Zeit einfach zu viele Rezensionsexemplare gelesen. Ich sollte wohl mal eine Pause einlegen und einfach eine Zeit lang nur noch das lesen, auf das ich Lust habe. Vielleicht können mich die Bücher dann wieder mehr begeistern. Ich weiß es nicht, aber einen Versuch ist es jedenfalls wert. Trotzdem kann ich für dieses Buch leider nicht mehr als 3 von 5 Byrons vergeben, denn ich musste mich regelrecht zwingen weiterzulesen. Mich hat eigentlich noch nicht mal mehr die Auflösung interessiert, auch wenn sie ganz anders war als vermutet. Bildet euch also einfach selbst eine Meinung. Ich finde, das sollte man sowieso immer tun, da die Geschmäcker sehr verschieden sind. Dieses mal gibt es leider keine Leseempfehlung von mir.
© Beate Senft
Der Klappentext von "Das verstummen der Krähe" hörte sich sehr gut an und ich musste das Buch unbedingt haben. Na, ja. So gut gefiel es mir dann leider doch nicht. Keine Frage, die Charaktere sind facettenreich und sehr gut erarbeitet. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren und sie sind absolut authentisch. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, auch daran gibt es nichts zu meckern. Aber ich finde, dem Buch fehlt etwas die Spannung.
Als Kris hört, dass in der Mordnacht der Name ihres Bruders fiel, beginnt sie mit ihren Ermittlungen. Aber was soll sie denn finden, das die Polizei noch nicht herausgefunden hätte. Sie wühlt immer mehr Dreck auf, aber für mich plätscherte das alles eher so dahin. Die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln, trotz aller positiver Punkte.
Vielleicht habe ich in letzter Zeit einfach zu viele Rezensionsexemplare gelesen. Ich sollte wohl mal eine Pause einlegen und einfach eine Zeit lang nur noch das lesen, auf das ich Lust habe. Vielleicht können mich die Bücher dann wieder mehr begeistern. Ich weiß es nicht, aber einen Versuch ist es jedenfalls wert. Trotzdem kann ich für dieses Buch leider nicht mehr als 3 von 5 Byrons vergeben, denn ich musste mich regelrecht zwingen weiterzulesen. Mich hat eigentlich noch nicht mal mehr die Auflösung interessiert, auch wenn sie ganz anders war als vermutet. Bildet euch also einfach selbst eine Meinung. Ich finde, das sollte man sowieso immer tun, da die Geschmäcker sehr verschieden sind. Dieses mal gibt es leider keine Leseempfehlung von mir.
© Beate Senft
Mittwoch, 1. Januar 2014
Martin Schemm - Das Geheimnis des goldenen Reifs
König Heinrich IV hat sich bei den Sachen sehr unbeliebt gemacht. Er
nimmt ihnen ihren Besitz und ihre Titel, baut ihnen Burgen vor die Nase
und besetzt sie mit seinen treuen Untertanen und er zwingt sie zu einem
Treueeid. Die sächsischen Fürsten möchten sich das nicht länger gefallen
lassen und rüsten zum Kampf. Helfen soll ihnen ein goldener Armreif
namens Wurdbouga, der Zauberkraft besitzt und von den Schwarzelben
geschmiedet wurde. Der Reif gelangt in die Hände von Pfalzgraf Friedrich
von Gozeka, der die Sachsen im Kampf anführen soll und auf die
Zauberkräfte des Armbandes vertraut. Wenn er denn rechtzeitig
herausfindet wie er sie sich zu nutze machen kann.
Zur gleichen Zeit macht sich der Wechselbalg Lindfell auf den Weg, den Reif zu suchen und wieder dahin zu bringen, wo er vor langer Zeit gestohlen wurde. Ihm zur Seite stehen 2 Mönche und eine junge Frau. Werden sie das Armband rechtzeitig finden? Wird es Krieg geben zwischen den Sachsen und König Heinrich IV? Und was hat es mit dem Gang nach Canossa auf sich?
Die Vorstellung einen gut recherchierten historischen Roman mit Fantasyelementen zu lesen übte einen großen Reiz auf mich aus. Von der Regentschaft Heinrichs IV ist mir, außer der Gang nach Canossa nicht viel bekannt, und so war das die beste Gelegenheit, mein Wissen zu erweitern. Die Fantasyelemente, dachte ich mir, lockern die Geschichte bestimmt super auf.
Natürlich habe ich mich vor dem Lesen des Buch erst einmal über diese Zeit informiert und so kann ich sagen, dass das Buch wirklich sehr gut recherchiert ist. Auch die verschiedenen Charaktere, ob geschichtlich oder erfunden, haben mir sehr gut gefallen. Aber trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Es war gut zu lesen, aber teilweise zog es sich ganz entsetzlich und war sehr langatmig. Endlose Landschaftsbeschreibungen, Beschreibungen der Personen oder Burgen nahmen der Geschichte leider sehr viel von ihrer Spannung. Die unglaublich vielen Figuren sorgten zudem, gerade am Anfang, für sehr viel Verwirrung bei mir.
Inzwischen weiß ich, dass das Buch hoch gelobt wurde, was mir leider zeigt, dass es einfach das Falsche für mich war. Ich war nämlich wirklich froh, als ich es beendet hatte. Es wurde zwar ab der Hälfte etwas spannender, aber viel geändert hat das für mich auch nichts mehr. Der Schreibstil hingegen war wunderbar plastisch und die Landschaften und Personen zogen wie in einem Film an meinem geistigen Auge vorbei. Mir fällt es sehr schwer, dieses Buch gerecht zu bewerten. Einerseits die tollen Charaktere und die bildhafte Sprache, andererseits die Unmenge an Personen, die vielen, endlosen Beschreibungen und die Langweile. Ich habe lange darüber nachgedacht und mich entschlossen das Buch mit 3 von 5 Byrons zu bewerten. Aber wer Interesse an König Heinrich IV hat und von phantastischen Elementen in einem historischen Roman nicht abgeschreckt wird sollte es unbedingt selbst lesen. Bildet euch einfach eure eigene Meinung.
© Beate Senft
Zur gleichen Zeit macht sich der Wechselbalg Lindfell auf den Weg, den Reif zu suchen und wieder dahin zu bringen, wo er vor langer Zeit gestohlen wurde. Ihm zur Seite stehen 2 Mönche und eine junge Frau. Werden sie das Armband rechtzeitig finden? Wird es Krieg geben zwischen den Sachsen und König Heinrich IV? Und was hat es mit dem Gang nach Canossa auf sich?
Die Vorstellung einen gut recherchierten historischen Roman mit Fantasyelementen zu lesen übte einen großen Reiz auf mich aus. Von der Regentschaft Heinrichs IV ist mir, außer der Gang nach Canossa nicht viel bekannt, und so war das die beste Gelegenheit, mein Wissen zu erweitern. Die Fantasyelemente, dachte ich mir, lockern die Geschichte bestimmt super auf.
Natürlich habe ich mich vor dem Lesen des Buch erst einmal über diese Zeit informiert und so kann ich sagen, dass das Buch wirklich sehr gut recherchiert ist. Auch die verschiedenen Charaktere, ob geschichtlich oder erfunden, haben mir sehr gut gefallen. Aber trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Es war gut zu lesen, aber teilweise zog es sich ganz entsetzlich und war sehr langatmig. Endlose Landschaftsbeschreibungen, Beschreibungen der Personen oder Burgen nahmen der Geschichte leider sehr viel von ihrer Spannung. Die unglaublich vielen Figuren sorgten zudem, gerade am Anfang, für sehr viel Verwirrung bei mir.
Inzwischen weiß ich, dass das Buch hoch gelobt wurde, was mir leider zeigt, dass es einfach das Falsche für mich war. Ich war nämlich wirklich froh, als ich es beendet hatte. Es wurde zwar ab der Hälfte etwas spannender, aber viel geändert hat das für mich auch nichts mehr. Der Schreibstil hingegen war wunderbar plastisch und die Landschaften und Personen zogen wie in einem Film an meinem geistigen Auge vorbei. Mir fällt es sehr schwer, dieses Buch gerecht zu bewerten. Einerseits die tollen Charaktere und die bildhafte Sprache, andererseits die Unmenge an Personen, die vielen, endlosen Beschreibungen und die Langweile. Ich habe lange darüber nachgedacht und mich entschlossen das Buch mit 3 von 5 Byrons zu bewerten. Aber wer Interesse an König Heinrich IV hat und von phantastischen Elementen in einem historischen Roman nicht abgeschreckt wird sollte es unbedingt selbst lesen. Bildet euch einfach eure eigene Meinung.
© Beate Senft
Montag, 30. Dezember 2013
Liz Nugent - Die Sünden meiner Väter
Der international gefeierte Kinderbuchautor Oliver Ryan ist überall beliebt. Er führt eine glückliche Ehe mit Alice, die alle seine Bücher illustriert hat. Doch um seine Vergangenheit macht er ein großes Geheimnis. Er hat auch keine richtigen Freunde und lässt niemanden zu nah an sich heran. Nicht einmal Alice weiß etwas über seine Kindheit. Doch eines Tages, er hatte gerade mit Alice zu Abend gegessen, flippt er vollkommen aus und prügelt seine Frau ins Koma. Was hat diesen sonst so beherrschten Mann dermaßen die Kontrolle verlieren lassen? Liegt das Geheimnis in seiner Vergangenheit?
"Die Sünden meiner Väter" ist der Debütroman der Irin Liz Nugent. In ihrer Heimat ist auch dieser Roman angesiedelt. Ich ging ohne große Erwartungen an das Buch heran und war praktisch von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch beginnt praktisch mit dem Ende und dann wird in vielen Rückblicken von Freunden und Bekannten das Leben von Oliver und der Menschen die ihn umgeben erzählt. Immer wieder andere Personen melden sich zu Wort. Es liest sich, als würden sie jemandem die Geschichte erzählen. Dazwischen kommen immer wieder Passagen aus dem hier und jetzt.
Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und bildhaft. Gerade bei den Passagen aus Frankreich hatte ich immer wieder wunderschöne Bilder im Kopf. Die Charaktere sind wundervoll und facettenreich gezeichnet und man fühlt und leidet mit ihnen, ist glücklich oder traurig und kann sich in die Personen gut hinein versetzen. Außer in Oliver. Er war mir ziemlich schnell unsympathisch.
Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zu sehr interessierte mich das Leben der Protagonisten. Das Buch war keine Sekunde lang langweilig oder langatmig. Eine absolut Runde Sache. Ich vergebe für dieses tolle Buch 5 von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung an alle. Lest dieses Buch. Ihr werdet es nicht bereuen.
© Beate Senft
"Die Sünden meiner Väter" ist der Debütroman der Irin Liz Nugent. In ihrer Heimat ist auch dieser Roman angesiedelt. Ich ging ohne große Erwartungen an das Buch heran und war praktisch von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch beginnt praktisch mit dem Ende und dann wird in vielen Rückblicken von Freunden und Bekannten das Leben von Oliver und der Menschen die ihn umgeben erzählt. Immer wieder andere Personen melden sich zu Wort. Es liest sich, als würden sie jemandem die Geschichte erzählen. Dazwischen kommen immer wieder Passagen aus dem hier und jetzt.
Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und bildhaft. Gerade bei den Passagen aus Frankreich hatte ich immer wieder wunderschöne Bilder im Kopf. Die Charaktere sind wundervoll und facettenreich gezeichnet und man fühlt und leidet mit ihnen, ist glücklich oder traurig und kann sich in die Personen gut hinein versetzen. Außer in Oliver. Er war mir ziemlich schnell unsympathisch.
Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zu sehr interessierte mich das Leben der Protagonisten. Das Buch war keine Sekunde lang langweilig oder langatmig. Eine absolut Runde Sache. Ich vergebe für dieses tolle Buch 5 von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung an alle. Lest dieses Buch. Ihr werdet es nicht bereuen.
© Beate Senft

Samstag, 28. Dezember 2013
Michael M. Bense - Todessommer

Tom fährt in
den Semesterferien zu seinen Eltern und möchte die freie Zeit mit seinem allerbesten
Freund Dennis verbringen. Bis sich Tom für ein Studium entschied, waren die
Beiden unzertrennlich, doch die unterschiedlichen Einstellungen und Erwartungen
der Beiden sind dabei einen Keil zwischen die Freunde zu treiben. Als Tom Dennis trifft hat dieser eine Pistole
und will sie im Wald testen. Zusammen fahren sie in einen sehr abgelegenen Teil
des Waldes um ihre Schießübungen zu machen. Doch plötzlich hören sie die panischen
Schreie einer Frau. Tom will lieber so schnell wie möglich weg von hier aber Dennis
möchte dieser Frau unbedingt helfen und so folgen sie den Schreien zu einem
einsamen Haus. Plötzlich fliegt die
außen am Haus angebrachte Kellertür auf und eine blutüberströmte Frau rennt heraus.
Ihr hinterher ein Mann mit irrem Blick und 2 Rottweiler. Wären die beiden Jungs
doch nie in den Teil des Waldes gegangen, denn dieser Irre Psycho braucht neue Opfer.
Zuallererst
muss ich sagen, dass auf dem Buch eigentlich eine Warnung stehen müsste. Es ist
kein Triller sondern ein Horrorthriller und Jugendliche unter 16 Jahren sollten
das Buch auf keinen Fall lesen. Man braucht einen sehr stabilen Magen und gute
Nerven. Da ich beides besitze, hat mir diese Geschichte viel Spaß gemacht, auch
wenn sie mir durch den Realismus doch auch ziemlich zu schaffen machte. Wenn
ein Mensch von einem Zombie zerfleischt wird, kann ich mich darüber amüsieren,
aber hier ist ein irrer und sadistischer Psychopath am Werk, wie es sie leider
auch in Wirklichkeit gibt. Das macht die Geschichte so erschreckend für mich.
Der
Ich-Erzähler Tom ist sehr gut gezeichnet. Wir sehen alles durch seine Augen und
bekommen hautnah seine Emotionen mit. Dennis ist eher der Coole, den so schnell
nichts aus der Fassung bringt und der niemals aufgibt. Ohne seinen Freund wäre
Tom wohl schon sehr früh zusammengebrochen. Dennis richtet ihn immer wieder auf. Der
Schreibstil ist total flüssig zu lesen und ich fand ihn richtig klasse. Nur
noch mal zur Warnung: Die Folterszenen werden sehr gut beschrieben und gehen an
die Nieren. Alle Leser die „Bighead“ von
Edward Lee gut fanden, werden „Todessommer“ lieben. Leute die von Laymon, Ketchum oder Lee
abgeschreckt werden, sollten besser die Finger davon lassen.
Tom und Dennis
landen in diesem Keller und müssen alles Mögliche über sich ergehen lassen. Aber
sie sind nicht alleine, denn es gibt noch weitere Opfer. Und eins ist klar: Es
werden nicht alle lebend das Haus verlassen.
Super Spannend, sehr brutal, tolle Charaktere und ein komplett
durchgeknallter Psycho. Ich vergebe für diesen Erstling 5 von 5 Byrons und
hoffe auf viel mehr aus der Feder von Michael M. Bense. Eine Leseempfehlung
geht an alle, die es blutig wollen und sich nicht so leicht aus der Fassung
bringen lassen. Euch wird das Buch mit Sicherheit gefallen.
©Beate Senft
Abonnieren
Posts (Atom)














