Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
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♥
Montag, 10. Februar 2014
Eyre Price - Roadkill
Daniel hatte viel Geld in der Musikbranche verdient, doch seine Scheidung und ein paar falsche Entscheidungen treiben ihn in den Bankrott. Daraufhin begeht er den größten Fehler seines Lebens. Er leiht sich Geld für ein neues Musikprojekt beim Boss der Russenmafia. Das Projekt wird ein Flop und er kann das geliehene Geld nicht zurück zahlen. Damit er sich klar darüber wird, was ihm droht, wenn er nicht schnellstens zahlt, hängt er plötzlich kopfüber vom 60. Stockwerk. Nur das Versprechen die Million Dollar in seinem geheimen Safe zu haben rettet ihm für kurze Zeit das Leben. Doch bei seiner Villa angekommen ist der Safe bis auf eine CD leer. Daniel kann fliehen und folgt den Spuren die er auf der CD vorfindet, denn am Ende soll sein Geld auf ihn warten. Ihm auf den Fersen sind der Lieblingsleibwächter des Mafiosi und ein komplett durchgeknallter Killer, die Daniel zurückbringen sollen. Hat er da überhaupt die geringste Chance?
Was für ein Buch. Da es im Verlag von Heyne Hardcore erschienen ist, war mir klar auf was ich mich einlasse und dass das Buch ziemlich blutig werden würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bekam einen absolut durchgeknallten Roadtrip, den ich jede freie Minute genossen habe.
Daniel ist am Anfang ein riesengroßer Arsch. Aber im Laufe des Romans wandelt er sich. Man beginnt ihn immer besser zu verstehen und hofft plötzlich mit ihm. Auch Moog, der Leibwächter des Mafiosis ist mir mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen, weil er immer seinen Prinzipien treu blieb. Nur Rabidoso, der wirklich irre und durchgeknallte Killer, der mit Moog zusammenarbeiten muss, habe ich von Anfang bis Ende gehasst.
Bei dieser Reise geht es um den Blues. Daniel fährt auf dem Blues-Highway quer durch den Süden der Vereinigten Staaten. Passend zu den verschiedenen Stationen findet man die Musiktitel bei Heyne Hardcore. Wirklich schöne Bluesstücke, die ich mir beim Lesen anhörte und die mich in die richtige Stimmung versetzten.
Ab und zu gleitet die Geschichte ins mystische. Man darf also nicht alles allzu ernst nehmen. Mir hat es gut gefallen, aber ich kann mir vorstellen, dass das manche Leser stört.
Für mich gehört das Buch "Roadkill" von Eyre Price zu den besten Büchern über Roadtrips die ich je gelesen habe. Es hat mich von der ersten bis zur allerletzten Seite gefesselt und auch nach dem Lesen wollte ich einfach noch nicht Abschied nehmen und hörte ich mir noch einmal die Bluesstücke an. Ich vergebe für dieses wirklich sehr gelungene Buch 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung an alle, die es gerne auch mal etwas blutiger haben.
Ganz großes Kino.
© Beate Senft
Samstag, 8. Februar 2014
Ich habe Lesen!
Au weia. Jetzt ist es offiziell. Ich habe Lesen. Wie es dazu kam?
Auf einer Facebookseite entdeckte ich dieses:
Influenza Bookosa - ein Leben mit Lesen
Da ich mittlerweile über 2700 Bücher besitze und auch einen Print-SuB von über 600 Büchern habe, von den eBooks fange ich erst gar nicht an, sprach mich die Seite direkt an. Es gibt dort einen Test, der einem direkt zeigt, ob man auch mit diesem hoch ansteckenden Virus infiziert ist. Jeder der sich oft mit einem Buch in der Hand erwischt, sollte diesen Test dringen machen.
Hier findet ihr den Test:
Bist du infiziert? Teste dich selbst
Tja, was soll ich sagen? Mein Test fiel sehr eindeutig aus. Ich bin jetzt doch einerseits etwas beruhigt, weil meine Krankheit nun einen Namen hat, aber andererseits auch etwas beunruhigt, weil es keine Heilungschancen gibt. Aber wenigstens kann ich mich mit anderen Betroffenen austauschen.
Hier seht ihr das Ergebnis meines Tests:
lord-byrons-buchladen - Ergebnis der Untersuchung
Leute, seid vernünftig. Testet euch und geht an die Öffentlichkeit. Infizierte sollten sich nicht mehr verstecken müssen. Geht ganz offen mit eurer Krankheit um und schreit es in die Welt:
ICH HABE LESEN!
Mittwoch, 5. Februar 2014
Sally Green - Half Bad Das Dunkle in mir
Nathan wird in eine Welt geboren, die von den weißen Hexen und Hexern kontrolliert wird. Schwarze Hexen und Hexer werden gejagt und getötet. Nathans Mutter ist eine weiße Hexe, seine Geschwister sind weiße Hexen und Hexer, doch Nathans Vater ist Markus, der mächtigste schwarze Hexer überhaupt. Und somit ist Nathan ein Halbcode und für den weißen Rat gefährlich. Früh nimmt sich seine Mutter das Leben und er wächst mit seinen Geschwister bei seiner Gran auf. Außer seiner Familie will fast niemand etwas mit ihm zu tun haben. Ist er wirklich so gefährlich? Muss er zwangsläufig böse werden? Oder er kann er selbst entscheiden was er sein möchte?
"Half Bad" ist ein Jugendbuch und das merkt man auch. Die Sprache ist einfach gehalten, aber zeitweise ist die Handlung doch auch recht brutal. In dieser Welt gibt es ganz klare Regeln: Weiß ist gut - schwarz ist böse. Aber natürlich wird im Laufe der Geschichte klar, dass es eben nicht so ist.
Was mich sehr geschockt hat, waren die Bekanntmachungen des weißen Rates. Erst mussten schwarze Hexen in Listen kenntlich gemacht werden, dann musste jeder Kontakt mit einem Schwarzen dem Rat gemeldet werden. Es wurde aber noch schlimmer. Die Schwarzen durften sich nicht mehr vom Fleck rühren, ohne vorher die Genehmigung des Rates einzuholen. Und so geht es immer weiter. Ich habe mich beim Lesen sehr darüber aufgeregt.
Natürlich lässt sich das alles ganz einfach auf die heutige Gesellschaft übertragen, denn solche Ungerechtigkeiten und diesen Hass vor Menschen die anders sind gibt es leider immer und überall.
Nathan hat eine gewisse Tiefe, auch wenn die anderen Charaktere eher blass bleiben. Aber da man immer hautnah bei Nathan dabei ist, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die schrecklich vielen und langen Kampfphasen. Das langweilte mich mit der Zeit und ich merkte, dass ich sie irgendwann nur noch überflog. Ansonsten fand ich den Plot ziemlich gut ausgearbeitet.
Half Bad - Das Dunkle in mir ist der erste Teil einer Reihe. Ich vermute, dass es wohl 3 Teile werden, aber ich denke nicht, dass ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Meine Neugierde hält sich wirklich in Grenzen. Trotz allem vergebe ich für dieses Buch 3 von 5 Byrons, denn es hat mir gut die Zeit vertrieben, aber überragend war es eben nicht. Der Debütroman von Sally Green ist ein solides Jugendbuch das man lesen kann aber nicht unbedingt muss. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
© Beate Senft
Montag, 3. Februar 2014
Micha Krämer - Tod im Lokschuppen
Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Polizisten Nina Moretti, von Köln zurück in ihre Heimatstadt Betzdorf. So kann sie sich etwas um ihre Mutter kümmern. Gleich am ersten Tag kommt die junge Frau zu spät um dann sofort zu einer Leiche geschickt zu werden. Na das fängt ja gut an. Im alten Lokschuppen steht sie einer schrecklich zugerichteten Leiche gegenüber. Schnell finden sie heraus, dass es die Leiche eines reichen Geschäftsmannes aus der Gegend ist und zugleich der Vater von Ninas früherer besten Freundin. Nina und ihr neuer Kollege Hans Peter Thiel beginnen zu ermitteln. Kurz darauf gibt es eine weitere Leiche. Hatte der tote Pfarrer etwas mit dem anderen Mord zu tun?
Nachdem ich in einer Leserunde mit Autor das Buch "Über deine Höhen" von Micha Krämer lesen durfte und total begeistert davon war, war ich schrecklich neugierig auf die Krimis um Nina Moretti. Aber irgendwie fehlte immer die Zeit. Aber nachdem ich die ersten 4 Bände geschenkt bekam und sie so in meinem Regal standen, musste ich einfach den ersten Band schnappen und lesen. Mussten eben die anderen Bücher ein wenig warten. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Nina, ihre Kollegen und ihre Mama sind Menschen, wie man sie gerne im wahren Leben kennen würde. Sehr sympathisch, sehr "normal" und mit Nina konnte ich mich sofort identifizieren. Sie ist eine Frau so richtig nach meinem Geschmack und trägt ihr Herz am rechten Fleck. Ganz besonders hat es mir Alexandra angetan. Sie ist eine Figur, die man einfach mögen muss. Es wäre toll, wenn sie in den weiteren Bänden auch noch dabei wäre.
Aber nicht nur die Figuren sind sehr gut gezeichnet und werden wohl im Laufe der Zeit auch noch etwas mehr Tiefe erhalten, sondern auch der Schreibstil hat mich sofort angesprochen. Flüssig und einfach zu lesen saust man durch diesen Westerwaldkrimi.
Den Plot fand ich sehr gut ausgearbeitet und stimmig. Ich wäre niemals auf die Hintergründe gekommen. Nur in einem muss ich dem Autor widersprechen: "Eine Frau mit Ninas Locken hat niemals in 5 Minuten ihre Haare getrocknet. Auch nicht mit einem Turboföhn" :-,
Am Liebsten würde ich mir sofort den nächsten Band schnappen und gleich weiter lesen, denn diese Reihe macht süchtig. Leider sind jetzt erst einmal andere Bücher dran. Für diesen tollen Einstieg in die Nina-Moretti-Reihe vergebe ich 5 von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne gut durchdachte Krimis lesen. Ich bin jedenfalls begeistert.
© Beate Senft
Samstag, 1. Februar 2014
Lauren Beukes - Shining Girls
Lee Harper ist ein Sadist. Er lebt zur Zeit der großen Depression und hat ein merkwürdiges Erlebnis. Es ist fast, als hätte er eine Stimme im Kopf, die ihm einen Schlüssel besorgt und ihn zu einem speziellen Haus lotst. Das besondere an dem Haus? Es lässt ihn in jede Zeit reisen in die er möchte. Er muss einfach nur fest daran denken, wenn er durch die Tür tritt. Das Haus schickt ihn zu verschiedenen Mädchen, die er auf brutalste Art und Weise mit seinem Messer tötet. Doch bald bekommt er ein Problem. Kirby hat überlebt und versucht herauszufinden wer sie töten wollte. Sie kommt Harper schon bald auf die Spur, aber niemand will ihr glauben, dass ihr Mörder durch die Zeit reisen kann.
Das Buch hat viele gute Bewertungen und der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an. Aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Ich hatte große Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen und wurde mit den Protagonisten auch nicht warm. Man reist ständig mit Harper durch die Zeit, so dass ich nicht immer genau wusste wo er gerade war. Ständig lernt man neue Charaktere kennen, die auch schon kurz darauf wieder sterben.
Die Grundidee des Buches fand ich recht interessant. Er irrer Sadist reist durch die Zeit um junge Frauen zu töten. Klar, dass er sich ziemlich sicher war, nie geschnappt zu werden. Aber leider hapert es ganz gewaltig mit der Umsetzung. Statt nach ihrem Mörder zu suchen verbringt Kirby sehr viel Zeit mit dem Journalisten Dan, mit dem sie sich Baseballspiele ansieht oder der über Baseball erzählt. Eigentlich ging sie als Praktikantin zur Zeitung um besser recherchieren zu können, sucht sich dann aber einen Sportjournalisten aus, weil der vor vielen Jahren über Morde berichtete. Na, ja. Wer sich für Baseball interessiert wird begeistert sein.
Den Schreibstil empfand ich als sehr holprig und am Anfang fehlte mir ganz einfach der rote Faden. Was mich noch ganz schrecklich störte waren die vielen Analogien. Das hätte gerne weniger sein können. Ihr wollt ein Beispiel? Bitte sehr:
"Sein Kopf fühlt sich so schwer an wie in Terpentin aufgeweichtes Brot." (S. 52)Oder:
"Die Wolken ziehen wie Boote mit aufgeblähten Segeln tief über den See." (S. 168)Oder:
"Er lässt sie in den freien Fall stürzen wie ein Aufzug, dessen Zugkabel durchgeschnitten wurden." (S. 199)
Das blähte den ganzen Roman so schrecklich auf. Würde man all die leeren Worthülsen weglassen, wäre das Buch nur halb so dick.
Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto weiter rutscht die Bewertung nach unten. Was hat mich an dem Buch fasziniert? Außer die Grundidee eigentlich nicht viel. Darum vergebe ich 2 von 5 Byrons und bitte jeden den der Klappentext anspricht, das Buch selbst zu lesen. Denn die Geschmäcker sind verschieden und diese Bewertung gibt nur meine persönliche Meinung wieder.
© Beate Senft

Dienstag, 28. Januar 2014
Barbara Büchner - Die Weihnachtsbraut
Fiona ist fast 40 Jahre alt, als ihre Tante in ihrem Namen, aber ohne ihr Wissen auf eine Heiratsannonce antwortet. Fiona ist wütend, trifft sich aber trotzdem mit Maurice Mersenbeck. Sie lernt in ihm einen Mann kennen, der ihr seltsam emotionslos vorkommt und dessen Alter sie unmöglich schätzen kann. Er lädt sie ein, Weihnachten bei ihm und seiner Familie zu verbringen. Doch plötzlich quälen Fiona seltsame Träume und sie erfährt, dass sie nicht die erste Frau ist, die Weihnachten mit den Mersenbecks verbringen soll. Von den anderen Frauen hat man nie mehr etwas gehört oder gesehen......
Der Klappentext des Buches hörte sich so toll an und als Voodoo Press es zu einem Sonderpreis verkaufte, schlug ich zu. Leider war das Buch so ganz anders als erwartet. Ich dachte, es geht so in Richtung Blackbeard, aber das war ein großer Irrtum. Es war schon spannend, aber zuerst irritierte es mich sehr stark, dass ich es keiner Zeit zuordnen konnte. Erst dachte ich, es müsse Ende 19. Jahrhundert spielen, aber dann gab es plötzlich Hochhäuser und Microfiche.
Es scheint jedenfalls in keiner uns bekannten Welt zu spielen. Es gibt dort sehr fremdartige Dinge und so etwas wie Mutanten. Außerdem gibt es sehr langatmige Passagen, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Die Figuren fand ich sehr interessant. Vor allen Dingen Maurice und sein Cousin Marcel. Die Beschreibungen fand ich auch sehr gelungen und plastisch. Eigentlich möchte ich 3,5 Byrons vergeben. Da das aber nicht geht gibt es 3 von 5 Byrons und den Hinweis, es bei Interesse doch am besten selbst zu testen.
© Beate Senft
Der Klappentext des Buches hörte sich so toll an und als Voodoo Press es zu einem Sonderpreis verkaufte, schlug ich zu. Leider war das Buch so ganz anders als erwartet. Ich dachte, es geht so in Richtung Blackbeard, aber das war ein großer Irrtum. Es war schon spannend, aber zuerst irritierte es mich sehr stark, dass ich es keiner Zeit zuordnen konnte. Erst dachte ich, es müsse Ende 19. Jahrhundert spielen, aber dann gab es plötzlich Hochhäuser und Microfiche.
Es scheint jedenfalls in keiner uns bekannten Welt zu spielen. Es gibt dort sehr fremdartige Dinge und so etwas wie Mutanten. Außerdem gibt es sehr langatmige Passagen, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Die Figuren fand ich sehr interessant. Vor allen Dingen Maurice und sein Cousin Marcel. Die Beschreibungen fand ich auch sehr gelungen und plastisch. Eigentlich möchte ich 3,5 Byrons vergeben. Da das aber nicht geht gibt es 3 von 5 Byrons und den Hinweis, es bei Interesse doch am besten selbst zu testen.
© Beate Senft
Montag, 27. Januar 2014
Jan Oldenburg- Totentrickser
Die Heldentruppe, bestehend aus Falfnin dem Wichtelmeisterdieb, Selphyne die Gnomenmagierin, dem Zwergenkrieger Brom "die Axt" Stahlbart und Bolgur dem Barbarenkrieger, macht sich auf den Weg zu ihrem Erzfeind den Totenbeschwörer Thanatos. Und dieses Mal gelingt ihnen das, was sie schon so oft versucht hatten: sie töten den Totenbeschwörer. Dummerweise drückt er der Heldentruppe, kurz vor seinem Ableben, seine Tochter Nania aufs Auge. Die kleine Nachtelfe ist nicht gerade begeistert, dass sie mit den Leuten gehen soll, die ihren Vater auf dem Gewissen haben und nimmt sich vor, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch es nutzt nichts, denn die Helden hatten Thanatos versprochen seine Tochter bei ihren Verwandten abzugeben. Unterwegs entpuppt sich Nania als echtes Teufelskind, aber das ist nicht das einzige Problem der Truppe. Denn jeder Verwandte auf ihrer Liste stirbt, bevor er Nanina bei sich aufnehmen kann. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht?
"Die Totentrickser" von Jan Oldenburg ist sicherlich nicht für jeden geeignet. Man sollte schon den skurrilen Humor des Autors teilen und auch nichts gegen irren Slapstick haben. Dann wird man mit herrlichen schrägen Sprüchen und einer absolut irren Geschichte belohnt, die mich oft laut auflachen ließ.
Die Figuren sind total schräg drauf und jeder hat so seine Macken. Man kommt sich oft vor, als wäre man mitten in einem Pen and Paper Rollenspiel. Die Dörfer und Städte auf die die Gruppe trifft sind genauso verrückt wie ihre Einwohner. Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert.
Der Schreibstil ist flüssig und total überdreht. Das muss man wirklich mögen, sonst ist man schnell genervt. Ich bin jedenfalls so begeistert, dass ich so schnell wie möglich auch das Buch "Fantastik AG" von Jan Oldenburg lesen möchte. Ich vergebe 4 von 5 Byrons für diese verrückte Fantasykomödie und freue mich schon richtig auf den neuen Lesespass des Autors.
© Beate Senft
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Jan Anderson - Hilfe, mein Kaktus hat Herpes
Guter Rat ist teuer - aber nicht im Internet!
Ob die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert, der Nachbar zu laut poppt oder der Diesel nach Salatöl stinkt....... Wie absurd die Frage auch sein mag, das WWW spuckt garantiert und kostenlos eine noch absurdere Antwort aus.
Tauschen sie ein in die Abgründe deutscher Webforen, und erfahren sie aus erster Hand, was ihre Mitmenschen bewegt! (Klappentext)
Der Titel des Buches hörte sich sehr witzig an und da ich ein großer Fan von "SMS von gestern Nacht" und "Facebook Webfail" bin dachte ich, dass das Buch sicherlich genauso witzig ist. Immerhin gibt es da Kategorien wie:
Mein Nachbar wohnt nebenan - Vom Geraniendschungel auf dem Balkon bis zu nächtlichen Stöhngeräuschen
Stars in der Manege - Von furzenden Katzen bis zur fachgerechten Entsorgung toter Riesenfische oder
Mein Style ist geil - Von quietschenden Haaren bis zu ausgestopften Badehosen
Leider hört sich das aber lustiger an als es ist. Auf jeden Fall sollte man das Buch nicht in einem Rutsch lesen, sonst wird es schnell langweilig. Aber jeden Abend vor dem Einschlafen 2 bis 3 Seiten sind perfekt. Ich habe mich oft gefragt, ob die Fragen wirklich so gestellt wurden. Andererseits habe ich selbst schon unglaubliches im Internet gelesen. Vor allen Dingen wenn die Leute unter Pseudonym schreiben. Da haben sie oft keine Hemmungen mehr.
Ich vergebe für diese Nachttischlektüre 3 von 5 Byrons, da noch deutlich Luft nach oben war. Trotzdem habe ich mich des öfteren amüsiert. Ob man darüber lachen kann oder nicht, muss jeder für sich selbst herausfinden.
© Beate Senft
Sonntag, 26. Januar 2014
Peter Dubina - Der schwarze Spiegel
Alan Bates bekommt eine Dozentenstelle an der Universität von New York. Netter weise hat ihm sein guter Freund und Kollege Borden Ansteen angeboten, dass Alan bei ihm und seiner Frau Elizabeth leben kann. Doch kurz nach seinem Einzug beginnen seinen Albträume. Er sieht wie der Prediger Savonarola hingerichtet wird. Als er dann nachts auch noch Klopfgeräusche hört, bekommt er Angst und wendet sich an einen Kollegen. Er ahnt nicht, was ihm alles noch bevorsteht....
Der Klappentext zu dem Buch hörte sich richtig toll an und so freute ich mich, dass ich das Buch von dotbooks zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ganz so doll war es dann aber leider nicht. Es las sich eher wie ein Groschenroman und es gab sehr seltsame Metaphern wie zum Beispiel: "..... und in den fanatisch bleckenden Augen, die unter vorgewölbten......." (Seite 37) oder "..... als ihn auch schon das scharfe Klingeln des Telefons....." (Seite 39) und auch " .....und der Buick stob mit aufheulenden Reifen...." (Seite 59). Zeitweise gab es eine abenteuerliche Kommasetzung und auch andere Fehler fand ich beim Lesen, so dass kaum ein Lesefluss entstehen konnte.
Die Charaktere bleiben ziemlich blass, was ich aber bei den wenigen Seiten des Buches vollkommen verstehen kann. Bei 117 Seiten kann man keine Zeit auf eine ausufernde Charakterbeschreibung verschwenden. Auch nervte es nach einiger Zeit, dass die Personen immer mit vollem Namen erwähnt wurden. Da hieß es nicht einfach mal Alan oder Borden, sondern immer Alan Bates und Borden Ansteen. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, fand ich allerdings sehr gut. Nur bei der Umsetzung haperte es. Ich fand das Buch nicht sonderlich spannend noch gruselig und für mich, als Freund des Genre Horrors, auch sehr vorhersehbar.
Es tut mir wirklich sehr leid, dass es so viel negatives zu berichten gibt, denn ich schreibe viel lieber positive Rezensionen und schwärme von einem Buch. Hier kann ich leider nicht mehr als 2 von 5 Byrons geben. Vielleicht bin ich ja mittlerweile zu verwöhnt, darum sollte sich bitte jeder seine eigene Meinung bilden. Denn was mir nicht gefällt, kann andere vielleicht begeistern.
© Beate Senft
Der Klappentext zu dem Buch hörte sich richtig toll an und so freute ich mich, dass ich das Buch von dotbooks zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ganz so doll war es dann aber leider nicht. Es las sich eher wie ein Groschenroman und es gab sehr seltsame Metaphern wie zum Beispiel: "..... und in den fanatisch bleckenden Augen, die unter vorgewölbten......." (Seite 37) oder "..... als ihn auch schon das scharfe Klingeln des Telefons....." (Seite 39) und auch " .....und der Buick stob mit aufheulenden Reifen...." (Seite 59). Zeitweise gab es eine abenteuerliche Kommasetzung und auch andere Fehler fand ich beim Lesen, so dass kaum ein Lesefluss entstehen konnte.
Die Charaktere bleiben ziemlich blass, was ich aber bei den wenigen Seiten des Buches vollkommen verstehen kann. Bei 117 Seiten kann man keine Zeit auf eine ausufernde Charakterbeschreibung verschwenden. Auch nervte es nach einiger Zeit, dass die Personen immer mit vollem Namen erwähnt wurden. Da hieß es nicht einfach mal Alan oder Borden, sondern immer Alan Bates und Borden Ansteen. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, fand ich allerdings sehr gut. Nur bei der Umsetzung haperte es. Ich fand das Buch nicht sonderlich spannend noch gruselig und für mich, als Freund des Genre Horrors, auch sehr vorhersehbar.
Es tut mir wirklich sehr leid, dass es so viel negatives zu berichten gibt, denn ich schreibe viel lieber positive Rezensionen und schwärme von einem Buch. Hier kann ich leider nicht mehr als 2 von 5 Byrons geben. Vielleicht bin ich ja mittlerweile zu verwöhnt, darum sollte sich bitte jeder seine eigene Meinung bilden. Denn was mir nicht gefällt, kann andere vielleicht begeistern.
© Beate Senft
Siegfried Langer - Leide!
Sabrina Lampe wollte eigentlich zur Polizei, doch ihr fehlte leider ein einziger Zentimeter zur Mindestgröße. Darum arbeitet sie jetzt als Detektivin. Meistens observiert sie untreue Ehepartner, oder arbeitet als Kaufhausdetektiv. Als ihre etwas gewöhnungsbedürftige Nachbarin sie bittet nach ihrem Neffen Patrick zu sehen, weil der sich seit einiger Zeit nicht mehr meldet, weiß sie noch nicht auf was sie sich einlässt, denn schon bald schwebt sie in Lebensgefahr.
Als Siegfried Langer sein neues eBook an Leute verschenkte, die schon Bücher von ihm rezensiert haben, meldete ich mich auch, denn die beiden Psychothriller "Vater, Mutter, Tod" und Sterbenswort" fand ich unglaublich gut. Ich war dann auch so neugierig, dass ich gleich mit dem Lesen begann und war schnell in der Geschichte gefangen.
Sabrina Lampe ist sehr sympathisch. Sie hat ihre kleinen Macken und Fehler, was sie sehr authentisch macht. In ihrem Familienleben läuft auch nicht alles rund und zur Zeit hat sie Probleme mit ihrer 15-jährigen Tochter. Welche Eltern kennen das nicht, wenn sie Töchter im entsprechenden Alter haben?
Mit seinem Bösewicht ist dem Autor ein Psychopath erster Klasse gelungen. In Rückblenden erfährt man dann warum der brutale Mann so handelt. Ich möchte jetzt keine Namen nennen um niemanden den Spaß zu nehmen. Aber er ist sehr einfallsreich und richtig bösartig.
Manche Leser haben sich über sehr viele Fehler beschwert und eigentlich fallen mir die auch immer auf, darum vermute ich, dass es vielleicht 2 verschieden Versionen gibt, denn ich habe nur einen einzigen Fehler gefunden, obwohl ich extra darauf geachtet hatte.
Der Schreibstil des Autors ist sehr fesselnd und so manchmal hätte ich mir gewünscht das Beschriebene nicht vor mir zu sehen. Der Spannungsbogen blieb konstant oben, aber durch die anderen beiden Bücher des Autors hat mir etwas das Psychospiel gefehlt. Darum vergebe ich für Leide! 4 von 5 Punkten und hoffe auf viele weitere Bücher des Autors. So wie Sabrina eingeführt wurde denke ich, dass wir es hier mit dem ersten Teil einer Serie zu tun haben, was mich sehr freuen würde.
Bitte mehr davon Herr Langer.
© Beate Senft
Als Siegfried Langer sein neues eBook an Leute verschenkte, die schon Bücher von ihm rezensiert haben, meldete ich mich auch, denn die beiden Psychothriller "Vater, Mutter, Tod" und Sterbenswort" fand ich unglaublich gut. Ich war dann auch so neugierig, dass ich gleich mit dem Lesen begann und war schnell in der Geschichte gefangen.
Sabrina Lampe ist sehr sympathisch. Sie hat ihre kleinen Macken und Fehler, was sie sehr authentisch macht. In ihrem Familienleben läuft auch nicht alles rund und zur Zeit hat sie Probleme mit ihrer 15-jährigen Tochter. Welche Eltern kennen das nicht, wenn sie Töchter im entsprechenden Alter haben?
Mit seinem Bösewicht ist dem Autor ein Psychopath erster Klasse gelungen. In Rückblenden erfährt man dann warum der brutale Mann so handelt. Ich möchte jetzt keine Namen nennen um niemanden den Spaß zu nehmen. Aber er ist sehr einfallsreich und richtig bösartig.
Manche Leser haben sich über sehr viele Fehler beschwert und eigentlich fallen mir die auch immer auf, darum vermute ich, dass es vielleicht 2 verschieden Versionen gibt, denn ich habe nur einen einzigen Fehler gefunden, obwohl ich extra darauf geachtet hatte.
Der Schreibstil des Autors ist sehr fesselnd und so manchmal hätte ich mir gewünscht das Beschriebene nicht vor mir zu sehen. Der Spannungsbogen blieb konstant oben, aber durch die anderen beiden Bücher des Autors hat mir etwas das Psychospiel gefehlt. Darum vergebe ich für Leide! 4 von 5 Punkten und hoffe auf viele weitere Bücher des Autors. So wie Sabrina eingeführt wurde denke ich, dass wir es hier mit dem ersten Teil einer Serie zu tun haben, was mich sehr freuen würde.
Bitte mehr davon Herr Langer.
© Beate Senft
Donnerstag, 23. Januar 2014
Kôji Suzuki - Der Graben
In den USA verschwinden
immer wieder Menschen, ohne jede Spur. Derweil beobachten Astronomen seltsame,
beängstigende Himmelsphänomene. In Japan häufen sich ähnliche Vorkommnisse. Die
junge Saeko soll für eine Fernsehsendung das Verschwinden einer ganzen Familie
untersuchen. Schritt für Schritt gerät sie in einen unfassbaren Albtraum, der
globale Ausmaße annimmt. Als der San-Andreas-Graben von einem Beben erschüttert
wird, spitzen sich die Ereignisse zu einem Crescendo des Grauens....
Ich musste leider auf den
Klappentext zurückgreifen, denn auch nach der Lektüre dieses Buches, kann ich
immer noch nicht wirklich sagen um was es eigentlich geht. Dabei stand das Buch
auf meiner Wunschliste und als mich der Heyne-Verlag fragte, ob ich das Buch
rezensiere möchte, war ich total aus dem Häuschen vor Freude. Schon alleine,
weil auf dem Cover steht: Der japanische Stephen King kehrt zurück und ich ein
großer Fan des Meisters des Horrors bin.
Tja. Bekommen habe ich das
langweiligste Buch, das ich jemals gelesen habe. Was man in dem Buch wirklich
zu Genüge bekommt, sind wissenschaftliche und mathematische Begriffe und
Erklärungen. Irgendwie stimmt die Mathematik nicht mehr, bei Pi gibt es eine
Unregelmäßigkeit, deshalb verschwinden Sterne und dadurch…… ja was eigentlich?
Das groß angekündigte Beben erstreckte sich auf 2 oder 3 Seiten des Buches und
alles andere ist eigentlich ständig dem Zufall überlassen.
Die Protagonisten wissen
nicht mehr weiter? Kein Problem, der Zufall hilft. Ganz gewöhnliche Menschen
erkennen plötzlich die komplexesten mathematischen Zusammenhänge und auch in
der größten Gefahr werden mathematische Formeln durchdacht. Nein, das war
leider gar nichts.
Der Plot war total
unlogisch, der Schreibstil verwirrend, die Charaktere blieben leider blass und
austauschbar, ständig kamen neue Personen ins Spiel, die im Endeffekt nur
Lückenfüller waren und im Großen und Ganzen konnte alles immer nur mit Hilfe
des Zufalls gelöst werden. Es tut mir wirklich sehr leid, aber mehr als 1 von 5 Byrons kann ich leider nicht vergeben. Und den gibt es für die Arbeit, die
sich der Autor mit dem Tippen des Textes gemacht hat. Statt Horror und Spannung
gab es leider nur 592 Seiten gähnende Langeweile. Es war eine einzige Qual.
©Beate Senft
Dienstag, 21. Januar 2014
Joel Dicker - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Marcus Goldmann ist der neue Star am Schriftstellerhimmel. Mit seinem ersten Buch hat er gleich einen Bestseller gelandet. Doch als er sich daran macht sein zweites Buch zu schreiben bekommt er das was alle Schriftsteller am Meisten fürchten: eine Schreibblockade. Da erinnert er sich an seinen Freund, Lehrer und Mentor, den Schriftsteller Harry Quebert und fährt zu ihm in das kleine Örtchen Aurora. Doch Harry hat im Moment eigene Sorgen. Auf seinem Grundstück wurde die Leiche der 15-jährigen Nola gefunden, die vor 33 Jahren spurlos verschwand. Als heraus kommt, dass die Beiden ein Liebespaar waren ist für alle klar: Harry ist der Mörder. Er kommt ins Gefängnis und Marcus setzt alles daran, die Unschuld seines Freundes zu beweisen.
Wenn ein Buch als literarische Sensation angepriesen wird, bin ich immer sehr vorsichtig und habe oft keine Lust das Buch zu lesen. Doch als ich "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" als Rezensionsexemplar angeboten bekam, griff ich dann doch zu. Zum Glück, denn ich habe schon lange nicht mehr so ein unglaublich gutes Buch gelesen.
Hier stimmt wirklich alles. Die Charaktere sind sehr vielschichtig erarbeitet und haben sehr viel Tiefe. Die Bewohner des kleinen Städtchens Aurora sind mir alle ganz schnell ans Herz gewachsen. Na gut, nicht alle. Aber die Meisten. Der Schreibstil ist wunderbar und bildhaft. Man sieht alles vor sich, hört die Möwen schreien und kann sogar beim Lesen das Meer riechen. Der Plot ist gut durchdacht, spannend und abwechslungsreich, da er immer wieder zwischen den Jahren 1975 und 2008 hin und her wechselt. Es gibt einige überraschende Wendungen, die mich bald zur Verzweiflung trieben. Immer wenn ich dachte, jetzt habe ich die Lösung, war alles doch wieder ganz anders.
Eine Kleinigkeit fand ich nervig, die aber eher auf den Übersetzer zurückzuführen ist. Und das ist das ständige "Sie" zwischen den Protagonisten. Harry und Marcus kennen sich seit über 30 Jahren und sagen immer noch Sie zueinander? Oder auch Nola und Harry. Sie ist schrecklich verliebt in ihn, die Beiden sind sich sehr nahe und sie sagt immer Sie? Das fand ich total unrealistisch und richtig störend. Aber das war wirklich der einzige Punkt, über den ich meckern kann.
Das Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert besticht durch seine Figuren, seinen abwechslungsreichen Plot und dem tollen Schreibstil. Darum vergebe ich 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die sich von 736 Seiten nicht abschrecken lassen. Glaubt mir, es war keine einzige Seite davon zu viel oder zu wenig.
© Beate Senft
Montag, 20. Januar 2014
Michael Boccacino - Charlotte und die Geister von Darkling
Charlotte Markham hat alles verloren. Schon sehr früh ihre Mutter, dann auch ihren Vater und zuletzt ihren geliebten Ehemann einschließlich ihres Hauses, das bis auf die Grundmauern nieder brannte. Darum sucht sie nach einer Stelle als Gouvernante und kommt bei Familie Darrow unter. Die Frau des Hauses starb vor einem Jahr und die beiden Söhne Paul und James sollen von Charlotte unterrichtet werden. Als die Nanny der beiden ermordet wird, übernimmt Charlotte auch diese Stelle um rund um die Uhr für die Kinder da zu sein. Doch wer ist dieser schwarze Mann, der immer dann auftaucht, wenn ein Mensch stirbt? Und warum kann Charlotte ihn schon seit frühester Kindheit sehen? Als sie eines nachmittags mit den Kindern im Wald spazieren geht stoßen sie auf eine große Nebelwand. Dahinter verbirgt sich ein riesiges Anwesen. Und darin wartet Lily Darrow, die tote Mutter von James und Paul auf die 3 Spaziergänger. Wie kann das möglich sein?
Als bei wasliestdu das Buch "Charlotte und die Geister von Darkling" für eine Leserunde angeboten wurde, bewarb ich mich sofort, denn das Cover und der Klappentext versprachen ein Buch genau nach meinem Geschmack. Und ich hatte Glück und bekam eins der begehrten Exemplare. Der erste Teil erfüllte dann auch komplett meine Erwartungen. Der Schreibstil war wunderbar altmodisch, das Herrenhaus etwas heruntergekommen mit ganz viel flair und alles war düster und unheimlich.
Doch leider blieb das nicht so. Die Story wurde immer konfuser und unlogischer. Erklärungen gab es überhaupt keine, die Figuren blieben so flach wie am Anfang und der Autor muss ein großer Fan von Lovecraft sein. Warum, müsst ihr selbst lesen, sonst verrate ich zu viel. Angeboten wird die Geschichte als Jugendbuch, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn stellenweise ist der Plott ziemlich eklig und unverständlich. Jugendliche würden sich wohl auch ganz schnell langweilen.
Für uns kam noch erschwerend hinzu, dass wir nicht, wie angenommen, das Buch erhielten, sondern eine unkorrigierte Lesefahne. Und dazu scheinen wir nicht alle das selbe Exemplar bekommen zu haben. Während die Einen ein Manuskript bekamen, das auf Vorder- Und Rückseite bedruckt war und es vor Fehlern wimmelte, hatten Andere ein Exemplar das nur auf der Vorderseite bedruckt war und schon einen Korrekturlauf hinter sich hatte. Das führte dann natürlich zu komplett unterschiedlichen Meinungen.
Davon abgesehen finde ich es sehr schade, dass der Autor dem Leser so gar keine Erklärungen anbot. Denn nach der Lektüre fragte ich mich ernsthaft, was der Autor mir mitteilen wollte. Wäre der erste Teil nicht so schön gewesen, hielt ich das Buch für eine reine Zeitverschwendung. So finde ich es einfach schade, dass aus dieser wundervoll begonnen Geschichte so wenig gemacht wurde. Dank dem tollen Schreibstil rutschte die Bewertung nicht noch weiter nach unten. Ich vergebe 3 von 5 Byrons und bleibe sehr unzufrieden zurück. Schade, denn das Buch hätte ein echter Knaller werden können.
© Beate Senft
Montag, 13. Januar 2014
M.C. Beaton - Agatha Raisin und der tote Tierarzt
Mittlerweile lebt Agatha
schon einige Monate in den Cotsworlds, aber so richtig daran gewöhnt, hat sie
sich an das Landleben immer noch nicht. Sie zweifelt, ob ihre Entscheidung,
ihre Firma zu verkaufen, die Richtige war und als sich ein alter Konkurrent aus
früheren Tagen bei ihr meldet um sie zu überreden eine neue Firma zu gründen,
ist sie gleich Feuer und Flamme. Unterdessen
eröffnet ein Tierarzt in ihrem kleinen Dörfchen seine Praxis. Dem gut
aussehenden Mann liegen sofort sämtliche Frauenherzen zu Füßen. Agatha geht es
da nicht anders und da sie jetzt stolzes Personal eines Katers ist, besucht sie
den Tierarzt natürlich auch gleich in seiner Praxis. Dr. Paul Bladen ist der
neue Schwarm der Frauenwelt doch schon kurze Zeit später ist er tot. Ein
Unfall? Oder vielleicht doch Mord? Agatha beginnt natürlich sofort zu ermitteln
und dieses Mal hat sie sogar Unterstützung.
Ach was war dieses Buch
wieder herrlich. Klar, man kann keine besondere Tiefe oder spektakuläre
Erkenntnisse erwarten, aber die Romane um Agatha Raisin unterhalten mich
einfach wunderbar. Etwas Krimi, viel Humor, dazu kauzige Charaktere und ein
uriges Dörfchen, das ist das Fundament, auf das der Roman gebaut ist. Und für
mich funktioniert das einfach großartig. Hätte ich das Buch nicht in einer
Leserunde gelesen, hätte ich es wohl in einem Rutsch inhaliert. So viel es mir
schrecklich schwer, den Roman immer wieder aus der Hand legen zu müssen und zu
warten, bis wir wieder weiterlesen dürfen. Das war echte Folter.
Agatha verändert sich so
langsam. Immer wieder kommen Momente, in denen sie ihr neues Leben genießt. Vor
allen Dingen die Dorfgemeinschaft wächst ihr ans Herz. Auch wenn es da
natürlich auch ganz böse Konkurrentinnen gibt. Agathas Flirtversuche mit James
Lacey sind immer wieder der Brüller. Vor allen Dingen, wenn der Angebetete fluchtartig
den Raum verlässt. Aber auch der Kriminalfall, den es zu lösen gilt ist wieder
sehr spannend und ich kam wieder bis zum Schluss nicht auf den Mörder. Einige
der Dorfbewohner lernt man im 2. Teil etwas besser kennen, was mir auch sehr
gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist, wie
schon im ersten Teil, wunderbar flüssig und bildhaft und diese Reihe hat,
zumindest für mich, einen sehr hohen Suchtfaktor. Ich hoffe, dass noch ganz
viele Bücher über Agatha Raisin veröffentlicht werden, denn in England gibt es
schon mehr als 20 Romane um diese etwas komplizierte und einzigartige Frau. Ich
vergebe für diese tolle und kurzweilige Unterhaltung 5 von 5 Byrons, den
Favoritenstatus und eine Leseempfehlung an alle, die auch gerne mal lachen und nicht
alles so bierernst nehmen. Ich kann Teil 3 kaum noch erwarten.
Reihenfolge:
1.
Agatha Raisin und der tote Richter
2.
Agatha Raisin und der tote Tierarzt (erscheint am 17.01.2014)
3.
Agatha Raisin und die tote Gärtnerin (erscheint am 18.07.2014)
©
Beate Senft
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