Incarceron! Ein endlos großes Gefängnis das über seine Gefangenen wacht. Ein Gefängnis, das lebendig ist. Es sollte das Paradies sein und wurde mit der Zeit die Hölle. Dort lebt Finn mit seinem Eidbruder Keiro. Finn wird Sternseher genannt und hat immer wieder Anfälle in denen er Visionen bekommt. Den Leuten ist er nicht ganz geheuer. Finn selbst ist sich sicher, dass er von "Außerhalb" kommt. Dass er nicht schon immer in Incarceron gelebt hat. Er hat eine seltsame Tätowierung die ihm keiner erklären kann und er kann sich erinnern. An Kuchen und Kerzen. Er hat nur einen Gedanken: Er muss aus diesem Gefängnis fliehen. Komme was wolle. Es gibt nur ein Problem: Es gibt keinen Ausgang aus Incarceron.
Genauso möchte Claudia fliehen, doch sie lebt nicht im Gefängnis sondern "Außerhalb". Sie ist die Tochter des Hüters von Incarceron. Doch nicht einmal sie weiß wo sich das Gefängnis befindet. Sie hasst ihr Leben, die ständigen Intrigen, Spielchen und Lügen. Sie möchte einfach nur frei sein und sich nicht immer verstellen müssen. Dabei helfen soll ihr ihr Lehrer Jared. Doch dann soll sie den Sohn der Königin heiraten....
Der Klappentext hört sich so toll an und das Cover ist ein echter Hingucker. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich das Buch von Penhaligon zum rezensieren bekam. Aber schon von Anfang an hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Ich kann nicht einmal sagen an was es lag. Die Geschichte ist toll, die Figuren gut beschrieben und kommen auch realistisch rüber. Das Gefängnis ist sehr interessant und mal etwas ganz anderes. Und auch Claudias Welt ist etwas ganz besonderes. Trotzdem wurde ich nicht warm damit. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für die Geschichte.
Das Buch beginnt ohne irgendwelche Erklärungen. Man ist sofort mitten drin und es beginnt spannend. Man erfährt von Finns hartem Leben. Was er alles tun muss um zu überleben. Von den verschiedenen Gruppierungen die alle miteinander im Clinch liegen. Und dann trifft man auf Claudia und ihre Welt. Das Mädchen aus reichem Hause, das gut behütet aufwächst aber doch nur ein Spielball der politischen Pläne ihres Vaters ist. Irgendwann treffen die beiden Erzählstränge dann zusammen und dann weiß man auch wo die Reise hingehen soll. Einige Dinge, die am Ende des Buches aufgelöst wurden waren mir ziemlich schnell klar.
Für mich ist es jetzt sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Es kann ja nix dazu, dass ich solche Probleme damit hatte. Nach langem Überlegen gebe ich 3 von 5 Byrons, weil ich die Geschichte sehr Vorhersehbar fand, schreibe aber gleich dazu, dass man das Buch selbst testen sollte. Es ist besser als es sich durch meine Punkte wahrscheinlich anhört. Ach, ich weiß auch nicht. Bildet euch einfach selbst eine Meinung.
© Beate Senft
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♥
Donnerstag, 18. Juli 2013
Dienstag, 16. Juli 2013
Carla Norton - Und nachts die Angst
Reeve wurde als 12-jährige von einem Sadisten entführt und fast 4 Jahre gefoltert, vergewaltigt und misshandelt. Jetzt ist sie 22 Jahre alt, hat viele Jahre Therapie hinter sich und leidet immer noch an schrecklichen Albträumen, hat Angst vor Männern und ist nicht in der Lage emotionale Nähe zuzulassen. Als die kleine Tilly, nach einem Jahr den Händen ihres Peinigers entrissen werden kann wird Reeve gefragt, ob sie das Mädchen, das ähnliches mitgemacht hat wie sie selbst, ein wenig unterstützen würde. Reeve macht sich auf den Weg und freundet sich mit Tilly an. Doch Tilly hat schreckliche Angst und kann der Polizei nicht alles erzählen, denn sie wird beobachtet und jedes falsche Wort könnte schreckliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wird Reeve ihr helfen können?
"und nachts die angst" ist ein unglaublich guter Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Reeves Geschichte ist so schrecklich. Ich konnte oft nicht glauben, dass man nach so einem schrecklichen Erlebnis über so lange Zeit hinweg, überhaupt in der Lage sein soll alleine auf die Straße zu gehen. Dazu wirkt Reeve auch noch sehr zerbrechlich und man möchte sie einfach nur beschützen. Tilly ist anders. Sie steckt voller Wut. Das Erlebte ist noch viel zu nahe an ihr dran. Sie möchte unbedingt aus Jefferson wegziehen, wo sie gefangen gehalten wurde. Sie hat solche Angst, dass ihrer Familie etwas passieren könnte, denn das wurde ihr angedroht, falls sie etwas verrät. Die Polizei denkt den Täter geschnappt zu haben, aber das ist ein schrecklicher Irrtum.
Besonders gut gelungen fand ich die Passagen des Peinigers. Seine Gedanken, seine Pläne, seinen Alltag. Das hat deutlich gemacht, wie normal dieser Mensch auf andere wirkt, wie gut er sich verstellen kann. Aber auch die anderen Figuren waren sehr realistisch und gut gezeichnet. Zum Beispiel der große Bruder von Tilly, der sauer ist, weil seine Eltern überlegen von Jefferson wegzuziehen, obwohl er nur noch ein Jahr Schule vor sich hat. Den es nervt, ständig auf seine Schwester angesprochen zu werden, der aber trotz allem Angst um sie hat. Oder die Eltern, die so schrecklich hilflos sind und nicht wissen, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen. Tilly, die ausflippt weil sie alle wie ein kleines Mädchen behandeln, obwohl sie durch das Erlebte viel zu schnell erwachsen werden musste. Sie alle wurden von der Autorin absolut realistisch und sehr lebendig beschrieben.
Die Spannung beginnt praktisch auf der ersten Seite und hält an bis die letzte Seite gelesen ist. Oft musste ich kleine Pausen einlegen um kurz über das Gelesene nachzudenken oder mal kurz Luft zu holen. Carla Norton ist es wirklich gelungen mich ans Buch zu fesseln, dafür vergebe ich 4 von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfreunde. Ich hoffe, dass wir noch viele Bücher der Autorin zu lesen bekommen.
© Beate Senft
"und nachts die angst" ist ein unglaublich guter Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Reeves Geschichte ist so schrecklich. Ich konnte oft nicht glauben, dass man nach so einem schrecklichen Erlebnis über so lange Zeit hinweg, überhaupt in der Lage sein soll alleine auf die Straße zu gehen. Dazu wirkt Reeve auch noch sehr zerbrechlich und man möchte sie einfach nur beschützen. Tilly ist anders. Sie steckt voller Wut. Das Erlebte ist noch viel zu nahe an ihr dran. Sie möchte unbedingt aus Jefferson wegziehen, wo sie gefangen gehalten wurde. Sie hat solche Angst, dass ihrer Familie etwas passieren könnte, denn das wurde ihr angedroht, falls sie etwas verrät. Die Polizei denkt den Täter geschnappt zu haben, aber das ist ein schrecklicher Irrtum.
Besonders gut gelungen fand ich die Passagen des Peinigers. Seine Gedanken, seine Pläne, seinen Alltag. Das hat deutlich gemacht, wie normal dieser Mensch auf andere wirkt, wie gut er sich verstellen kann. Aber auch die anderen Figuren waren sehr realistisch und gut gezeichnet. Zum Beispiel der große Bruder von Tilly, der sauer ist, weil seine Eltern überlegen von Jefferson wegzuziehen, obwohl er nur noch ein Jahr Schule vor sich hat. Den es nervt, ständig auf seine Schwester angesprochen zu werden, der aber trotz allem Angst um sie hat. Oder die Eltern, die so schrecklich hilflos sind und nicht wissen, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen. Tilly, die ausflippt weil sie alle wie ein kleines Mädchen behandeln, obwohl sie durch das Erlebte viel zu schnell erwachsen werden musste. Sie alle wurden von der Autorin absolut realistisch und sehr lebendig beschrieben.
Die Spannung beginnt praktisch auf der ersten Seite und hält an bis die letzte Seite gelesen ist. Oft musste ich kleine Pausen einlegen um kurz über das Gelesene nachzudenken oder mal kurz Luft zu holen. Carla Norton ist es wirklich gelungen mich ans Buch zu fesseln, dafür vergebe ich 4 von 5 Byrons und eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfreunde. Ich hoffe, dass wir noch viele Bücher der Autorin zu lesen bekommen.
© Beate Senft
Mittwoch, 10. Juli 2013
Vincent Kliesch - Bis in den Tod hinein
Berlin hat einen neuen Ermittler. Hauptkommissar Severin Boesherz. Der Rheingauer soll sich erst mal bewähren und als innerhalb kürzester Zeit mehrere brutale Morde geschehen, bekommt er auch seine Chance dazu. Es scheint ein Serienkiller am Werk zu sein, denn bei jeder Leiche findet man eine Nummer. Trotzdem scheint die Bevölkerung keinen großen Wert darauf zu legen, dass der Killer gefasst wird, denn er konzentriert sich auf Verbrecher. Einen Brandstifter lässt er qualvoll verbrennen. Einem Lügner wird die Zunge abgeschnitten. Die Bewohner Berlins interessieren sich mehr für das spurlos verschwundene Topmodel, das in der Jury einer Castingshow sitzt. Doch Boesherz lässt nicht locker. Will herausfinden was die Motivation des Killers ist und er ist gut in dem was er tut.
Der Anfang von "Bis in den Tod hinein" war super spannend und interessant. Ich konnte meine Augen kaum von dem Buch lösen. Leider kann man das vom Mittelteil nicht behaupten. Ich war mehrmals versucht abzubrechen. Nur die Tatsache, dass ich ein Rezensionsexemplar in der Hand hielt hat mich davon abgehalten. Und das war auch gut so, denn das Ende war wieder richtig gut. Wäre das Buch durchgehend so spannend gewesen, hätte es volle 5 Punkte verdient, so kann ich leider nur 3 Punkte vergeben.
Dazu kommt, dass der neue Kommissar nicht wirklich sympathisch ist. Er ist kleinlich, ein Snob und sehr von sich eingenommen. Eigentlich unterscheidet er sich in manchen Punkten kaum vom Killer. Was mir sehr gut gefallen hatte war, dass man Einblick in die Seele und Gedanken des Killers erhält. Man erfährt, was ihn so hat werden lassen wie er ist und ab und zu kann er einem richtig leid tun. Aber nur ab und zu.
Insgesamt war es ein ganz netter Thriller, der sich gut und flüssig lesen ließ, der aber meiner Meinung nach etwas spannender hätte sein können. Aber das ist wie immer nur meine Meinung. Da es mein erster Kliesch war kann ich auch nicht sagen, ob er besser oder schlechter als die vorangegangenen Bände mit anderem Ermittler ist. Das sollen bitte andere Entscheiden.
© Beate Senft
Der Anfang von "Bis in den Tod hinein" war super spannend und interessant. Ich konnte meine Augen kaum von dem Buch lösen. Leider kann man das vom Mittelteil nicht behaupten. Ich war mehrmals versucht abzubrechen. Nur die Tatsache, dass ich ein Rezensionsexemplar in der Hand hielt hat mich davon abgehalten. Und das war auch gut so, denn das Ende war wieder richtig gut. Wäre das Buch durchgehend so spannend gewesen, hätte es volle 5 Punkte verdient, so kann ich leider nur 3 Punkte vergeben.
Dazu kommt, dass der neue Kommissar nicht wirklich sympathisch ist. Er ist kleinlich, ein Snob und sehr von sich eingenommen. Eigentlich unterscheidet er sich in manchen Punkten kaum vom Killer. Was mir sehr gut gefallen hatte war, dass man Einblick in die Seele und Gedanken des Killers erhält. Man erfährt, was ihn so hat werden lassen wie er ist und ab und zu kann er einem richtig leid tun. Aber nur ab und zu.
Insgesamt war es ein ganz netter Thriller, der sich gut und flüssig lesen ließ, der aber meiner Meinung nach etwas spannender hätte sein können. Aber das ist wie immer nur meine Meinung. Da es mein erster Kliesch war kann ich auch nicht sagen, ob er besser oder schlechter als die vorangegangenen Bände mit anderem Ermittler ist. Das sollen bitte andere Entscheiden.
© Beate Senft
Samstag, 6. Juli 2013
Rosemarie Eichinger - Unerlaubt entfernt
Lehrer Mayer ist stink sauer. Heute hatte er mit seiner
Schulklasse einen Ausflug in ein Museum gemacht und gerade hat ihn der
Nachtwächter von dort angerufen um ihm mitzuteilen, dass hier noch 4 seiner
Schüler seien, die er wohl „vergessen“ hat. Also setzt er sich in sein Auto und
fährt bei Eis und Schnee den weiten Weg um diese Gören abzuholen. Auf dem Rückweg
gerät er auch noch in einen Stau und da zerbricht etwas in ihm. Er wirft die
Handys der 4 jungen Leute aus dem Autofenster und nimmt eine Abzweigung zur Hütte eines Freundes, mitten im Wald. Dort
hält er Lucy, Marie, Ben und Daniel gefangen. Was hat er vor mit seinen
Schülern? Hat er komplett den Verstand verloren?
Der Klappentext hörte sich so toll an und machte mich
neugierig auf dieses Buch. Doch etwas ungläubig schaute ich auf die Seitenzahl.
Die Geschichte ist nur 102 Seiten lang. Klar, dass sich da keine ausgeklügelte
Geschichte vor einem ausbreitet, sondern alles wie im Zeitraffer abläuft. Die
Idee war sehr gut und man hätte da richtig viel draus machen können. So war es
sehr komprimiert und nur das Wichtigste wurde erzählt. Eine wirkliche Spannung
kam da leider nicht auf.
Unglaublich fand ich auch, dass ein Lehrer auf der Heimfahrt
von einem Ausflug nicht merkt, dass 4 Schüler fehlen. Bei uns wurde immer
durchgezählt oder wurde gefragt, ob jeder seinen Nebenmann hat. Aber o.k. Es
war eben wichtig für die Geschichte. Und auch warum, die 4 nicht mit nach Hause
gefahren sind, war mehr als seltsam. Ben und Marie knutschten auf dem Klo, Lucy
war in einer Jurte eingeschlafen und Daniel las in einem Buch. Und als sie dann
von ihrem Lehrer festgehalten wurden hielten sie nicht etwa zusammen, nein, sie
machten sich noch gegenseitig fertig. Man erfährt ein paar Gedanken des
Lehrers, der ja am Anfang auch noch vollkommen normal rüber kommt, aber dann
beginnt man doch an seiner geistigen Gesundheit zu zweifeln. So ein normaler
Kerl scheint er wohl noch nie gewesen zu sein.
Aber alles in allem ist es eine nette Geschichte für
Jugendliche und ich fühlte mich gut, wenn auch nur sehr kurz unterhalten. Darum
vergebe ich 3 von 5 Byrons und finde es ein wenig Schade, dass die Autorin die
Geschichte nicht ein wenig ausgebaut hat, denn sie hatte viel Potenzial.
© Beate Senft
Freitag, 5. Juli 2013
L.S. Anderson - Zeit der Fleigen
Der ehemalige Polizist Walter Ross hat einen anstrengenden
Job als Bodyguard hinter sich, bei dem er zwei Männer töten musste. Er wurde
dabei selbst schwer verletzt und verlor während seiner Zeit im Krankenhaus
alles was ihm wichtig war. Doch er hatte Glück, denn der Vater der jungen Frau,
deren Leben er rettete bietet ihm einen sehr gut bezahlten Job als Leiter einer
Wachmannschaft eines medizinischen Forschungslabors mitten in der Wüste, in der
Nähe der mexikanischen Grenze an. Da er das Geld braucht nimmt er den Job an. Er
ist mit seiner Mannschaft nur für den äußeren Bereich der Anlage zuständig, der
innere Teil ist sehr streng gesichert und darf nicht betreten werden. Irgendwann findet Ross etwas seltsames in der
Asche des Verbrennungsofens. Später sieht er einen kleinen Hund durch die Gänge
des Labors rennen. Als dann auch noch ein kleines Kind zu den Ärzten des Institutes
gebracht werden soll, fasst er einen folgenschweren Entschluss…
Laut des Klappentextes hatte ich mir eigentlich etwas
anderes vorgestellt, aber enttäuscht war ich trotzdem nicht. In „Zeit der Fliegen“
wird eine sehr spannende Geschichte über skrupellose und unmoralische Menschen
erzählt und über einen Mann der damit nicht klar kommt. Mir hat die Story sehr
gut gefallen und ich fieberte mit den Hauptprotagonisten richtig mit. Dieses
Labor war mir sofort suspekt, so wie wahrscheinlich jedem anderen Leser auch.
Nur was dann folgte, damit hatte ich so überhaupt nicht gerechnet.
Der Hauptcharakter möchte sich eigentlich in nichts
hineinziehen lassen, dann siegt aber immer wieder die Menschlichkeit. Er erhält
sogar Hilfe von ganz unerwarteter Seite. Ich finde, die Zerrissenheit von
Walter Ross wird sehr gut dargestellt. Einerseits möchte er nur seinen Job
machen, andererseits aber auch noch ohne Ekel in den Spiegel schauen. Er will
helfen, muss aber dabei Töten. Und das Ende war dann wieder ganz anders als
erwartet. Eine tolles, wenn auch etwas kurzes Buch, das mich in seinen Bann
geschlagen hat. Darum vergebe ich 4 von 5 Byrons und werde mich nach weiteren
Büchern von L.S. Anderson umsehen. Lesen Leute!!!
© Beate Senft
Mittwoch, 3. Juli 2013
Ulrich Hefner - Blutinsel
Auf der kleinen Insel Hell´s Kitchen Island leben gerade mal knapp über 50 Menschen und jede Menge Schafe. Die Zeit scheint hier vor langer Zeit stehen geblieben zu sein. Dann geschieht auf der Insel ein ganz grausamer Mord und eine Person verschwindet. Wer ist der Mörder? Ist es wirklich der Geist eines vor 200 Jahren lebenden Piratenkapitäns, der auf der Insel umgeht und nach seinem Schatz sucht und dabei die eine oder andere Leiche zurück lässt? Oder ist es doch eher ein Mörder aus Fleisch und Blut? Detective Lieutanent Cathy Ronsted und ihr Kollege Detective Sergeant Brian Stockwell werden nach Hell´s Kitchen geschickt um den Mord zu untersuchen.
Als dann auch noch 4 ausgebrochene und äußerst brutale Schwerverbrecher auf die Insel fliehen ist das Chaos perfekt.
Erst einmal möchte ich mich beim Club Bertelsmann und Zeilenreich bedanken, die mir diese Clubpremiere vorab zur Verfügung stellten.
Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Ich kann noch nicht mal sagen warum, denn die Story war von Anfang an interessant und spannend. Zum Glück wurde es aber rasch besser und nach einer schlaflosen Nacht, in der ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, hatte ich es heute Morgen komplett gelesen. Der Plot ist gut durchdacht und ich wurde sehr oft auf die falsche Fährte geführt. Zwischendurch konnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass wirklich ein Geist auf der Insel sein Unwesen trieb.
Die urigen Inselbewohner haben es mir richtig angetan. Sie haben Ansichten wie im Mittelalter, alles was vielleicht anders ist wird abgelehnt und Vertrauen hat man nur zu Leuten die schon seit Christi Geburt oder länger auf der Insel leben ;) Alles was nicht schon seit Generationen auf Hell´s Kitchen lebt ist ein Außenseiter. Es war schon sehr amüsant zu lesen, wie veraltet ihre Ansichten sind und wie stur diese Menschen sind. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und ein paar davon waren mir direkt sympathisch. Vor allem Cathy Ronsted, die es nicht leicht hat bei der Polizei anerkannt zu werden.
Der Roman ist durchweg spannend und es gibt überhaupt keine langweiligen Passagen. Die Beschreibungen der Insel haben mir sehr gut gefallen, obwohl sie recht knapp blieben und nicht ausuferten. Trotzdem konnte man sich gut die grünen Flächen vorstellen auf denen unzählige Schafe grasen und auch die steilen und gefährlichen Klippen sah ich immer wieder vor mir. Ich vergebe für dieses durchaus gelungene Buch 4 von 5 Byrons und eine Leseempfehlung für Leseratten, die gerne mal ungewöhnliche Thriller lesen.
Kaufen könnt ihr das Buch hier:
Club Bertelsmann *klick*
© Beate Senft
Als dann auch noch 4 ausgebrochene und äußerst brutale Schwerverbrecher auf die Insel fliehen ist das Chaos perfekt.
Erst einmal möchte ich mich beim Club Bertelsmann und Zeilenreich bedanken, die mir diese Clubpremiere vorab zur Verfügung stellten.
Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Ich kann noch nicht mal sagen warum, denn die Story war von Anfang an interessant und spannend. Zum Glück wurde es aber rasch besser und nach einer schlaflosen Nacht, in der ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, hatte ich es heute Morgen komplett gelesen. Der Plot ist gut durchdacht und ich wurde sehr oft auf die falsche Fährte geführt. Zwischendurch konnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass wirklich ein Geist auf der Insel sein Unwesen trieb.
Die urigen Inselbewohner haben es mir richtig angetan. Sie haben Ansichten wie im Mittelalter, alles was vielleicht anders ist wird abgelehnt und Vertrauen hat man nur zu Leuten die schon seit Christi Geburt oder länger auf der Insel leben ;) Alles was nicht schon seit Generationen auf Hell´s Kitchen lebt ist ein Außenseiter. Es war schon sehr amüsant zu lesen, wie veraltet ihre Ansichten sind und wie stur diese Menschen sind. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und ein paar davon waren mir direkt sympathisch. Vor allem Cathy Ronsted, die es nicht leicht hat bei der Polizei anerkannt zu werden.
Der Roman ist durchweg spannend und es gibt überhaupt keine langweiligen Passagen. Die Beschreibungen der Insel haben mir sehr gut gefallen, obwohl sie recht knapp blieben und nicht ausuferten. Trotzdem konnte man sich gut die grünen Flächen vorstellen auf denen unzählige Schafe grasen und auch die steilen und gefährlichen Klippen sah ich immer wieder vor mir. Ich vergebe für dieses durchaus gelungene Buch 4 von 5 Byrons und eine Leseempfehlung für Leseratten, die gerne mal ungewöhnliche Thriller lesen.
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© Beate Senft
Dienstag, 2. Juli 2013
Doc Nachtstrom Hrsg. - Horror Legionen
Eines Tages hatte der gute Doc Nachstrom eine Idee. Warum
sollten sich nicht mal verschiedene deutsche Autoren zusammenfinden und zeigen,
dass auch aus Deutschland guter Horror kommen kann. Gesagt getan. Er machte
etwas Werbung für sein Projekt und innerhalb kürzester Zeit hatten sich
insgesamt 26 Autoren gefunden, die eine Geschichte beisteuern wollten. Aber es
sollte ein ganz besonderes Buch und nicht nur eine gewöhnliche Anthologie
werden. Also bot sich Carmen Weinand von
Horror and More an zu allen Autoren eine Kurzbiografie zu schreiben, die vor
den jeweiligen Geschichten veröffentlicht werden sollten. Und was Carmen da
eingefallen ist, hat mich oft lauthals lachen lassen. Warum, müsst ihr aber
schon selbst herausfinden. Sie hat in dieser Anthologie übrigens auch ihre
erste Geschichte veröffentlicht, die ich einfach nur Genial fand. Auch ein Verleger, der sich des Projektes annahm war schnell gefunden. Jürgen Eglseer vom Amrûn-Verlag fand die Idee toll und kümmerte sich um Layout und Druck und allem was so dazu gehört.
Hier sind die Autoren in Alphabetischer Reihenfolge:
Arthur Gordon Wolf
Carmen Weinand
Constantin Dupien
Daniela Herbst
Des Romero
Doc Nachtstrom
Guido Ahner
John Aysa,
Karin Reddemann
Kristina Lohfeldt
Marc Gore
Marc Hartkamp
Melchior v.·. Wahnstein
Meryjaine Webster
Michael Sonntag
Moe Teratos
Rona Walter
Sean Beckz
Sönke Hansen
Stefanie Maucher
Tim Svart
Thomas Backus
Tony Lucifer
Torsten Scheib
Vincent Voss
Werner Skibar
Xander Morus
Viele der Autoren sind dem eifrigen Horrorleser bestimmt
schon bekannt. So wie Stefanie Maucher mit ihren Büchern Fida, Kalte Berechnung
und Franklin Gothik Medium, Rona Walter mit Kaltgeschminkt und dem eben erst
erschienenen Gläsern . Oder auch Vincent Voss mit 172,3, Faulfleisch und Tötet
John Bender. Oder Arthur Gordon Wolf mit seiner tollen Katzendämmerung, Die
weissen Männer und anderen UMC-Novellen um nur mal 4 Beispiele zu nennen. Aber
ob euch die Autoren jetzt bekannt sind oder nicht, sie haben alle eins
gemeinsam: Sie haben unglaublich tolle Geschichten für diese Sammlung
geschrieben. Und so unterschiedlich wie die Autoren sind auch ihre
Wortschöpfungen. In den Horror Legionen ist wirklich alles enthalten was das
Horrorgenre zu bieten hat.
Ich weiß, dass viele Leute der Kurzgeschichte nicht sehr
viel abgewinnen können, aber diese Geschichten hier haben mich voll in ihren
Bann geschlagen. Ich versank oftmals komplett in der Story und nahm nichts um
mich herum mehr wahr. Und das schaffen nur sehr wenige Geschichten. Lediglich 2
Storys konnten mich nicht so begeistern, aber die Geschmäcker sind eben
verschieden. Und was mir nicht so gut gefällt, haut vielleicht den Nächsten aus
den Socken.
Mit Sicherheit werde ich diese tolle Sammlung immer wieder
zur Hand nehmen um darin zu blättern und weil einige der Geschichten immer noch
in mir nachklingen und mich beschäftigen vergebe ich volle 5 von 5 Byrons und
eine ganz klare Leseempfehlung für alle Horrorfreunde mit stabilem Magen und
dickem Fell. Alle anderen sollten vielleicht lieber was anderes lesen.
© Beate Senft
Sonntag, 30. Juni 2013
Adam Baker - Die Wandlung
Wow! Was für eine geniale Geschichte. Da sitzen ein paar Männer und Frauen, im ewigen Eis fest. Die Nachrichten, die sie zu hören bekommen, werden immer besorgniserregender. Bald gibt es gar keine Nachrichten mehr. Sie haben Angst. Was wenn die Stromversorgung zusammenbricht? Oder die Lebensmittel nicht bis zum Frühling reichen, denn erst dann könnte man versuchen diese Plattform zu verlassen. Und wenn man dann denkt, alle halten zusammen um zu Überleben, täuscht man sich ganz gewaltig. Und dann sehen sie einen abstürzenden Kometen am Himmel. Ein paar der Leute wollen sich das mal aus der Nähe anschauen. Aber das war gar keine gute Idee.
Ich war so froh, dass wir dieses Wochenende nichts vor hatten, denn ich konnte gestern das Buch schon fast nicht mehr aus der Hand legen und las so lange, bis meine Augen nicht mehr wollten. Heute kamen dann zwar ein paar Dinge dazwischen, aber trotzdem habe ich fast jede freie Minute gelesen. Es war so spannend. So beklemmend. Einfach nur großartig. Ich habe schon lange kein so aufregendes Buch mehr gelesen.
Die Charaktere hatten zwar nicht viel Tiefe, aber das fand ich sogar besser, denn wie in solchen Romanen üblich, haben nicht alle überlebt. Oft fühlte ich mich richtig bedrückt von der ausweglosen Situation, den Ängsten der Besatzung, der feindlichen Umgebung. Die Spannung wurde konstant hoch gehalten, auch wenn vielleicht gar nicht so viel geschah. Die Angst saß einem immer im Nacken. Der Schreibstil ist schnörkellos und einfach und gut zu lesen.
Nach diesem Buch wird es sehr schwer sein etwas zu finden, das mich genauso begeistern kann. Darum vergebe ich 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
© Beate Senft
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