Samstag, 21. September 2013

Hope Cavendish - Zeitgenossen 1 Gemmas Verwandlung



Gemma, die junge Tochter eines Apothekerehepaares wird beim Ausliefern von Medikamenten und Kräutern von ein paar jungen Männern überfallen. Als sie wieder zu sich kommt liegt sie in einem fremden Bett und ein junger Mann, Giles Arlington, erklärt ihr, dass sie von Vampiren überfallen wurde und da sie so stark verletzt war und beinahe gestorben wäre, hat Arlington, ebenfalls ein Vampir, sie zu einer Vampirin gemacht. Gemma ist nicht sehr glücklich darüber doch Arlington erklärt ihr dass man sich sehr gut von Tierblut ernähren kann und bringt ihr die wichtigsten Dinge dabei. Doch dann ertappt Gemma ihn bei einem schweren Verrat und sie flieht aus London. In Schottland kann sie auch nicht zur Ruhe kommen aber sie findet sich immer besser in ihrer Rolle als Vampirin zurecht. Und sie merkt, dass man auch unter ihren Artgenossen gute Freunde finden kann.

Ich bin so dankbar, dass ich dieses Buch in einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte, denn gekauft hätte ich es mir dem Klappentext nach eher nicht. Ich vermutete eine Liebesschnulze dahinter, was ein großer Irrtum war. Im Vordergrund dieser Geschichte steht ganz klar Gemmas Reise durch die Zeit. Die Autorin hat sehr gründlich recherchiert und wir begleiten die Protagonistin durch geschichtlichen Höhepunkte und die verschiedensten Länder. Einen historischen Fantasyroman hatte ich bisher noch nicht gelesen und ich habe festgestellt, dass das genau mein Ding ist.

Auch wenn man erst so nach und nach vieles über Gemma und ihre Begleiter erfährt sind die Charaktere liebevoll ausgearbeitet worden und sind mir sehr ans Herz gewachsen. Mit ihren Gegenspielern sind Hope Cavendish ein paar wirklich widerliche Gesellen gelungen über die wir hoffentlich im zweiten Band noch mehr erfahren werden. Die Geschichte ist wirklich sehr spannend und niemals flach. Ich bin total begeistert. Gemma und ihre Begleiter kämpfen für die Schwachen, auch wenn sie dabei über Leichen gehen müssen. Schließlich sind sie ja auch Vampire. Die Sexszenen die nur sehr spärlich vorkommen, sind sehr geschmackvoll und die Liebesgeschichte hält sich ganz dezent im Hintergrund. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll flüssig und da Gemma uns ihre Geschichte selbst erzählt ist man auch mittendrin im Geschehen.

Ich bin total vom Gemma-Virus infiziert und kann es kaum erwarten bis Band 2 erscheint. Ich hoffe so, dass es dieses Jahr noch klappt, denn ich bin süchtig nach der Geschichte. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich noch bei Hope Cavendish, die die Leserunde so liebevoll betreut und wirklich jede Frage beantwortet und mit vielen kleinen Anekdoten die Runde bereichert hat.
Ich vergebe für Gemmas Verwandlung 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung auch an Leute die die klassischen Vampirgeschichten nicht unbedingt mögen. Zeitgenossen ist anders. Und es ist überzeugend gut. Lesen! Los!

© Beate Senft                               




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