Freitag, 19. Dezember 2014

Kurzmeinungen September 2014

Kurzmeinungen September 2014 


Titel: Wild Cards - Das Spiel der Spiele
Autor: George R. R. Martin u. a. 


Inhaltsangabe lt. Amazon: 
The World's next SUPERHERO!

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht. 


Kurzmeinung:
Hm. Der Klappentext las sich gut, die Idee gefiel mir. Die Umsetzung ... Ich fand das Buch nicht wirklich schlecht. Die Kapitel aus Sicht der verschiedenen Figuren gefiel mir und die Geschichte selbst ist eigentlich auch nicht schlecht. Aber der Funke wollte nicht überspringen. Irgendetwas fehlt, das ich nicht genau benennen kann. Ich habe das Buch *einfach so* gelesen, ohne wirklich einzutauchen.
Ein Minuspunkt, der mit dem Buch selbst nichts zu tun hat, ist die "Werbung". Ganz groß angegeben ist George R. R. Martin und ein schöner Patch für "Das Lied von Eis und Feuer". Zwar ist klein zu lesen, das Martin der Herausgeber ist, trotzdem erwecken die Größe des Namens und der Patch einen falschen Eindruck. Solche Art von *Leserfang* kann schnell mal nach hinten losgehen.
3 von 5 Byrons. 




Titel: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens 
Autor: Sebastian Niedlich 

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Schmunzeln und lachen, weinen und sich trotzdem wohlfühlen: DER TOD UND ANDERE HÖHEPUNKTE MEINES LEBENS ist eine schwarze Komödie mit Herz, die man so schnell nicht vergessen wird. 


Kurzmeinung: 
Wenn der Tod meint, dein bester Freund zu sein, kann das schon ziemlich nerven.
Bei mir hat die Geschichte für so manches Schmunzeln gesorgt. Es ist schon eine ganz spezielle *feindschaftliche Freundschaft* zwischen Martin und Tod. Denn Martin versucht immer wieder, den Tod anderer zu verhindern.
Man schmunzelt, kann aber auch hin und wieder mal nachdenklich werden. Und Kinder der 80er dürften sich das eine oder andere Mal zurückversetzt fühlen, während man Martin durch seine Kindheit und Jugend begleitet.
Nichtsdestotrotz fehlt mir auch hier der letzte Funke. 

4 von 5 Byrons. 



Titel: Tief begraben 
Autor: Brian Keene 

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
DIE ZOMBIES SIND NICHT DAS SCHLIMMSTE!
Es passiert ohne jede Vorwarnung. Eine weltweite Seuche verwandelt Menschen und Tiere in lebende Tote. In einem Luxushotel verbarrikadieren sich 25 Angestellte und Gäste in einem früheren Militärbunker. Die Schläge der Zombies hämmern von außen gegen die Sicherheitstüren, während die Eingesperrten unaufhaltsam den Verstand verlieren ... dazu kommt der wachsende Hunger, der sie irgendwann zwingt, das Unvermeidliche zu tun. Ein simples Motto bestimmt den Alltag der Überlebenden: Fressen und gefressen werden!
Kurzmeinung:
Brian Keene ist ja nun einer meiner Lieblingsautoren und auf "Tief begraben" war ich sehr gespannt. War doch der Vorgänger "Totes Meer" mein allererster Keene und hat mich restlos begeistert. Leider hat "Tief begraben" mir nicht ganz so gut gefallen. In meinen Augen kommt dieses Buch nicht an den Vorgänger heran. Was vermutlich daran liegt, dass es - außer Hamelns Rache, die draußen weiter durch die Gegend zieht - nicht wirklich viel mit dem Vorgänger zu tun hat. Worauf ich trotz allem gehofft hatte. Auf seine Art und Weise ist "Tief begraben" trotzdem gut. Blutig, temporeich ...
Trotzdem ist meine persönliche Wertung hier nur 3,5 von 5 Byrons (wenn denn halbe Byrons möglich wären). 


Titel: Helden aus der Tonne
Autor: Frank Schweizer

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
Sein Beruf: Auszubildender in der Superheldenbranche. Sein Auftrag: eine hundsgemeine Mordserie aufklären. Seine Gegner: kritikresistente Superschurken. Seine Freunde: kritikresistente Superhelden. Sein Motto: Attacke! Olé! Olé! Seine Erfolgschance: null, nada, niente! Verfolgen Sie die Ausbildung eines einfachen Philosophiestudenten zum größten Superhelden seines … hm … Viertels, seine rasanten Kämpfe gegen den Meuchelmeister – halb Mensch, halb Küchengerät – und werden Sie Zeuge, wie das Schicksal der ganzen Welt von den »Helden aus der Tonne« entschieden wird! 
Kurzmeinung:
Ich hatte ja vor einer Weile "Gott" von Schweizer gelesen, welches so herrlich schräg war und mir gut gefiel. "Helden aus der Tonne" lässt ja schon im Klappentext durchblicken, dass es schräg ist. Mein Beuteschema. Leider war es so schräg, dass ich es schon nicht mehr gut fand. Das Buch hat schon seine Momente, in denen ich grinsen musste, aber im Großen und Ganzen fand ich es doch relativ lahm und zu verrückt. Da konnte auch Waltharius - den man hier wiedertrifft und der mir in "Gott" so gut gefiel - nichts dran ändern.
2 von 5 Byrons.


Titel: Geschichten aus Bad Dreckskaff 01 - Herr Urxl und das Glitzerdings (Hörbuch)
Autor: Philip Ardagh; Sprecher: Harry Rowohlt

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
Unwiderstehlich ekelerregend! Ohne Herrn Urxl wäre Bad Dreckskaff gar nicht so dreckig. Aber MIT Herrn Urxl! Da gibt es wohl keinen widerlicheren, ekelerregenderen Ort auf der Welt, und die Bewohner setzen alles daran, ihren ungemein abstoßenden Mitbewohner loszuwerden. Doch dann fällt eines Tages ein kostbares Glitzerdings aus einem Kronleuchter. Und dieser gigantische Diamant verändert die Lage grundlegend …

Kurzmeinung:
Dieses Hörbuch habe ich nun beim Stricken endlich mal bis zum Ende gehört. Normalerweise schlafe ich ja bei Hörbüchern immer ein, deswegen höre ich sie jetzt immer beim Stricken ;-)
Ich mag Harry Rowohlt als Sprecher. Er spricht nicht so monoton und langweilig. Und die Geschichte ist einfach putzig. Hätte mir als Kind sicher auch sehr gut gefallen.Nur mit den Figuren komme ich öfter mal durcheinander.
Herrlich schräg und toll vorgelesen.
4 von 5 Byrons.


Titel: Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus - Irrwitziges aus der Servicewelt (Hörbuch)
Autor: Tom König; Sprecher: Christoph Maria Herbst

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
Der nächste freie Mitarbeiter ist für SIE reserviert! Waffeleis darf nur im Stehen verzehrt werden, Kündigungen sind ausschließlich über eine kostenpflichtige 0900-Nummer möglich, und Bareinzahlungen sind bei der Bank grundsätzlich unerwünscht: Kunden haben in diesem Land nichts zu lachen.Jede Woche beschreibt Tom König in seiner SPIEGEL-ONLINE-Kolumne »Warteschleife«, was es heißt, heute Konsument zu sein. Pointiert und mit beißender Ironie schildert er seine Erlebnisse in der Service-Sahara – und deckt auf, wie viele Unternehmen ihre Kunden nach Strich und Faden betuppen. Er erzählt die irrwitzigsten Kunden-Erlebnisse, die SPIEGEL-ONLINE-Leser ihm geschickt haben – und gibt Tipps, wie man sich gegen die Gängelei von Firmen und Behörden wehren kann.

Kurzmeinung:
Wer fühlte sich als Kunde nicht schon einmal verarscht, verraten, verkauft, dem Wahnsinn nahe?
Tom König führt uns auf witzige Art und Weise durch den Service-Wahnsinn, bestens vorgetragen von C. M. Herbst. Ich hatte so viel Spaß beim Hören und habe mir einige Stellen mehrmals angehört, weil ich dabei so lachen musste. Und so oft schoß mir durch den Kopf "Das kommt ir aber sowas von bekannt vor.". Dieses Hörbuch ist auf dem mp3 Player geblieben, das wird definitiv noch einmal gehört.
4 von 5 Byrons.


Titel: Kündige, wenn du es schaffst - Neuer Irrwitz aus der Servicewelt (Hörbuch)
Autor: Tom König; Sprecher: Christoph Maria Herbst

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
Als Kunde hat man es nicht leicht: Egal, ob man seinen Telefonanbieter wechseln möchte oder versucht, eine günstige Bahnfahrkarte zu kaufen, wer sich auf Service-Mitarbeiter verlässt, ist verlassen. Tom König schildert seine aberwitzigsten Erlebnisse aus der deutschen Servicewüste - regelmäßig in seiner Kolumne auf SPIEGEL ONLINE. 
Kurzmeinung:
Und auch hier gilt: Da dürfte sich fast jeder selbst wieder finden. Sei es, dass man auf die Freischaltung des neuen Telefonanschlusses wartet (ich Hasse es und wechsel daher so gut wie nie) oder der Wechsel des Stromanbieters. Bissig, lustig, herrlich und wieder toll vorgetragen von Herbst.
Allerdings muss ich auch sagen, dass mich doch einiges an den ersten Teil "Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus" erinnerte, oder manches auch einfach weniger komisch war. Für mich war es trotzdem gute Unterhaltung und bekommt schwächere 4 von 5 Byrons.


Titel: Ein Mann namens Ove
Autor: Frederik Backman

Inhaltsangabe lt. Amazon: 
Ove ist der Nachbar aus der Hölle: Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde, schreibt Falschparker auf, räumt Fahrräder an ihren Platz und prüft die Mülltrennung. Aber hinter seinem Gegrummel verbergen sich ein großes Herz und eine berührende Geschichte. Seit Oves geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr und trifft praktische Vorbereitungen zum Sterben. Doch dann zieht im Reihenhaus nebenan eine junge Familie ein, die als Erstes mal Oves Briefkasten umnietet …
Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben. 

Kurzmeinung:
Hier war ich vor dem Lesen skeptisch. Interessiert habe ich mich für das Buch, nachdem der Verlag auf Facebook mal den einen oder anderen Satz Oves postete.
Was soll ich sagen? Ich will einen Ove! Jeder sollte einen Ove haben.
Schon am Anfang musste ich über Oves bissige Kommentare schmunzeln, lachen. Und dann kamen mir die Tränen. Aber nicht nur vom Lachen. Es gibt so rührende Stellen in diesem Buch, die ganz und gar nicht kitschig sind. Ich gestehe, ich habe bei einer Stelle wirklich ein paar Tränen der Rührung verdrückt.
Ich habe mir ein paar Wochen später sogar das Hörbuch geholt. Und das mache ich selten bis gar nicht.
Gerne würde ich hier die eine oder andere meiner Lieblingsstellen anführen. Jedoch kann ich mich nicht für eine entscheiden.
Ohne noch in große Begeisterungsstürme auszubrechen: Eins meiner Highlights 2014, klare Leseempfehlung von mir und 5 von 5 Byrons.
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